Bieler Künstler Manuel Dürr malt Kreuzweg für den Vatikan
Shownotes
14 Ölgemälde des Bieler Künstlers Manuel Dürr werden während der Fastenzeit vor Ostern im Petersdom ausgestellt – neben Michelangelo und Bellini. Es ist ein Auftrag, wie es kaum ein Künstler in seinem Leben jemals erlebt. Wie geht Manuel mit dieser Ehre und diesem Druck um? Und wer ist Manuel Dürr als Mensch, nicht nur als Künstler?
Wer sich Gedanken über Kunst und Philosophie macht, kommt in diesem Gespräch auf seine Kosten. Denn Manuel gewährt uns einen Einblick in seine Gedankenwelt und teilt seine prägendsten Erfahrungen: Von Lebkuchen an Weihnachten über einen Diskussionsmarathon am Küchentisch bis zu einem gruseligen Moment der völligen Hoffnungslosigkeit. Er erzählt offen von Ängsten und Selbstzweifeln, aber vor allem von Mut und tragender Hoffnung, die er für seinen Weg vor dem grossen Erfolg brauchte.
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Host: Sarah-Maria Graber
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00:00:00: Wir wissen nicht, was man das vorstellen kann, aber es braucht noch Mut, riesige Leinwände zu kaufen und teure Begemente darauf zu schmieren, monatelang, wenn niemand nachgefragt hat.
00:00:11: Wir wissen aber, wie man das kaufen kann.
00:00:13: Es hat niemanden eingeladen, das zu machen.
00:00:15: Bei mir ist es schon schlecht zu wissen.
00:00:17: Eine Art Existenzangest hat sich schon etwas aufgedacht.
00:00:30: Herzlich,
00:00:31: echt und unscheniert.
00:00:34: Vierzehnte Bilder vom Manuel Dürr werden schon gleich von Touristenströmen und Katoliken bestaunen, im Petersdom-Zerum.
00:00:43: Neben den Wärchen der ganz grossen historischen Maler Michelangelo und Bellini, hat er das internationale Auswahlverfahren vom Fatikan gewonnen, gegen mehr als tausend andere Kunstmalerinnen aus der ganzen Welt.
00:00:57: Was macht so einen Erfolg mit einem Mensch?
00:01:00: Wie ist der Manuel den Auftrag angegangen?
00:01:02: Und wer überhaupt ist der Manuel als Mensch und nicht nur als Künstler?
00:01:07: Wer selbst gerne philosophiert und sich über Kunst Gedanken macht, kommt in diesem Gespräch voll auf seine Kosten.
00:01:14: Ich verpoopte, der Manuel geht nicht einfach tief in seinen Gedanken, sondern auch hoch und weit.
00:01:20: Gleich bleibt er bodenständig, zugänglich und erzählt auch über dunkle, schon fast gruselige Zustände in seinem Kopf, über Ängste und Selbstzweifel, aber vor allem über Mut und Hoffnung.
00:01:33: Mein Name ist Sarah-Maria Graber.
00:01:35: Schön, dass du mit dabei bist.
00:01:38: Es ist recht speziell, in welchem Setting wir das Gespräch aufnehmen.
00:01:44: Wir sind hier in deinem Atelier in Biel.
00:01:47: Ja.
00:01:47: Umgegeben von wieviel?
00:01:49: Bild der zwölf Bilder, vierzehn Bilder,
00:01:52: das entspricht der katholischen Tradition.
00:01:54: Vom Kreuzweg.
00:01:55: Ja.
00:01:56: Wo du gemalt hast für einen Fatikan, für einen Petersdorn.
00:02:00: Ja, genau.
00:02:01: Das hat der Schock von dem hat sich immer noch nicht ganz, ganz abgenutzt.
00:02:04: Obwohl es natürlich schon eine lange Zeit hatte, um das zu überlegen.
00:02:09: Das ist schon etwas der Wahnsinn, oder?
00:02:11: Das ist schon etwas der Wahnsinn.
00:02:12: Das ist eigentlich nicht ganz das bewältige Aufgabe.
00:02:17: Ja, aber jetzt sollte sie ehrlich fertig sein oder mindestens, sagen wir es so, ich habe jetzt nichts mehr ändern daran.
00:02:21: Jetzt wären sie gleich verpackt und transportiert.
