Duri Sulser – New-Age-Mentor wirft alles hin und startet neu
Shownotes
Duri Sulser wächst dort auf, wo andere am liebsten Ferien machen: im Engadin. Umgeben von majestätischen Bergen und eindrücklicher Natur ist Duri vor allem eines – draussen. Täglich stundenlang. Doch Duri ist nicht nur ein Naturbursche. Er sitzt auch gerne in der Schule, lernt mit Leidenschaft und möchte am liebsten der Beste sein. Seine guten Noten zeigen: Er kann’s. Auch sportlich liefert er ab. Kaum den Windeln entwachsen, steht er schon auf Skiern. Mit zehn Jahren steigt er in den Wettkampfsport ein – und fährt gleich vorne mit. Talent, Disziplin, Förderung: Alles spricht für eine grosse Karriere. Doch mit 18 ist plötzlich Schluss. Die Freude am Sport ist weg. Und Duri, ein «Ganz-oder-gar-nicht»-Typ, hört konsequent auf. Ruhiger wird sein Leben dadurch aber nicht. Es folgen enge Kurven und steile Abfahrten – privat. Er startet in eine intensive Partyphase, konsumiert Alkohol und Drogen. Später eine Diagnose, die wie ein Schock einschlägt: unheilbar krank. Und dazu eine jahrelange, tiefgehende Suche nach Sinn. Diese Suche führt ihn in die Esoterik. Er bildet sich weiter, wird spiritueller Mentor und arbeitet zehn Jahre lang überzeugt in diesem Bereich. Er glaubt, hier endlich Antworten gefunden zu haben. Bis ein unscheinbarer Moment alles verändert: Ein Filmabend. Einfach so. Doch genau dieser Film stellt sein Weltbild komplett auf den Kopf – und Duri spürt, dass ein Neuanfang bevorsteht.
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Autorin & Host: Ruth Stutz
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00:00:00: dass ich nicht gewusst habe, wer ich bin, was ich will, was das alles soll und wieso.
00:00:06: nach dem Motto, ich muss mich zuerst einmal komplett lernen und mich lösen von allem, weil loslassen ist so ein grosses Konzept in der Spiritualität, alles loslassen, jede Abhängigkeit, dass ich bei so weit gegangen bin, dass ich die zu meiner Familie aufgehe.
00:00:20: Ich war wirklich so ein Ego-Trip, obwohl es sich nicht so anfühlt.
00:00:28: Aber es ist wirklich ein Ego-Trip,
00:00:30: das nur noch um dich geht.
00:00:31: Wieso wie?
00:00:33: Bei uns erzählen Menschen ihre Geschichte.
00:00:36: Ein Podcast von EREF Mediaschutz.
00:00:39: Herzlich, echt und ungeniert.
00:00:43: Dort, wo mein Gast aufgewachsen ist, dort, wenn wir Unterländer am liebsten Kofferien machen.
00:00:48: Einmal geht es mir so.
00:00:49: Einen der schönsten Plätze, die die Schweiz zu füllen hat.
00:00:53: Das Engadin.
00:00:55: Wunderschöne Natur.
00:00:57: Diese Natur liebte Tourisauser auch.
00:01:00: Und gleich war es sein grösster Ziel, sobald wie möglich wegzukommen, von diesem Ort, wo er gewohnt hat.
00:01:06: Als Profi-Scheifahrer, aber auch später im Leben des Tourisausers, hat er ein paar enge Kurven und steile Abfahrten erwischt.
00:01:15: Er ist ein Kämpfer, der Touri, einer, der gerne aus den Ganzen geht und sich nicht schiebt, immer wieder von vorne anzufangen.
00:01:22: So ein inspirierendes Gespräch und so schön, dass du dabei bist.
00:01:26: Ich bin Trut Stutz.
00:01:28: Herzlich willkommen, Duri Sulser.
00:01:31: Mega schön, dass du hier bist.
00:01:33: Ich freue mich auch so.
00:01:34: Ich freue mich auch sehr.
00:01:36: Danke vielmals und darf hier sein.
00:01:38: Der Dialekt nur schon, wenn du heus sagst.
00:01:40: Herrlich.
00:01:41: Mega schön.
00:01:43: Für dich ist sie auch nicht völlig ungewohnt hinter dem Mikrofon zu stehen.
00:01:47: Das machst du ja regelmäßig.
00:01:49: Schon jahrelang hast du selber ein Podcast.
00:01:53: Genau.
00:01:53: Ich habe mehrere Podcasts schon initiiert.
00:01:57: Einer, der es noch gibt.
00:02:00: Letztes Jahr initiiert, wieder zu einem neuen Thema.
00:02:04: Aber ich habe immer wieder Gehversuche zu mir mit dem Medium starten, auseinandersetzen.
00:02:11: Das auch etwas teilen, was ich erfahre, was ich erlebe, was ich mache.
00:02:17: Und wo ich stehen.
00:02:19: Darum ist das Thema-Podcast nicht neu für mich.
00:02:22: Aber doch diese Situation in einem professionellen Studio ziehen.
00:02:27: Und mal befragen zu werden.
00:02:29: Genau, das ist etwas anderes.
00:02:31: Was fasziniert dich an diesem Format-Podcast?
00:02:36: Ich finde, es ist eine einfache Art und Weise, um etwas zu erfahren, um etwas zu lernen, um einfach neue Ideen, neue Inputs zu bekommen.
00:02:51: weil ich für mich ja relativ früh schon verstanden habe, dass ich nicht unbedingt alles alleine muss wissen oder auch all die gleichen Fehler machen, die andere vielleicht schon gemacht haben, sondern dass ich darf auch lesen, halt früher vor allem auch, was andere schon gemacht haben oder was andere zu erzählen haben.
00:03:10: Und mit dem Podcast finde ich es noch mal einfacher, einfach zuzulassen, statt immer zu lesen, zum Beispiel.
00:03:18: Ich komme starten und gehe einfach mal an den Anfang deines Lebens.
00:03:21: Und zwar natürlich in der Kindheit.
00:03:23: Du hast ja ein recht spannendes Erlebnis in deiner Kindheit, finde ich.
00:03:28: Zuerst mal, du bist im Engadin aufwachsen.
00:03:30: Oh, das ist wirklich herrlich, dass man das immer noch gehört, das geniesst sich.
00:03:34: Wie war deine Kindheit?
00:03:35: Würdest du sie beschreiben?
00:03:37: Also eben, die Region prägt natürlich sehr.
00:03:39: Im Engadin aufzuwachsen ist ein Privileg.
00:03:43: Das habe ich als Kind nicht mehr gefunden.
00:03:45: Aber ich sehe, dass ich heute in dieser Natur, in dieser Umgebung, sein darf.
00:03:49: Das heisst, ich war sehr viel draussen.
00:03:52: Oder wir generell Kinder von dort sehr viel draussen.
00:03:55: Sehr viel draussen gespielt.
00:03:56: Eigentlich jede mögliche Minute war ich draussen.
00:04:00: Ob am Spielen oder am Heuteenbauen, im Wald oder am Sport machen.
00:04:05: Weil Sport auch ein grosser Teil war bei uns in der Familie.
00:04:10: Aber auch in meinem Leben, schon als Kind.
00:04:13: Und ich bin sehr behütet aufgewachsen.
00:04:16: Meine Eltern haben sich viel Zeit genommen, oder so viel wie möglich Zeit genommen für mich oder für uns, für mich und meinen Brüdern.
00:04:24: Und wir haben viele Sachen untergenommen, vor allem viel Bewegung.
00:04:28: Sehr aktive Familien waren, verschiedene Sportarten gemacht.
00:04:32: Und ja, es ist wirklich, wie es die Umgebung gibt, sehr viel unterwegs.
00:04:39: Einfach.
00:04:40: Hast
00:04:40: du heute noch eine erfüllte Kindheit?
00:04:43: Ja, ich bin durch das, dass ich mich gerne und viel bewegt habe und das auch gekönnt.
00:04:49: Ich war sehr ein glückliches Kind.
00:04:53: Obwohl ich vielleicht doch ab und zu so einen Moment hatte, in dem ich mich nicht ganz so glücklich gefühlt habe.
00:05:00: Ich hatte auch so ein solches Moment, weil ich ... Ja, und das ist vielleicht so ein bisschen die Kehrseite vom Engadin.
00:05:08: Obwohl es sehr schön, sehr familiär ist, aber es ist halt auch sehr ... ... zum Teil, wie soll ich sagen?
00:05:15: Nicht so sehr anonym.
00:05:16: Das heisst, man ist permanent beobachtet.