00:02:24: Und jetzt müssen sie fertig sein.
00:02:26: Also das sind wirklich Bilder, die im Dom, im Petersdom, in Rom vom Fatikan ausgestellt werden.
00:02:33: Genau.
00:02:34: Vor ein paar Jahren hat man entschieden, dass man jetzt auch in päpstlicher Basile ein Kreuzweg wollte.
00:02:39: Das war bis jetzt nicht der Fall.
00:02:41: Und jetzt haben wir angefangen mit einem Projekt für das Vierhundertjährige Jubiläum von Neussang Peter, das man für den Petersdom auch heute sagen will.
00:02:49: Das heisst aber, dass er nur während der Fastenzeit hangt.
00:02:52: Aber eigentlich jedes Jahr näher.
00:02:55: Also, der gehört näher zumindest hier, sozusagen vom Petersdom, ja.
00:02:59: Und wie bist du zu diesem Auftrag gekommen?
00:03:02: Der Kollege von mir hat das online irgendwo gefunden, dass es das gibt.
00:03:08: Und ich habe noch gedacht,
00:03:10: Also in einer Ausschreibung vom Vatikaner?
00:03:12: Ja, genau, genau.
00:03:13: Und jener Verschender denkt... Also, das lohnt sich vielleicht nicht, sich dort anzumelden.
00:03:18: Aber ich habe mir fast gedacht, wenn er sich schon die Mühe genommen hat in den Sex, hat er mir das präsentiert vorbegeistert und hat gedacht, jener Verschender, zu viel zu haben, ich tue es jetzt ihm zu lieben, melde ich mir das Gleiche an.
00:03:27: Aber was hat man da für eine Chance?
00:03:31: Und da hat sich ein bisschen über tausende Leute gemeldet aus der ganzen Welt, in den Achtzgeländern.
00:03:36: Also noch grosser Beteiligung.
00:03:37: Und ein Monat später... bin ich in die zweite Runde eingeladen worden.
00:03:41: Natürlich auch gefährlich immer so etwas, weil man sich näher Hoffnungen macht.
00:03:44: Aber ja, noch dann habe ich mir nicht realistische Hoffnungen gemacht.
00:03:46: Es hat riesige Leute eingeladen, ein echtes Bild zu malen, also ein echtes Augenmaude und das auf die Rom zu bringen, was näher von einer Jury eine Entscheidung gibt.
00:03:55: Also, wo näher eine Jury in eine Blindverfahren wird, entscheiden, wer es genommen wird.
00:04:01: Ich habe nicht gewusst, dass es eine Blindverfahren gibt.
00:04:03: Sie haben immer noch gedacht, die werden jetzt kaum am reformierten Schweizer den Auftrag geben.
00:04:08: international auf.
00:04:09: Also, ich habe auf keine Art und Weise gedacht, dass das klappen könnte.
00:04:15: Aber ich fand es schönes Wochenende mit der Frau, mit der Anja, mit der Frau in Rom, für das Pilger springen.
00:04:21: Und so, gerade nach Hochzeitstag.
00:04:22: Wir hatten einen Roller, wir fanden es super packli, aber ich habe mir echt nichts dabei gedacht, dass es
00:04:27: ... Und du hast auch schon erfahren, dass sie hier Interessen
00:04:31: zeigen?
00:04:31: Nein, das ist noch mal langgegangen.
00:04:34: Ein paar Monate.
00:04:35: Die Prozesse hat sich extrem verzögert, aber so viel mitgemacht, wie so viel sich beteiligt hat.
00:04:39: Und du hast auch so einen wichtigen Entscheidest, oder?
00:04:41: Ja, genau.
00:04:42: Da
00:04:42: hat man sich Zeit.
00:04:43: Du hast viele Leute mitzureden, wahrscheinlich.
00:04:45: Ja, genau.
00:04:46: Erfahren, dass ich gewonnen habe.
00:04:50: Das war auch noch speziell, wenn man manchmal war.
00:04:51: Wir waren in Venedig.
00:04:54: Also nichts mit dem zu tun.
00:04:56: Einfach in der Familienferie.
00:04:57: Das ist ja so ein bisschen budgetmässig immer.
00:04:59: So ein bisschen Toscana, Veneto, Messig, Ungerwerks.
00:05:03: Und ja, jetzt war das mal in Venedig vor San Marco.
00:05:06: Dann war ich in Kirlin.
00:05:06: Dort wohnt ein wunderschöner Kirlenschmuck bei den Sandinischen.
00:05:10: Und ich weiss noch, weil mir dieser Auftrag dann nicht mehr so direkt im Kopf war.
00:05:15: Natürlich schwebt es so etwas irgendwo in den Hingengedanken.
00:05:18: Hätte es einen Artenkonstantenplatz gehabt.
00:05:21: Das ist auch noch, und dann kommt irgendwann noch die Absage vermutlich so.
00:05:25: Aber er ist in diesem Moment nicht daran gedacht.
00:05:26: Und er hat den Kirlenschmuck angeschaut und denkt, das ist schon eine ganz spezielle Berufung.
00:05:33: Wenn man etwas beitragen kann auf diese Art, dann sind es Jahrhunderten später noch Millionen Touristen, die in ihrer inneren Landschaft machen und mit diesen Formen immer noch prägen.
00:05:51: Und wenn Millionen von Leuten bettet haben über die Jahrhunderten.
00:05:54: Also
00:05:55: Kielerschmuck, wenn du die Bilder, die in der Kielerschmuck... Ja,
00:05:58: das Bilder, genau.
00:05:59: Und noch fast endlich mit Steinen beeindruckt.
00:06:03: viel versatzstück aus Bezanz.
00:06:06: Die Geschichte, wie sie da her kam, ist natürlich ein bisschen unschönig, während der Kreuzzug.
00:06:11: Aber die Leute, die die Kultur zum Teil gemacht haben, haben sie ja nicht mal für die Kille gemacht.
00:06:17: Die haben es einfach gemacht und jetzt haben sie ihre Augen gefunden, durch einen ganz komplizierten Prozess von Geschichten über die Hunderten.
00:06:23: Und jetzt spielen sie ihre Augen, damit wir alle die kulturelle Aufmerksamkeit, die Form von Tourismus, weil ja auch etwas Positives sein können.
00:06:29: Wir haben eine negative Tourismus, aber es ist schon eine Form von... Die Veraufmerksamkeit, die ich finde, kommt durch den richtigen, also ganz oft durch die richtigen Sachen entgegen.
00:06:39: Und jetzt schaue ich aber alle in dieser Beauschmuck an, die Bilder, die Sachen.
00:06:43: Und es ist eine schöne Form von Reichtum.
00:06:46: Auf die Nahrung ist es Reichtum, aber es ist eine öffentliche Reichtum, die allen gehört.
00:06:49: Und ich war nur beeindruckt von diesem Gedanke, dass es wirklich speziell berufig ist.
00:06:54: Ja, der nicht mehr so sehr auf mich angewendet war.
00:06:57: Aber der Gedanke hat mir so einen Nachhalt gehabt.
00:06:59: Ich laufe auf einen Petersplatz, oder Petersplatz, auf einen Markusplatz, San Marco, in Venedig.
00:07:06: Und dann war es ein regnerischer Tag.
00:07:07: Und nur von diesem Moment riecht die Sonne auf, ein bisschen schräg links gegenüber.
00:07:14: Und es hat eine fast religiöse Erfahrung nennen.
00:07:18: Es war ein ganz verdichteter Moment.
00:07:20: Ich kann es gar nicht artikulieren.
00:07:23: Aber ich habe mich gesehen und gefühlt.
00:07:26: Und der Gedanke noch von diesem Kielerschmuck ist noch gerade im Kopf.
00:07:29: Nein, noch ein paar Leute haben noch einen Kisten verbeiträgt, gross.
00:07:33: Also Kunsttransport aussehende Kisten.
00:07:36: Oder einen anderen, der mitscht gekommen ist von der Familie.
00:07:40: Der Schwager hat noch gesagt, ah, so bringen wir die seine Bilder auch um.
00:07:43: Also alles in ihm so ganz, ganz dichter Moment.
00:07:47: Und er ist einfach gleich aufs Telefon gekommen, dass ich gewonnen habe.
00:07:51: Und er ist von diesen Weg, das Jahr so ein wenig im Thema gestanden, von diesem Kühlschweig.
00:07:56: Genau.
00:07:56: Und das Telefon, was hat es ausgelöst bei dir?
00:07:59: Also, ich habe noch relativ lange mit dem Gegengedanken gekämpft, dass es irgendein administrativer Fehler ist.