00:05:18: Das heisst, alle wissen alles.
00:05:21: Über die oder meinen zumindest.
00:05:23: Das heisst, so kannst du wie nicht so ausleben, wie du es vielleicht gerne wirst.
00:05:27: Und dann vielleicht auch nicht immer das sagen, was du gerne wirst oder was du denkst.
00:05:31: Dann musst du dir ein bisschen zurücknehmen, musst du dir anpassen.
00:05:33: Und mit dem hatte ich zum Teil ein bisschen zu kämpfen.
00:05:35: Ich hatte schon einen Moment, in dem ich nicht so glücklich war.
00:05:42: Aber das sind eher seltene Momente.
00:05:44: Für diese hatte ich meinen Hund damals.
00:05:46: Er hat mich über diese Zeit durchgetragen.
00:05:49: Ja.
00:05:51: Du bist ja gerne in die Schule.
00:05:53: Unglaublich, dass du das gehört hast.
00:05:55: In der Grundschule, das hätte ich nicht ... Ich sage das Wort nicht, aber du bist gerne gegangen.
00:06:00: Ich bin gerne gegangen.
00:06:02: Ich habe gerne gelernt.
00:06:04: Ich habe auch gerne ... Es war für mich nicht das Müesse, sondern ich habe auch gerne Aufzuge gemacht.
00:06:11: Das ist für mich nicht das, oh, jetzt muss ich noch, sondern ich bin einfach gerne weitergekommen, habe mich gerne entwickelt, habe gerne auch mehr gewöhnt und einfach mehr aufgesaugt.
00:06:22: Zum Teil wie ein Schwamm, Sachen aufgesaugt.
00:06:24: Und ich wollte auch gut sein.
00:06:27: Das muss ich wirklich sagen.
00:06:28: Das ist einfach etwas, was ich von klein auf in mir gehabt habe.
00:06:31: Das war nicht der Treiber meiner Eltern, sondern das habe ich so gehabt.
00:06:35: Ich wollte immer gut oder wenn möglich sogar den Best sein.
00:06:40: Und weisst du auch nicht, warum?
00:06:42: Was der Treiber war?
00:06:43: Nein, weil es es wirklich nicht.
00:06:45: Das war einfach ein Teil von diesem.
00:06:48: Dass ich wirklich, wenn ich etwas mache, mache ich es richtig, mache ich es möglichst gut.
00:06:52: Ich hatte immer sehr gute Noten.
00:06:56: Heute würde ich sagen, überdurchschnittlich gut, also fast zu gut, permanent immer.
00:07:00: Und ich musste auch nicht einmal so viel lernen dafür.
00:07:03: Es ist mir einfach einfach gefallen, weil ich es gerne gemacht habe.
00:07:05: Auf
00:07:06: diese Chemie war ich immer einversüchtig.
00:07:09: Ja, das habe ich gemerkt.
00:07:10: Hast du das auch gemerkt?
00:07:12: Ja, ich versuchte das Thema.
00:07:14: Ja, weil du warst ja nicht der einzige Ort, wo du so gut warst.
00:07:16: Du warst auch ein Überflüger im Sport.
00:07:19: Also du hast ja nicht nur einfach gern Sport gemacht, sondern du bist ... ein Weckkampfsportler geworden.
00:07:24: Was hat das gehalten?
00:07:27: Ja, ich bin eher später dazugekommen.
00:07:31: Wenn ich verglichen habe, das sind Kinder schon zwei, drei Jahre vorher.
00:07:35: Weckkampfmässig eingestiegen, bei ihr schon etwa mit zehn in elf.
00:07:39: Wirklich weckkampfmässig mit dem Angefangenen, mit dem Schimpffahren.
00:07:43: Das liegt natürlich ein bisschen in der Gene.
00:07:47: Mein Mami war selber Skifahren.
00:07:49: Sie war eine Nationalmannschaft.
00:07:52: Mein Vater war Skilehrer.
00:07:54: Sie haben sich auch beim Skifahren kennengelernt.
00:07:56: Das ist schon ein bisschen der gemeinsame Nenner, die wir hatten.
00:08:01: Darum ist sie mit meiner Mutter, weil sie fast früher Skifahrer als gelaufen ist.
00:08:06: Das heisst, ich bin mit diesem aufgewachsen.
00:08:09: Noch mit dem Nucki?
00:08:10: Ja, fast schon.
00:08:11: Zumindest mit den Windeln.
00:08:14: Ich habe es einfach gerne gemacht.
00:08:16: Das war das erste.
00:08:17: Nachher immer mehr.
00:08:19: Irgendwann hielten wir davon, dass es Rennen gibt, die man mitmachen kann.
00:08:23: Dann fangst du an, du hast ein Rennen gemerkt, du bist gut.
00:08:26: Du gewünschst vielleicht aus dem Neu raus oder kommst vom ersten Dreh.
00:08:30: Dann werden natürlich Mannschaften auf die Aufmerksamkeit oder als Regionalverband und sagen, komm mal zu uns, trainieren, und so fangt das an.
00:08:39: Und das habe ich dann gemacht und bin schrittliweiss.
00:08:44: vorwärts gekommen.
00:08:45: Das hat mir die ganze Kindheit bei seinen Jugendlinnen begleitet, bis ich bei den Ost-Sweizer Junioren war.
00:08:51: Das war dann der Abschluss.
00:08:54: Was hat man denn da noch?
00:08:56: Kindheit.
00:08:56: Du hast mega viel gespielt.
00:08:59: Ich stelle mir das vor, dass es sehr vereinnahmend ist oder auch für das Familienleben.
00:09:03: Ja, also eben.
00:09:04: Ich sage es mal, die ersten Jahre geht es vor allem aus der Freude raus.
00:09:07: Und irgendwann, also zu meiner Zeit, das ist heute auch anders, zu meiner Zeit würde ich sagen, somit ... Vierzehn hat das geändert.
00:09:16: Das ist auch die Zeit, in der ich als Sportgeber bin.
00:09:18: Und durch das hat sich das natürlich intensiviert.
00:09:21: D.h.
00:09:21: Training wurde ein sehr starker Bestandteil.
00:09:25: Du hast einfach die ganze Zeit über die Woche.
00:09:28: Das ist natürlich deine Trainings.
00:09:30: Und das fängt schon an, dass du sobald die Möglichkeit gibt, um aufs Schnee zu gehen, dass du dann von ... Ja, vor allem von ... November bis April bist du in einem Wochenende im Einsatz.
00:09:43: Du bist unterwegs.
00:09:45: Plus du trainierst noch.
00:09:47: Es war schon sehr intensiv.
00:09:50: Man hat es auch nicht immer nur gerne gemacht.
00:09:53: Und noch mit der Summertrainings auf dem Gletscher.
00:09:55: Das sind ja tine Jahre, wo deine Stücke sehr viel abgeht.
00:10:01: Wo viele ausbrechen.
00:10:03: Das hast du einfach auf der Piste.
00:10:05: Hast du diese Zeit verbracht?
00:10:06: Mehrheitlich.
00:10:09: Kraftraum oder bei sonstigen Summertrainings oder Konditionstraining.
00:10:13: Du bist schon permanent sechs Mal pro Woche trainiert.
00:10:17: Das war das Minimum, einen Tag Ruhepausen.
00:10:20: Und so ein Opfer ist quasi deine freie Zeit.
00:10:23: Und hast du das auch was Opfer erlebt oder gut gefunden?
00:10:26: Am Anfang noch nicht, mit der Zeit immer mehr.
00:10:29: Vor allem, und das war spannend, mitzuerleben, dass immer mehr Freunde aufhören.
00:10:35: Und du am Schluss noch der einzig bist in der Region.
00:10:38: Wo das macht und dann ja bist du vielfach auch dort, machst du es halt alleine.
00:10:43: Du trainierst alleine.
00:10:44: Du machst vieles alleine.
00:10:45: Natürlich hast du irgend so immer einen Verband und trainierst auch irgendwann auf der Schiede mit anderen, aber viel machst du auch alleine.
00:10:50: Und dann ist es auch immer mehr zum Opfer geworden.
00:10:54: und das ist vor allem dann, wenn die anderen ausgehen gehen und so, einfach klickenmässig unterwegs sind, go snowboarden gehen und eine gute Zeit haben und du.
00:11:03: Kannst du das nicht?
00:11:05: Ja, es war schon auch als Opfer zum
00:11:07: Teil.
00:11:07: Du hast ja dann aufgehört, eben mit acht Zehnen.
00:11:11: Warum?
00:11:14: Das ist ... Ja, das war nicht eine riefige oder lange Überlegung.
00:11:19: Ich merkte einfach, mir fällt Freude.
00:11:22: Ich habe Freude nicht mehr.
00:11:24: Und ich habe auch eine Bereitschaft, um so viel Aufwand zu betreiben, um das zu machen.
00:11:29: Und dann ist das relativ klar geworden.
00:11:32: Ich habe zwar noch einen Summertraining mitgemacht, weiß ich noch.
00:11:35: Und dann im Herbst, bevor es eigentlich so los ging, habe ich gewusst.
00:11:39: Das war's.
00:11:40: Aber hast du gute Chancen gehabt?
00:11:41: Willst du vorne mit dabei sein?
00:11:43: Ja.
00:11:43: Echt?
00:11:44: Und weil es gleich aufgehört hat, krass?
00:11:46: Ja, weil wenn man mal auf einem gewissen Niveau ist, sag ich mal bei den Junioren, dann merkst du, wer hat das Niveau zum wirklichen, letztendlich einen Weltcup zu kommen?
00:11:54: Und diese Chancen sind tags.
00:11:55: Aber du weisst halt auch nicht mit Verletzungen und alldem, ob das dann wirklich geht.
00:11:59: Aber die Möglichkeit sind tags.
00:12:00: Aber das hat für mich keine Rolle gespielt, weil ich wusste, wenn die Freude fehlt, schon in diesem Alter dann ... Ich habe in mir gesagt, das Leben hat etwas anderes mit dir vor.
00:12:12: Und dann hörst du auf mit dem Kross durch ein strukturiertes Leben.
00:12:16: Was hat das mit dir gemacht?
00:12:19: Das hat viel mit mir gemacht.
00:12:22: Ich habe fast eine Hundert- und Achtzeigerte Wende gemacht.
00:12:26: Ich bin zwar weiter in die Schule, habe es mit mir gemacht, aber ich bin von einem der besten Schüler zu einem der minimalistischsten Schüler.
00:12:35: Ich habe wirklich nur noch ein Minimum gemacht.
00:12:38: Ich habe angefangen, Training oder Weckkampf zu machen, Party zu machen, viele in Ausgang, auch das Gefühl, jetzt muss ich vieles nachholen.
00:12:49: Ich habe dann recht vollgasen Party gemacht, habe angefangen Snowboarding und das Leben geniessen und geschaut, dass ich in meiner Schule bestehe.
00:13:00: Aber ich hatte wie null Anspruch mehr.
00:13:02: Aber du
00:13:03: warst so zufrieden, endlich kannst du auch
00:13:06: mal.
00:13:07: Im ersten Moment war es ein Befreiungsschlag.
00:13:10: Der Druck war weg.
00:13:11: Es war nicht mehr ein Müssen.
00:13:13: Es war nicht mehr so ein Überleistung, sondern es war ein Dörfer.
00:13:19: Das hat aber nicht allzu lange angehebt.
00:13:21: Dann habe ich schon gemerkt, dass etwas fehlt.
00:13:23: Das kann es ja auch nicht sein.
00:13:25: Das ist ja wie ziellos.
00:13:28: Ich war dort an einem sehr starken Orientier zu sein, um die Sachen zu erreichen.
00:13:32: Und ich habe es dann einfach gesagt, Ertränkt im Alkohol oder verneblatt mit Drogen und so weiter, um das irgendwie zu kompensieren.
00:13:44: Also er hat auch Abstürze erlebt.
00:13:46: Es war auch eine heftige Zeit.
00:13:48: Ja, das ist eher der Weg aus dem Engadin, wo ich auf Zürich bin.
00:13:54: Dort sind eher die Häftigen abgestürzt.
00:13:57: Das hast du bald gemacht.
00:13:58: Du wolltest ja unbedingt aus dem Tal.
00:14:00: Wir wollen unbedingt in den Engadin.
00:14:02: Du wolltest unbedingt weg.
00:14:05: Auch wegen dem Engen.
00:14:07: Dass ich das richtig verstanden habe.
00:14:10: Ja.
00:14:10: Einer hat mir gesagt, die Mengadin ist schön zum Aufwachsen und zum Sterben.
00:14:15: Aber ihr Leben muss schon anders.
00:14:17: Das nahm ich mir zu Herzen.
00:14:19: Ich habe einfach von klein auf gewusst, ich will weg.
00:14:23: Ich bin auch, ich sage jetzt mal, ein halbes Berner, weil ich mich auch mit Bernerin ist.
00:14:27: Darum bin ich nicht voll blutend.
00:14:29: Darum habe ich immer so ein bisschen auch die Weite gehabt oder aus dem Tal raus.
00:14:34: Aber ich wusste ja, ich will aus dem engen Ausbrechen, aus dem Teil auch eingeschränkten Ausbrechen.
00:14:42: Ich habe noch etwas anderes gesehen, mein Horizont erweitern.
00:14:44: Und dann ist klar, dass ich mit den Zwanzigungen weg gehe, sobald ich die Natur habe.
00:14:48: Ist das mein Ticket quasi in die Freiheit?
00:14:51: Statt Zürich?
00:14:52: Oder war es?
00:14:52: Und dann war es so, wo ist der Gegenpol?
00:14:57: Zum Familiärenengadin?
00:14:59: Was ist das Anonymsche?
00:15:00: Was ist das Grösste?
00:15:01: Zürich?
00:15:01: Okay, dann gehe ich dort
00:15:02: hin.
00:15:03: Ein recht kulturschock.
00:15:08: Ich möchte schnell etwas erzählen, wie es bei dir weitergegangen ist.
00:15:11: Du hast die Natur noch gemacht.
00:15:14: Du bist dann auf Zürich.
00:15:15: Hast du eine Wirtschaft studiert?
00:15:17: Ach, das ist es irgendwie nicht.
00:15:20: Hast du ein Studium abgebrochen, eine Marketingausbildung angefangen?
00:15:24: Hast du einen Marketingleiter gemacht?
00:15:25: Also hast du dich mega aufgearbeitet, vom Praktikan.
00:15:28: Also leistig, leistig.
00:15:30: Das kannst du, das hast du gebracht.
00:15:33: Und hast du einen Karriereleiter aufgestiegen?
00:15:36: Und hast du nebenan nochmal vier Jahre Studium gemacht, nochmal Wirtschaft studiert, das durchzogen und ... Du hast mir im Vorgespräch gesagt, Leistung hätt ich wie aus dem Loch dieser Party von diesem Sinn rausgeholt.
00:15:51: Mhm.
00:15:53: Ich kann vielleicht nur noch kurz wie eine Szene reinzugehen.
00:15:58: Ich bin dort wirklich recht häufig, um viel abgestürzt mit Drogen und Alkohol.
00:16:03: Und dann habe ich einmal ... Also, ich habe gemerkt, es tut mir nicht gut.
00:16:08: Ich wusste, das führt auch nicht hin, aber ich hatte keine Alternative.
00:16:12: Mhm.
00:16:13: Und dann habe ich einmal einen Horrortrieb erlebt, der nicht schön war, wo ich auch gewusst habe, okay, jetzt irgendjemand will mir zeigen, Junge, wenn du so weitermachst, dann wirst du es nicht überleben.
00:16:31: Und das war für mich wie so ein Ja-No-Bremse, zu merken, hey, okay, das kann ich nicht mehr, das will ich auch nicht mehr.
00:16:39: Okay, aber was mache ich sonst?
00:16:41: Und ich habe nichts anderes gekannt als Leistung.
00:16:44: Irgendwie muss ich es mit dieser Leistung probieren, mich auszuholen dort.
00:16:49: Darum war mein Ticket dort wieder aus.
00:16:53: Es war über Leistung, über das Schaffen und auch über das Studium, weil ich wusste, ich möchte oder muss noch etwas machen.
00:17:02: Und habe dann gleich noch mal litschaftsstudiert, obwohl ich es früher abbrochen habe, aber ich habe es nachher an der Fachhochschule gemacht.
00:17:08: Das war vom Setting her für mich viel besser.
00:17:10: Es hat viel besser gepasst als die Uni, als Beispiel.
00:17:14: Und dann habe ich es einfach durchgezogen.
00:17:16: Aber
00:17:17: es war streng für den Körper?
00:17:19: Ja, es
00:17:19: war sehr streng.
00:17:21: So vier Jahre neben dem Hundert oder fast zum Teil hundertvierzig Prozent Pens, um auch noch ein Studium zu machen.
00:17:28: Ja, würde ich heute anders machen.