00:08:05: Weil er ist natürlich völlig gefreut, aber auch natürlich völlig schock und ehrfurcht.
00:08:12: Und ich habe ihn auch fast mehr als Selbstschutz.
00:08:15: Mir so wirklich als ... Also, das war nicht der Primärgrund, aber schon fast schon nur als Selbstschutz habe ich es wirklich als Berufungsmoment ansehen müssen.
00:08:23: Ich bin jetzt berufen worden, das zu machen.
00:08:25: Also wäre die richtige Methode zur Verfügung zu schaffen, weil eigentlich ist die Aufgabe nicht losbar.
00:08:30: Man kann sich nicht bewältigen.
00:08:32: Also du meinst Berufungsmoment von Gott berufen?
00:08:35: Ich
00:08:36: habe es mir so empfunden und ich habe es mir so in Anspruch genommen, dass ich mit meiner Methode, die ich zur Verfügung hatte, etwas auf einer Bühne machen kann, die eigentlich zu gross ist.
00:08:47: Man kann nicht neben Michelangelo... und Bernini und so in diesem Kontext etwas beitragen, das nicht völlig lächerlich ist.
00:08:55: Das heißt, ich brauchte eine Art Mut über meine eigenen, bisherrigen Ambitionen und Horizonten und so herauszuschreiten.
00:09:05: Und für mich wäre es nicht möglich, ohne nicht mindestens ein Mass von zu viel überrufen zu machen.
00:09:13: Das ist ein Riesendruck, oder?
00:09:14: Ja,
00:09:14: genau.
00:09:15: Jetzt musst du... Also, du hast ein Bild von mir gezeigt.
00:09:18: Und jetzt musst du vierzehn wirkliche Bilder produzieren, oder?
00:09:23: Ja, genau.
00:09:25: Ja, und dann habe ich einen Skizzen, zwar besprochen mit Rom, aber die habe ich selber auch noch nie, genau die vierzehn Bilder noch nicht gesehen.
00:09:34: Ich habe zwar regelmäßig Fotos geschickt, aber ich werde erst in der nächsten Woche diese Bilder herunterbringen und dann wäre sie das erste Mal die Echten gesehen.
00:09:42: Das, was ich gesehen habe, hat sehr gefallen, also ist ich sehr positiv.
00:09:47: Aber dieser Erleichterungsmoment von, es ist gemacht, es ist erledigt, der Auftrag ist gut erfüllt.
00:09:55: Hast du den schon oder hast du den noch nicht?
00:09:57: Ich hatte den nicht.
00:09:59: Bei mir ist es immer so, wenn ein Projekt noch alles möglicher könnte werden, dann habe ich sehr, sehr viel Freude und Vision und Hoffnung.
00:10:06: Und dann hat sich das schrittweise kollabiert in eine Realität.
00:10:10: Alle Möglichkeiten brechen zusammen und am Schluss ist es eine... Empirische Realität, so ist sie jetzt geworden.
00:10:16: Und das erlebe ich immer als eine grosse Enttäuschung.
00:10:19: Ich brauche dann wieder ein bisschen Distanz dazu.
00:10:23: Jedenfalls nahe ich es auch ein bisschen aus bewusster Übung bei normalen Venedigungen mit der Anja, um mir das auch etwas zurückzugeben.
00:10:30: Ein bisschen ähnlich wie die Handwerke aus Bezanz, die ihre Steine gemacht haben, ohne zu wissen, wo die am Schluss landen.
00:10:36: Ich habe eigentlich so metaforisch gesprochen, auch meine Steine.
00:10:41: zurückgeben und sagen, wo der Schloss landet, weil ihr auch das spielt.
00:10:44: Das ist jetzt nicht mehr meine Aufgabe.
00:10:46: Was macht
00:10:47: ihr konkret?
00:10:48: Ich habe mich dieses Gedanke meditiert, ein Gebett zu zweit gesprochen und auf ein symbolisches Schlusspunkt gemacht.
00:10:56: Es hat sich irgendwie ausgeweitet auf das ganze nächste Jahr.
00:11:02: Das habe ich jenes gesehen.
00:11:06: Es war wichtig, das Sack zuzubringen.
00:11:14: Ein symbolisches Schlusspunkt zu setzen an das Projekt und zu sagen, jetzt ist es vorbei und ich kann es nicht ändern.