00:17:31: Aber es war zu dieser Zeit so.
00:17:33: Ein weiterer Lichtblick in deinem Leben ist deine Frau, die du mit der Risiko kennengelernt hast.
00:17:40: Und so wie du mir das per Sprachnachricht darauf geschwätzt hast, war das eine besondere Begegnung und eine besondere Person in deinem Leben.
00:17:49: Ja, das ist ... Ja, auch in einer Zeit, in der ich fast die Hoffnung aufgegeben habe, an Beziehungen, an Familien, die ich wirklich nicht gewusst habe, ob ich vielleicht nicht geeignet bin für Beziehungen oder ob ich wirklich ... Ja, das Leben mit mir hat etwas anderes vor, als jetzt irgendwann Vater zu werden.
00:18:07: Wieso ich nur so schnelle Bekanntschaften habe?
00:18:09: Ja.
00:18:09: Sehr kurze Beziehungen habe ich ernst, oder sobald ein bisschen ernster geworden ist, habe ich mich aus dem Staub gemacht.
00:18:17: Ja, weil ich irgendwie nicht wollte binden.
00:18:22: Und Fabien, meine Frau, ist dann, wenn ich richtig gekommen bin, ja, in mein Leben gekommen.
00:18:26: Genau dann.
00:18:27: Und ja, hat mir gezeigt, dass es doch noch Hoffnung gibt.
00:18:33: Auch für mich.
00:18:34: Und weil sie auch ja mein gesehen und Geduld gehabt hat, zum wirklich den Kern durch die harte Schale zu sehen oder wollen kennenlernen, habe ich mich immer mehr geöffnet.
00:18:51: Und relativ schnell, ich glaube, nach dem zweiten Date habe ich meinen besten Freund gesagt, ich glaube, die werde ich heiraten.
00:18:58: Du willst nicht abhauen?
00:18:59: Nein.
00:19:00: Nein, bei ihr nicht mehr.
00:19:02: Und das hat natürlich vieles verändert, weil durch sie kann ich mich noch einmal komplett in einem ebenen Überkommen leben, dass ich mich ja angefühlt habe, ein Stück weit auch, dass ich diese Liebe erfahre und kennenlernen darf, die ich mir lange gesehen habe.
00:19:19: Und bei ihr war das wirklich plötzlich da und aufpoppt und sehr einfach, sehr natürlich alles.
00:19:25: Es hat einfach alles so gemischt.
00:19:27: Und ja, und sie hat mich dort auch sicher ... ein Stück weit gerettet, um wirklich noch ein neues Leben zu starten und aufzudrücken.
00:19:40: Ich habe auch Familie gegründet.
00:19:41: Du hast dein erster Kind bekommen.
00:19:43: Du hast vorhin schon gesagt, Elia.
00:19:45: Aber es ist ein reines Hammerschlag gekommen.
00:19:48: Nach der Geburt von ihm bekamst du eine krasse Diagnose.
00:19:53: Das
00:19:54: war noch krasse, es war im Jahr die Jahrzehnte, also elf Jahre her.
00:19:59: Das erste Mal Vater und reise.
00:20:01: Emotionen sind absolut zu hoch, endlich mal so etwas zu erleben.
00:20:05: Und das war ich in diesem Leben auch zu sehen und die Verantwortung zu übernehmen.
00:20:10: Und drei Monate später heisst es, du hast multiple Sklerose.
00:20:14: Unheilbar.
00:20:15: Und dann stehst du dort und findest, das kann es ja wenig sein.
00:20:19: Jetzt fängt mein Leben erst an und irgendwie hört es gerade wieder auf.
00:20:22: Weil ich habe mich im ersten Mal gerade schon im Rollstuhl gesehen oder gefunden, mein Leben ist vorbei.
00:20:27: Vielleicht für jemanden, der das nicht kennt, können Sie die kranken ganz kurz beschreiben?
00:20:31: Es ist einfach in diesem Sinne eine Krankheit, die das Nervensystem belastet, beziehungsweise das Nervensystem, das wiederum sein Mundsystem belastet oder schwächt.
00:20:42: Das ist wie eine Fähelfunktion des Körpers, die eine Auswirkung hat auf die Mobilität des Körpers, das zum Teil eingeschränkt ist in der Bewegung.
00:20:55: Das kann so weit führen.
00:20:57: dass man zum Teil vielleicht nichts laufen kann.
00:21:00: Oder je nachdem, wo es ist, im Hirn oder in der Wirbelsäule, kann es auch auf Zicht oder auf kognitive Fähigkeiten Einschränkungen haben.
00:21:11: Also, ein Krankheit, wo man dann denkt, was hier alles ein Riesenhammer schlagen könnte, oder man weiss nicht, wie zukünftig es ist.
00:21:20: Was macht das mit
00:21:21: einem?
00:21:22: Zuerst nimmt es einfach mal ... Der Boden unter den Füßen weg.
00:21:26: Und du bist einfach mal kurz im freien Fall und weisst nicht, wie es weitergeht.
00:21:31: Was heisst das jetzt für mich?
00:21:32: Was heisst das nicht nur für mich, sondern für meine Familie?
00:21:36: Wo ich auch verantwortlich will sein, aber vielleicht nicht mehr kann.
00:21:40: Und das macht viel, aber spannenderweise hat es gar nicht so lange gedauert, bis ich einfach wieder neue Hoffnungen geschöpft habe.
00:21:49: Und ... Ja, wo ich gemerkt habe, es gibt Möglichkeiten, weil es gibt auch Beispiele, die Menschen auf Sonnenkranken nicht nur gelernt haben, damit umzugehen, sondern die sogar zu überwinden.
00:22:02: Und wieder gesund gewesen sind.
00:22:03: Und das ist etwas, was sich in mir so stark einprägt, dass ich nach zwei Monaten nach dieser Diagnose eine neue Hoffnung gefasst habe, dass ich für mich so sehr daran geglaubt habe, dass das möglich ist.
00:22:16: Weil ich mir gesagt habe, wenn es diese Beispiele gibt, Dann vergleiche ich mich mit diesen.
00:22:21: Spannend.
00:22:22: Du hast quasi ... Manchmal geht man doch so auf das Negative.
00:22:25: Ich kenne das mega von mir, dass ich denke, es gibt so oft Schlimmes.
00:22:29: Aber du hast einen vollen Fokus auf diese vielleicht auch weniger Beispiele, oder was?
00:22:34: Ja.
00:22:35: Also recht mental stark.
00:22:37: Ja.
00:22:38: Und es hat vielleicht auch mit einem Buch damit zu tun, den ich gelesen habe, für mich verstanden habe, dass Stress einen wesentlichen Einfluss haben kann.
00:22:47: auf generell alle Krankheiten.
00:22:51: Das war für mich klar, wenn ich mein Leben angeguckt habe bis dort an.
00:22:53: Stress war ein zentrales Thema bei mir.
00:22:57: Es gab sehr viel Stress, sehr viel Druck, sehr viel Leistung und auch die Doppelbelastung für das Studium.
00:23:03: Das war ein Haar.
00:23:04: Ja, natürlich.
00:23:05: Komisch, dass das nicht irgendwie eine Wirkung hat, oder?
00:23:09: Und das habe ich gewusst, aber dann gibt es auch Möglichkeiten, um damit umzugehen, um das optimieren, um das verbessern.
00:23:15: Das war einmal sein und das andere ist auch ... Ja, einfach zu verstehen, dass es Möglichkeiten gibt.
00:23:23: Dass es eben auch unmöglichen Möglichkeiten gibt.
00:23:26: Weil es diese Beispiele gibt.
00:23:28: Und das ist für mich halt ... Ich war zwar nicht immer optimisch, oder wahrscheinlich weniger.
00:23:34: Heute bin ich eine.
00:23:37: Ja, weil ich wirklich an Möglichkeiten glaube.
00:23:41: Nicht an Schwierigkeiten.
00:23:44: Und das hat sich natürlich auch entwickelt.
00:23:47: Das war auch nicht ein Prozess.
00:23:48: die zwei Jahre dauerte, bis sie wirklich auch über einen glücklichen Zufall, wenn man so will, einen Spezialist gefunden hat, der mich auf diesem Weg unterstützt hat und mir dort noch einmal komplett neue Hoffnung, neue Wege aufgezeigt hat, wie das wirklich möglich ist.
00:24:07: Und es hat ja auch spirituell etwas mit dir gemacht.
00:24:10: Kann man das so sagen?
00:24:10: Es ist ja eine ganze neue Welt für dich aufgegangen, spirituell.
00:24:14: Ja, weil das war für mich schon ein Weckruf.
00:24:17: Also einerseits wusste ich nicht, auch wenn ich jetzt alleine war, weiss ich nicht, wie es rausgekommen wäre.
00:24:22: Dadurch, dass ich Familie hatte und für sie auch hier war, weil ich mich als Vater sehe, als ich mit meinen Kindern spielte.
00:24:29: Und das hat mich auch motiviert, diesen Mut und diese Kraft aufzubringen, den Weg zu gehen.
00:24:35: Ich wusste aber gleichzeitig, irgendetwas ... ... wird mir das sagen.
00:24:41: Das ist nicht einfach ein Zufall, dass es mich auch trifft, sondern ... Um was geht es eigentlich?
00:24:47: Ich habe angefangen mit den grundsätzlichen Fragen des Lebens auseinandersetzen.
00:24:51: Warum bin ich überhaupt da?
00:24:52: Was ist der Sinn?
00:24:54: Um was geht es?
00:24:56: Ich bin über Bücher zuerst immer mehr in einem spirituellen oder spirituellen Umfeld auch drei gekommen.
00:25:04: Ich habe immer stärker mit Befass angefangen, einen Seminar zu gehen.
00:25:07: Ich habe angefangen, beim siebzehnten eine erste Ausbildung zu machen.
00:25:13: In diesem Bereich.
00:25:15: Und so ist es seither zum anderen gekommen.
00:25:18: Dass ich immer mehr eintaucht bin, weil was mich fasziniert hat dort, es gibt mögliche Antworten auf diese Fragen.
00:25:27: Nach dem Sinn.
00:25:28: Genau.
00:25:28: Und es gibt auch Wege für diese Suche, die man vielleicht irgendwann mal das findet.
00:25:37: wo man sucht.
00:25:37: Und das hat mich fasziniert, bloß diese Selbstbestimmung, die dort sehr prägend ist, dass man sagt, hey, du hast alles in der Hand.
00:25:44: Du bist für alles verantwortlich und du kannst dir alles erschaffen, wo du willst.
00:25:50: Und das hat mich recht fasziniert.
00:25:51: Und ja, wie ich schon vorhin gesagt habe, ich bin jemand, der reingeht, der Sachen wenden.
00:25:57: Richtig.
00:25:58: Ja, genau.
00:25:59: Bin ich auch dort.
00:26:00: Voll und ganz rein.
00:26:02: Ich habe mit Ausbildungen angefangen, Bücher, Seminare, Videos, Retreats alles möglichen zu machen.
00:26:12: Die ganze Ladung.
00:26:13: Ich habe dann auch selber angefangen, in diesem zu arbeiten.
00:26:17: Aber weisst du, du hast dann auch wie etwas gespürt, was hast du so erlebt, das du dann auch wirst sagen können, dass ich es sehe?
00:26:25: Es muss ja wie ein Feedback
00:26:26: kommen.
00:26:29: Ja, du hast schon einen Moment, in dem du das Gefühl hast, Jetzt bist du angekommen.
00:26:34: Oder das ist es.
00:26:35: Oder erlebst du wieder etwas, was du ganz viel erlebst.
00:26:38: Übersinnliches auch, was du dir selbst nicht ganz erklären kannst.
00:26:42: Auch emotional.
00:26:43: Erlebst du unglaubliche Höheflüge.
00:26:46: Weil du plötzlich in einem anderen Zustand bist.
00:26:52: So ein bisschen transcendental irgendwo unterwegs bist.
00:26:55: Oder in einer solchen tiefen Meditation, dass die ... Ja.
00:26:59: dass du in Trans bist und plötzlich auch in einer Art Zwischenwelt Sachen wahrnimmst, plus kombiniert mit Leuten, die dir sagen, du bist auserwählt.
00:27:09: Du bist für etwas ganz Bestimmtes hier.
00:27:12: Auf dieser Welt.
00:27:12: Und dann ... Ja, du hast das Gefühl, okay, da ... Ja, da hast du ... Das hat einen Grund.
00:27:19: Vielleicht hast du sogar einen Beruf hier in diesem Moment.
00:27:22: Hast du es immer easy gefunden oder hast du Begegnungen gefunden, wo du gedacht hast, das ist irgendwie etwas strange?
00:27:29: Nein, also immer, also jetzt nicht negativ in diesem Sinn, aber es ist zum Teil schon ein bisschen spooky oder einfach spooky, dass du wie findest, kann das jetzt wirklich sein?
00:27:40: oder vor allem wenn du so, ja, dann angefangen auch die Channelings zu machen zum Beispiel, dass du wirklich geist wässt, kann sich als Kanal für geist wässt agierst und überliefert ist, was dir gesagt wird.
00:27:51: Und meistens ist das immer positiv gewesen, aber es tut sich schon Welt auf, wo du wie findest, hm.
00:27:59: Wie geht das noch?
00:28:01: Und so was führt das noch?
00:28:04: Es ist mehr ... Ich habe ganz viel ausprobiert, Schamanismus oder Energie, Lichtarbeit, Haseelereisen gemacht.
00:28:15: Und Spannenden ist, und das habe ich auch immer mehr gemerkt.
00:28:21: Es geht einher mit einer gewissen Lehre.
00:28:25: Es gibt viel, aber es nimmt auch viel.
00:28:29: Das heisst, du bist auch erschöpft für sie amungs.
00:28:31: Vor allem mental habe ich mich zum Teil recht leer gefunden.
00:28:39: Spannend ist, dann gehörst du auch immer den Ausbildungen, aber Lehre ist gut.
00:28:44: Du musst sie auch lernen, um wieder neu zu füllen.
00:28:46: Darum ist es super, wenn du die Lehre fühlst.
00:28:48: Dann fangst du dir das auch so herzrichten.
00:28:51: Das ist super.
00:28:52: Dann bin ich auf dem richtigen Weg.
00:28:54: Und merkst du, wie diese Zeichen dann nicht, dass es vielleicht doch nicht so ... oder dass es dir vielleicht nicht so gut tut, weil dir auch viel Energie gezogen wird.
00:29:04: Wie hat das deine Frau erlebt?
00:29:05: Sie sind ja zehn Jahre, wo du voll investiert hast.
00:29:10: Ich muss sagen, du hast Ausbildungen gemacht.
00:29:11: Das ist dein Standbein geworden.
00:29:13: Das war dein Beruf.
00:29:15: Du hast ganz viele Leute auch angeleitet, oder?
00:29:18: Ja.
00:29:19: Ich habe wirklich eine Selbstständigkeit aus dem Ausland selbstständig gemacht.
00:29:23: Ich habe ... Ja, mit den Leuten zusammengearbeitet.
00:29:26: Ich habe selber Retreats gemacht, selber Seminar gegeben, selber auch Ausbildungen gemacht, andere Ausbilden in diesem.
00:29:32: Und Fabien ist grundsätzlich offen, also meistens bei allem, aber auch skeptisch.
00:29:41: Und das ist super.
00:29:43: Und für mich, die voll reingeht.
00:29:45: Und sie schaut immer beobachten und dann gewisse Sachen macht sie mit, wo sie dahinterstehen kann und wo sie sagt, nein, das ... Passt jetzt gar nicht.
00:29:56: Und darum ist sie auch für mich so ein recht guter Kompass.
00:30:00: Aber sie hat sich geöffnet für vieles, hat vieles auch mitgemacht dort.
00:30:04: Wir haben in diesem Bereich beide Sachen gemacht.
00:30:08: Sie ist jetzt einfach nicht so tief drin wie ich.
00:30:10: Sie hat in diesem Sinne nicht Ausbildungen gemacht oder nicht in diesem Geschäft.
00:30:13: Sie hat das mehr für sich gemacht.
00:30:16: Aber wir haben viel uns ausgeduscht darüber.
00:30:19: viel darüber gesprochen.
00:30:20: Und je länger es ging, bis vor zwei Jahren, ist es immer skeptischer geworden.
00:30:27: Bloß hat es dazu geführt, dass wir uns als Familie fast verloren haben.
00:30:33: Also nicht nur in mich, sondern dass ich so weit gegangen bin, mit meiner Selbstfrügelung, dass ich fast alles aufgehalten
00:30:44: habe.
00:30:44: Auch die Familie.
00:30:45: Genau.
00:30:47: Ich habe nicht gewusst, wer ich bin, was ich will, was das alles soll und wieso.
00:30:54: nach dem Motto, ich muss mich zuerst komplett lernen und meine Lösung von allem, wie loslassen, ist so ein grosses Konzept in der Spiritualität, alles loslassen, jede Abhängigkeit, dass ich bei so weit gegangen bin, dass ich dir zu meiner Familie aufgehätte.