00:11:19: Jetzt muss ich in den Gedanken, ich hätte noch so oder nicht mehr umgehen können.
00:11:23: Das war für mich noch wichtig.
00:11:25: Begrenztheit von dem, was ich endlich machen kann.
00:11:28: Ich habe nur sein Besten gegeben.
00:11:30: Ich habe das gemacht.
00:11:32: Jetzt gebe ich das ab und weiter.
00:11:34: Es ist ein unglaublicher Erfolg für dich als Künstler.
00:11:38: Wir wollen nicht nur das anschauen, sondern auch die Hinge der Bilder zu schauen.
00:11:43: Also dich als Mensch kennenlernen, deine Biografie eindäuchen.
00:11:49: Es ist einfach so ein Erfolg zu sehen und zu denken, wow, es ist als Freude ein Eiergekuchen.
00:11:55: Und wenn man den Hinge sieht, dann sieht man, wo es ist.
00:12:01: Stärke innere Prozesse stecken, das ist bei dir nicht anders.
00:12:04: Wir gehen doch chronologisch vor, wir tauchen ein bisschen ab bei deine Kindheit.
00:12:08: Kannst du uns ein bisschen erzählen, in was für einen familiären Kontext bist du aufgewachsen?
00:12:13: Ich weiss, du hast zwei Brüttchen, du sitzt dort mit älteren Händen bio aufgewachsen.
00:12:20: Wie wirst du deine Kindheit beschreiben?
00:12:23: Wenn ich jetzt eine gute Story erzähle, meine Kindheit, die thematisch schon vorgreift, dann wäre es recht schwierig.
00:12:30: Meine Kindheit hat nur Erinnerungen von Lebkuchen an Weihnachten und schöne Gerichte, die stuben, thematisch zu den Jahreszeiten, coole Kindergeburtstagen, viel Verunder und Dummen.
00:12:41: Ich glaube, ich hatte eine komplett sonnenbeginnende Kindheit ohne irgendeine Form von Schatten, die ich mich daran erinnern könnte.
00:12:48: Ich glaube, ich hatte eine komplett behütende Kindheit.
00:12:51: Zwar schon Mit einem gewissen Realismus verbunden.
00:12:54: Mein Vater ist die Fahrer, meine Eltern haben jetzt jahrelang eine Gemeinde vorgestanden.
00:13:00: Und natürlich konfrontiert er das mit pasturalen Realitäten, mit lebenswaltlichen Realitäten, die natürlich schon konfrontieren mit echten Themen.
00:13:12: Aber ich für mich selber habe emotional meine ganze Kindheit als eine riesige Säge empfunden.
00:13:19: Sieht aber schon, oder?
00:13:20: Also mit einer starken Bezug zu Gott.
00:13:22: Du hast gut gesagt, deine Eltern waren eine Gemeindepfortstange, eine christliche Gemeindschaft.
00:13:27: Also der Glaube war ein wichtiges Thema bei euch daheim.
00:13:30: Der Glaube war ein wichtiges Thema.
00:13:30: Ich glaube auch auf eine Art, kann man sagen, eine Art von Selbstverständlichkeit.
00:13:35: Und gleichzeitig weiss ich auch, dass meine ganze Kindheit auch festberegt ist von meinen Brüdern.
00:13:41: Und besonders der älteren Bruder war ein älterer Grübler.
00:13:45: Ich würde sagen, ich war ein älterer... Ich habe das nicht so stark, als meine Aufgaben empfunden würde, über Gott und Welt allzu viele Gedanken zu machen.
00:13:53: Ich glaube, ich habe sehr intuitiv gelebt.
00:13:56: Und mein Rütsch hat sich, so weit ich mich erinnern kann, eigentlich immer am Kochen-Tisch, schon mit den echt schweren Fragen umgeplagt.
00:14:05: Und hat auch mein Papa, der die Heterologie studiert hat und eine Intellektuelle ist, geplagt mit allen Arten von Fragen.
00:14:14: Und er hat das Gefühl, nicht, dass ich v.a.
00:14:17: zugelassen und gelehrt habe.
00:14:19: Das ist sicher nicht so, wie meine Familie mir beschrieben wird, als jemand, der v.a.
00:14:22: anderen zulässt.
00:14:23: Ich habe mich sehr gerne sehr laut eingebracht.