00:31:09: Krass.
00:31:11: Ja, das ist wirklich krass, jetzt nach hinein.
00:31:14: Unverständlich.
00:31:15: Und doch, wenn du drin bist, merkst du es nicht.
00:31:19: Und es ist so weit gegangen, dass ich sogar auszogen bin von Hause.
00:31:25: Weil die Pfambien dort, wie im Schluss, einfach Grenzen aufzeigt haben und sagen, ich brauche einen Mann, der hier ist.
00:31:33: Und nicht, der irgendwelche Sphäre da umgeistert und nicht weiss, was er will oder wer er ist.
00:31:40: Und dann bin ich...
00:31:41: Das ist ja verrückt, weil du vorhin gesagt hast, wie viel dir die Familie bedeutet und verantwortet übernimmt.
00:31:46: Und das sind für deine Familien und Kinder.
00:31:49: Das ist crazy.
00:31:50: Und das ist wirklich auch im Nachhinein, um das aus der Distanz zu beobachten.
00:31:54: Ich bin wirklich... Ja, es war so ein Trip.
00:31:57: Es war wirklich ein Ego-Trip, obwohl es sich nicht so anfühlt.
00:32:02: Aber es ist wirklich ein Ego-Trip, das nur um dich geht.
00:32:05: Nur um deine eigenen... Ja, und deine eigene Selbstverrückung.
00:32:10: Und wenn ich dann ausgezogen bin ... Wir haben es gewusst, wir machen es mal auf Zeit.
00:32:15: Aber das ging relativ schnell.
00:32:17: Nach zwei, drei Wochen hat sich so vieles geklärt.
00:32:21: Wie wieder zu mir gekommen und habe gemerkt, wow, was mache ich da?
00:32:26: Ich gebe das wertvollste auf, was ich habe.
00:32:29: Für das, was ich eigentlich mit unterleben, meine Familie, gebe ich einfach so.
00:32:33: Das kann ich ja nicht ziehen.
00:32:35: Und dort habe ich ... Ja, das hat sehr viel Klärung gebraucht.
00:32:38: Und dort bin ich sehr schnell zu Sinnen wiedergekommen, so zu sagen.
00:32:42: Und so haben wir wieder den Weg gefunden, dass ich mich wieder bei Sinnen, auf das, was wichtig ist, auf das, was ich will, auf das, was ich brauche.
00:32:54: Und so haben wir ... Es ist nicht ein Neustart in diesem Sinn, aber es ist ein zweiter Start.
00:33:02: So ein bisschen als Familie.
00:33:04: Vorher hast du gesagt ... bis vor zwei Jahren.
00:33:07: Vor zwei Jahren ist schon etwas passiert, das sehr entscheidend war.
00:33:10: Ja.
00:33:11: Vor zwei Jahren, in dieser Lehre, in der ich nicht mehr wusste ... War das
00:33:16: über Gleichzeit?
00:33:17: Das
00:33:17: war ein bisschen nachher.
00:33:19: Aber die Lehre war gleich noch da, weil ich gemerkt habe, das, was ich mache, erfüllt mich nicht.
00:33:25: Das ist nicht unbedingt das, was ich will, auch finanziell.
00:33:28: Es war nicht so, dass ich sagen kann, ich kann jetzt locker leben.
00:33:32: Und dann wusste ich, ja ... um was es eigentlich geht.
00:33:35: Und dann kam ein Film in mein Leben über Jesus, zum Glauben.
00:33:42: Der Film heisst der Fall Jesus, wo mich Rechten geflasht hat.
00:33:48: Ich merkte, da gibt es noch mal etwas anderes, das ich als Kind einmal hatte.
00:33:54: Und so hat sich wieder ein Kreis geschlossen.
00:33:56: Suss jahrzehntelang, wie er aussen vorgelassen
00:33:59: hat.
00:33:59: Also du bist einfach in Kieler früher, oder?
00:34:01: Ja,
00:34:01: so klasse.
00:34:01: Ich bin reformiert, aufgewachsen, wir sind ab und zu in Kieler, aber ich hatte keine Beziehung dazu.
00:34:08: Und ich war nach der Konfirmation für mich klar, dass das war es.
00:34:11: Mit dem will ich nichts mehr zu tun haben.
00:34:13: Und erst so ist wieder das Thema Glauben, Bibel, Jesus in mein Leben gekommen und gemerkt, oh wow, okay, da ist noch etwas.
00:34:21: die ich glaube, sollte mal genauer anschauen.
00:34:24: Warum?
00:34:25: Was ist nicht im Film vorgekommen?
00:34:27: Ja, weil ich dort das erste Mal verstanden habe, dass das, was in der Bibel steht, vielleicht doch nicht einfach nur ein Merle ist.
00:34:35: Oder doch nicht nur irgendwie manipuliert oder falsch übersetzt, oder was ich vielfach halt glaubt habe.
00:34:42: Oder was aus der Spiritualität vielfach halt so dargestellt wird.
00:34:46: Äh, plus dass Jesus irgendwie eine Rolle spielt für mich.
00:34:51: Für mich persönlich, für mein Leben.
00:34:53: Und nicht einfach irgendeine Figur aus der Geschichte, die halt wie andere auch irgendeine Rolle gespielt hat.
00:35:00: Und wieso?
00:35:01: immer war es für mich klar, jetzt lese ich die Bibel.
00:35:02: Das fange ich einfach mal an.
00:35:06: Und mit dem Lesen habe ich plötzlich gemerkt, wow, da sind alle Antworten drin.
00:35:11: Auf alle Fragen, die ich seit Jahren habe.
00:35:15: Einfach mit Lesen?
00:35:16: Obwohl sie
00:35:17: recht noch komplex ist.
00:35:18: Ja.
00:35:19: Aber ich habe auch dort ... aus guter Führung mit dem neuen Testament angefangen.
00:35:26: Wenn man das Verständnis noch nicht hat, einfacher auch zu verstehen ist.
00:35:32: Obwohl ich nicht alles verstanden habe, aber ich habe gewisse Sachen draussen, wie man so aufleuchtet.
00:35:38: Und ich habe dort natürlich Gespräche gesucht mit Leuten, die schon im Glauben sind oder weiter sind.
00:35:44: Ich habe natürlich auch angefangen, dort vieles ... Parallel zu lesen, auch Videos zu schauen.
00:35:49: Spannenderweise auch von Leuten, die aus der Spiritualität zum Glauben gefunden haben.
00:35:54: Ich habe auch einen Freund von mir, der auch diesen Weg gegangen ist, ein bisschen vor mir.
00:35:58: Er nahm mich ein bisschen an die Hand.
00:36:01: Und so war das wie ein flüssender Prozess.
00:36:04: Ich habe immer mehr eingedacht und habe gemerkt, wow, ich suche es so lange und suche im falschen Ort.
00:36:12: Dabei war es von klein auf vor meiner Nase.
00:36:16: Hey, und das braucht doch auch noch Mut.
00:36:17: Weisst du, das war deine Welt.
00:36:20: Du hast in diesem gearbeitet.
00:36:22: Das war wie ein Fix.
00:36:26: Das macht für dich Sinn, und dann gleich den Mut zu einer Bibel in die Hand zu nehmen.
00:36:31: Aber war das so klar oder so überzeugend?
00:36:36: Für mich war es klar.
00:36:38: Der Weg in die Bibel in die Hand ist nicht viel Überzeugung gebraucht.
00:36:42: Aber dann sagen alle anderen, hör auf.
00:36:47: Das lasse ich nicht einfach sein.
00:36:49: Das hat mich gebraucht.
00:36:51: Weil meine ganze Existenz auf den Aufbau hatte.
00:36:56: Und ich habe am Anfang noch versucht, das parallel zu machen.
00:37:01: Und dann habe ich relativ schnell gemerkt, dass es für mich nicht geht.
00:37:05: Warum nicht?
00:37:08: Weil du redest dann wie von zwei verschiedenen Sachen.
00:37:13: Vielleicht kann man sie so vergleichen.
00:37:16: Stell dir vor, ich habe jetzt zehn Jahre lang Coca-Cola getrunken.
00:37:20: Und ich bin überzeugt von dem.
00:37:21: Das ist das Beste, was ich habe.
00:37:23: Und da geht es mir jetzt nicht um einen Brand oder so.
00:37:26: Wir können generell ein süßes Getränk nehmen, das sehr viel Zucker drin hat.
00:37:30: Und es war für mich, dass es das ist.
00:37:32: Und irgendwann komme ich zur Überzeugung, okay, glaube ich, Tee oder Wasser ist gescheitert.
00:37:41: Das tut mir viel besser.
00:37:43: Das ist eigentlich das.
00:37:44: Das ist für meinen Körper besser, das tut mir besser und das ist auch gesünder.
00:37:49: Und jetzt zeige ich, aber hey, ich spiele Carole.
00:37:53: Ich mache ja beides.
00:37:56: Und ich kann beides aus Überzeugung vertreten.
00:38:00: D.h.
00:38:00: Wasser ist das Beste und Coca-Cola ist das Beste.
00:38:04: Das geht wie nicht zusammen.
00:38:05: Ich sage nicht, dass ich grundsätzlich nicht beides kann, aber das wurde für mich so klar, wenn ich von Wahrheit trete, um mir darum zu gehen, Sachen weiterzugehen, die nicht nur ... für mich persönlich richtig sind, sondern die irgendetwas als Fundament haben.
00:38:27: Und ich habe gemerkt, dass was ich praktiziert habe aus der Spitalität, das hat gar kein Fundament und das ist einfach meine persönliche Erfahrung und Überzeugung.
00:38:36: Versus der Glauben, die ich als klares Fundament habe, die nicht mein eigenes ist.
00:38:42: Und ich habe zum Teil noch vieles nicht verstanden oder vielleicht auch mit vielem nicht einverstanden bin, aber zumindest kann ich das auf etwas bauen.
00:38:51: Hast du dann auch erlebt, wie sich dein Leben verändert?
00:38:54: Oder wie sich Sachen, die dich geplagert haben, veränderten?
00:39:00: Ja, definitiv.
00:39:02: Vor allem das Erste, was das Eindrücklichste war, ist, meine Suche hat blitzartig aufgehört.
00:39:11: Ich habe gemerkt, ich musste nicht mehr suchen.
00:39:14: Ich habe es gefunden.
00:39:16: Und ich hatte zwischendurch immer wieder so einen Moment in meinem Leben.
00:39:21: Aber die sind nie lange geblieben.
00:39:23: Ich fand auch die Spiritualität einen Moment, an dem ich dachte, jetzt habe ich es gefunden.
00:39:26: Sie haben eine Ausbildung oder eine Retreat.
00:39:29: Das war es.
00:39:30: Das hat vielleicht mal einen Monat angehebt, wenn es gut war, und dann bin ich wieder taucht, emotional.
00:39:35: Und dann habe ich wieder das nächste gebraucht.
00:39:38: Und da war es so klar, nein, die Suche ist vorbei.
00:39:43: Das ist es, nachdem habe ich gesucht.
00:39:45: Und das hat automatisch den ganzen Druck von mir weggenommen.
00:39:49: die ich permanent hatte, weil ich das Gefühl hatte, ich muss und das nächste und weiter.
00:39:54: Und dann muss ich noch mein Leben mit dem finanzieren.
00:39:57: Das hat so viel Druck ausgelöst und der Druck war weg.
00:40:01: Weil ich in diesem Moment gemerkt habe, ich muss gar nichts, also ich muss nichts beweisen.
00:40:06: Niemand mit dem.
00:40:07: Ich muss in diesem Sinne auch nichts leisten.
00:40:09: Ja, das war früher, oder?
00:40:11: Ja,
00:40:11: genau.
00:40:11: Also mein ganzes Leben hat ich auf dem auch aufgebaut.
00:40:14: Ich sage nicht, dass Leistung per se nicht gut ist.
00:40:17: Aber ... Die Frage ist, was ist die Motivation der Leistung?
00:40:21: Wenn ich immer etwas erwarten darf, dann löst das Druck aus.
00:40:26: Aber wenn ich sage, ich mache es, weil ich es gerne mache, weil ich es will machen, weil ich vorwärts komme, okay.
00:40:32: Aber von diesem habe ich mich schon lange verabschiedet.
00:40:33: Mir ging es nur darum, mit dem Sex auch, das Hamster-Rädle irgendwie am Laufen zu halten.
00:40:41: Und das war weg, der Druck war weg.
00:40:45: Ja, und es hat einfach so einen Frieden eingeheert.
00:40:51: Das habe ich noch nie erlebt.
00:40:53: Das hat sich angefangen zu auswirken.
00:40:56: Auch auf Beziehungen, vor allem zu meiner Frau, zu meinen Kindern.
00:40:59: Obwohl ich abfahre, habe ich am Anfang gesagt, okay.
00:41:01: Habe
00:41:02: ich auch eine Frage?
00:41:03: Gebt
00:41:03: mir eine Pause.
00:41:04: Nicht wieder etwas Neues.
00:41:05: Genau.
00:41:06: Jetzt hast du so viele Mal gesagt, das ist es.
00:41:09: Jetzt.
00:41:10: Und sie hat gesagt, mach du.
00:41:13: Ich schaue jetzt einfach mal zu.
00:41:14: Und das hat sie gemacht.
00:41:17: Und ich habe auch wirklich sie wieder forciert, noch weil ich eine Überzeugung habe, einfach zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen,
00:41:50: zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu erzählen, zu.
00:41:55: Jetzt verstehe ich es.
00:41:55: Und im Glauben an Jesus geht es ja darum, dass man selber, wie er nicht der ist, also nicht der Chef, sage ich jetzt mal.
00:41:59: Also mir tut ja quasi wie Jesus oder den Vater Gott aufgelupfen.
00:42:04: Er sagt, du bist der, der darf bestimmen.
00:42:06: Hätte ich das nicht irgendwie
00:42:07: gestresst?
00:42:08: Am Gegenteil.
00:42:09: Echt?
00:42:10: Ich war so dankbar, dass ich es endlich nicht alleine muss.
00:42:14: Weil das war auch mit dieser Druck.
00:42:16: In der Spiritualität, im New Age heißt es ja, du bist der Schöpfer von deinem Leben.
00:42:21: Das heisst, alles, was du erlebst, und was deine Realität ist, das erschaffst du.
00:42:28: Das heisst, wenn es dir schlecht geht, bist du verantwortlich.
00:42:30: Wenn es dir gut geht, bist auch du verantwortlich.
00:42:32: Das bist immer du.
00:42:34: Und das ist gut, wenn es gut läuft.
00:42:36: Aber wenn es schlecht läuft und du permanent hinterfragen musst, ja, wieso schaff ich es nicht?
00:42:40: Wieso geht etwas nicht?
00:42:43: Das macht mich kaputt, auf lange Sicht.
00:42:46: Und endlich lerne ich mal hier meinen Schöpfer kennen und sage, ich darf abgeben.
00:42:53: Ich muss nicht alleine.
00:42:56: Ich kann das abgeben.
00:42:57: Und sogar noch besser, weil ich habe ja keine Ahnung, was mein Plan ist, wieso ich überhaupt auf dieser Welt bin, wieso ich probiere, irgendwie ganz verzweifelt herauszufinden.
00:43:10: Ich kann das abgeben.
00:43:11: Das war für mich wirklich eine Erlösung.
00:43:13: Ich
00:43:14: habe noch so viele Fragen, aber mich nicht zu wundern.
00:43:17: Wie geht es dir heute?
00:43:18: Wie lebst du heute in den Alltag?
00:43:23: Völlig unspektakulär.
00:43:24: Wenn ich so vergleichen mit all dem, was ich erlebt habe in meinem Leben, sage ich, heute ist es völlig unspektakulär, aber wunderschön.
00:43:34: Ich bin sehr glücklich.
00:43:35: Ich habe eine wunderbare Familie, die für mich sehr wichtig ist.
00:43:40: Ich habe den Glauben in meinem Leben.
00:43:43: Ich habe Jesus an meiner Seite.
00:43:45: Ich habe alles, was ich brauche, um wirklich im Leben zu sein und auch mit noch viel mehr Zuversicht und Hoffnung und Optimismus das Leben zu bestreiten.
00:43:58: Ich bin gesund.
00:44:00: Also Emmys ist kein
00:44:03: Thema mehr.
00:44:04: Es
00:44:05: gibt es eigentlich fast nicht.
00:44:06: Das ist
00:44:06: ja unheimlich.
00:44:07: Also es gibt es eben schon.
00:44:08: Man hört und liest einfach nicht so viele davon.
00:44:11: Aber wenn man recherchiert, und das habe ich damals gemacht, findet man doch relativ viele Beispiele von sogenannten Wunderheiligen.
00:44:18: Obwohl, Heilig per se ist ja nie medizinisch festgelegt, aber von Menschen, die beschreiben, dass sie einfach gesund sind, dass sie es nicht mehr haben.
00:44:27: Und das war auch spannend, diese Erkenntnisse letztes Jahr zu haben, oder dass ich verstanden habe, was diesen Weg ermöglicht hat.
00:44:33: Das war wirklich mein Glauben.
00:44:36: noch lange bevor Gott den Rollen gespielt hat in meinem Leben, von mir aus.
00:44:39: Aber ich verstand mein Glauben, hat es ausgemacht, dass ich so fest daran geglaubt habe, gesund zu sein.
00:44:46: Das hat mich treibt.
00:44:47: Und Gott hat es möglich gemacht.
00:44:50: Aus meiner heutigen Sicht.
00:44:52: Und ich meine, was will ich mehr?
00:44:54: Also das ist für mich, ich brauche kein Beweis mehr.
00:44:56: Ich brauche keine Zeichen in diesem Sinn.
00:44:59: Obwohl ich einen Moment habe und sage, wer schon schön wäre.
00:45:03: Aber ich brauche es in diesem Sinn nicht.
00:45:05: Ja, lieb bis Leben.
00:45:08: Und ich bin einfach dankbar für all das, was ich habe, was ich darf haben, was noch wir kommen, weil ich weiss, es darf noch so viel passieren.
00:45:16: Und ich freue mich auf alles, was es kommt.
00:45:18: Aber in erster Linie bin ich einfach dankbar, dass alles zu erleben darf.
00:45:22: Und klar habe ich einen Moment, in dem ich gefunden habe, ob ich das doch schon vor zwanzig Jahren gewusst oder gesehen habe.
00:45:28: Und gleichzeitig muss ich sagen, ich hätte es auch erst mit achtzehn können.
00:45:31: Also, alles gut.
00:45:32: Ich bin in der Mitte von meinem Leben.
00:45:35: Das klingt so, als wäre alles rosig, aber es gibt es nicht gleiche Hänge.
00:45:39: Oder findest du, ist das wirklich?
00:45:42: Oder halt den Moment, an dem es nicht gut geht?
00:45:46: Wie drangelt es mit Sachen?
00:45:48: Natürlich.
00:45:50: Wäre
00:45:50: komisch, wenn du da bist.
00:45:51: Natürlich.
00:45:52: Wir sind Menschen, ich glaube auch das.
00:45:53: Ich sage es in der Beziehung, in der Familie, im Job oder generell mit Fragen, die ich immer noch habe, die ich auch noch nicht antworte, darauf weiss.
00:46:05: Aber, und das ist für mich das Entscheidende, den Funken, das in mir drin ist, in meinem Herz, oder auch das Sämpfkorn.
00:46:18: Das wächst einfach.
00:46:19: Und das wird nicht kleiner.
00:46:21: Das wird immer stärker, das wird immer grösser und das geht nicht weg.
00:46:25: Darum gibt mir das so eine Zuversicht und so ein Vertrauen in das Ganze, dass ich, auch wenn ich mal zweifle, auch wenn ich mal schlechte Momente habe.
00:46:33: vielleicht auch wieder mal unten durch muss, wieso auch immer, dass sie einfach daran festheben.
00:46:41: Und das im Gegenteil, also nicht loslassen, sondern wirklich noch fester heben.
00:46:47: Und darum weiss ich, ich bin mit dem besten Team unterwegs, das das Universum zu bieten hat.
00:46:53: Also von diesem her, was kann es grösser oder besser geben?
00:46:59: Und du machst eben heute Podcast, wo du ... von deinem Glauben.
00:47:03: Und man muss ja auch sagen, es ist ja heftig.
00:47:05: Vorher hast du Podcast gemacht, wo du von deiner esoterischen, virtuellen New Age-Überzeugung dein Wissen weitergeben hast.
00:47:13: Und jetzt erzählst du von Jesus.
00:47:15: Ich würde so gerne wissen, was die Leute denken von deinem Umfeld.
00:47:18: Oder es hat wahrscheinlich recht viel ausgelöst.
00:47:21: Ja.
00:47:22: Vielleicht noch schnell.
00:47:23: Ja.
00:47:25: Also viel Unverständnis hat es natürlich ausgelöst, weil ... Vielleicht auch dort für die, die mit der Spiritualität nicht so unterwegs sind, oder das spirituelle oder auch New Age, esoterische Sicht wird die Bibel nicht ganz ernst genommen, auch der Glauben wird nicht ernst genommen, weil man das so als etwas altbackeniges, mittelalterliches anschaut.
00:47:44: Und wir sind ja heute weiter, oder?
00:47:46: Wir leben jetzt heute in einem anderen Zeitalter, wo es darum geht, erwacht zu sein, erleuchtet zu sein.
00:47:52: Und der Glauben ist etwas altmodisch.
00:47:56: Und ... Darum, wenn du mit diesem, vor allem mit dem Umfeld, den ich war, konfrontiert wirst, dann kannst du es nicht zuordnen.
00:48:04: Wie so jemand, der so weit war, wie der Winscher zurückmacht.
00:48:09: Darum hatte ich auch schon Gespräche oder Reaktionen, die es einfach viel Unverständnis gibt, wo man nicht versteht, wieso.
00:48:20: Und dann gibt es die, die das wissen wollen.
00:48:23: und mich dann fragt und darüber redet und dann das Suppe-Gespräch daraus entsteht.
00:48:28: und dann gibt es andere, die sich einfach abwenden und sagen, jetzt ist er verloren, jetzt ist er vom Weg abgekommen, schaut für ihn, aber eingang weiter.
00:48:37: Und darum erlebst du etwas alles und vielleicht auch dort, um das noch aufzunehmen, wieso ich diesen Podcast mache, weil mir es einfach wichtig ist, einfach darüber zu reden.
00:48:47: Und die, die das nicht wollen hören, die nichts wissen, davon alles gut, aber das ist ja der Vorteil am Podcast, Man kann das ignorieren.
00:48:55: Man kann aufhören lassen.
00:48:56: Aber wenn es irgendwo vielleicht ein Fünkel spannendes drin hat oder etwas interessiert, dann kann man einfach mal zulassen und sich mal mitnehmen lassen.
00:49:07: Gedanklich auf diese Reise.
00:49:09: Man muss auch sagen, du hast wirklich wieder ganz von vorne angefangen.
00:49:12: Du bist heute Jobcoach.
00:49:13: Du hast den ganzen neuen Weg wieder eingeschlagen.
00:49:18: Ja, ich bewundere dich, Duri, was du da gemacht hast, der Mut, den du gehabt hast.
00:49:22: Und ich würde einfach noch gerne meine letzte Frage stellen, die ich jedem Gast in mir stellen möchte.
00:49:27: Duri, was gibt dir Hoffnung?
00:49:31: Jesus.
00:49:33: Habe mich jetzt auch überrascht, wenn da etwas anderes
00:49:35: kommt.
00:49:37: Was auch sonst?
00:49:39: Schon noch anders auch, aber das ist meine erste klare Antwort.
00:49:43: Danke, Duri, vielmals für deine Zeit, dass du hierherkommst.
00:49:45: Das hat mir mega Freude gemacht.
00:49:47: Danke dir, dass du hier sein darfst und meine Geschichte teilen.
00:49:52: Alles Liebe.
00:49:55: Der Duri-Sulser.
00:49:56: Ich habe übrigens erst nach dem Gespräch erfahren von ihm, dass man seinen Namen eben anders ausspricht.
00:50:02: Also nicht Duri, sondern Duri.
00:50:05: Das klingt auch gerade so schön nach Engadin, oder?
00:50:08: Also nichts für Ungut, dass ich diesen Namen nicht ganz so schön ausgesprochen habe.
00:50:12: Der Link zum Podcast von Duri, das tun wir euch gerne in die Show-Notes und über diesen Weg könnt ihr uns auch sehr gerne unterstützen.
00:50:19: Eher auf Medien, die dieser Podcast produziert, ist nämlich ein Spendenwerk.
00:50:22: Und ohne euch und uns finanziellen Beiträgen könnten wir diese Gespräche mit diesen tollen Menschen gar nicht aufnehmen.
00:50:29: Also vielen herzlichen Dank, der Link in unseren Show-Notes.
00:50:33: Ich bin trutsch.
00:50:34: Wieso wie?
00:50:36: Bei uns verzählen Menschen
00:50:38: ihre Geschichte.
00:50:39: Ein Podcast von RF Media Schutz.
00:50:42: Herzlich echt und ungemiert.
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