00:14:26: Aber ich habe das Gefühl, ich habe schon im Wesentlichen gelehrt, eigentlich, bei uns daheim am Tisch.
00:14:31: Und das wäre nicht von mir aus gekommen.
00:14:32: Ich glaube, das verbinde ich fast mit meinem älteren Brötchen und später mit meinem jüngeren Brötchen, der Hotology studiert hat und das ein philosophisches Talent hat.
00:14:44: Ich habe zu viel im Gespräch mit meinen Brütschen und Eltern gelernt und bin in einer Art von Müll und Schuhe, wo man, wenn ich es nicht wusste, dann ist es schmierig.
00:14:58: Also die Stundenlangen und wirklich Stundenlangen Gespräche haben wir gehabt.
00:15:02: Ich erinnere eine Familienferie, in der wir in jemandem der Fälle gemacht haben, vor dem zu morgen ein Thema ansprechen.
00:15:09: Ich weiss nicht genau, was das war, aber ... Er hatte eine provokative These, und er hat nicht aufgehört, dass in allen Facetten, als ganze Familie, als Grossfamilie, also inklusiv schon die Frauen, unsere drei Söhne und ihre Frau auch schon, noch keine Kinder, aber so.
00:15:25: Und dann fiel er von morgens bis mittags zusammen mit McDonalds zum Mittagessen, am Abend zurückkochen, in die Küche, bis am Abend morgens um drei, eigentlich das gleiche Thema.
00:15:35: in tausend Interaktionen durchgespielt.
00:15:38: Sehr kontrovers und sehr lebhaft.
00:15:40: Das ist das Gefühl, das ich hatte.
00:15:42: Ich glaube, es war sehr, sehr eine diskursive Familie.
00:15:47: Also, eine diskutierfreudige Familie.
00:15:50: Ja,
00:15:51: der Theologisch-Diskurs, der Philosophisch-Diskurs.
00:15:54: Und dieses Mami war die, die das Künstler in der Familie dreht.
00:15:58: Er ist selber talentiert, mit Bildern und der Künstler ist Lehrerin.
00:16:05: Hat das früher in dir entdeckt, dass du dir das Talent hast?
00:16:09: Ja, ich glaube, meine Mama hat uns insgesamt gefordert in verschiedenen Bereichen.
00:16:14: Sie ist schon Kindergärtnerin und Lehrerin und hat dadurch natürlich das Talent gehabt.
00:16:20: Wir haben aus der Kinderwüche das Beste raus, und er hat uns alle gefordert.
00:16:24: Aber ich hatte aber nie das Gefühl, dass ich etwas gepostet werde.
00:16:29: Das vielleicht nicht.
00:16:31: Für mich, sie hat mich auf mehreren Stationen immer wieder ermutigt.
00:16:35: für die Schritte, die ich mir de facto gemacht habe.
00:16:38: So eine Grafik oder so eine Kunstfokussierte, die ich mir in Bern gemacht habe, die ich nicht gemacht habe, um es auf die Empferung der Mami oder in Vorentz zu machen, um zu schauen, ob das etwas wäre.
00:16:50: Dann kam der Pulse vor.
00:16:51: Der hat
00:16:51: schon
00:16:52: noch studiert.
00:16:53: Genau.
00:16:54: Ich würde sagen, der entscheidende Welchestellung war immer mit meiner Mami da und hat mitgebracht.
00:17:03: Aber er hat nicht das Gefühl, dass sie mir etwas nicht drückt.
00:17:04: Auf was bist du
00:17:05: für einen Bub gewesen?
00:17:07: Also anhand von was hättest du das gesehen?
00:17:11: Also, wenn ich zeichne, war eigentlich immer das Mittel zum Zweck.
00:17:14: Ja, gerne Geschichten erfunden und Welten erfunden.
00:17:18: Und zeichne ist das Mittel gewesen, wie man die Welten greifbar macht.
00:17:21: Wenn ich besser schreibe, hätte ich vielleicht geschrieben.
00:17:25: Dann hätte ich vielleicht wohl ein Schriftsteller werden.
00:17:27: Aber er hat dann auch nicht so ein Künstler werden.
00:17:29: Also, die Kategorie von Kunst.
00:17:31: Ich war noch gar nicht.
00:17:32: Und bis vor kurzem nicht.
00:17:34: Ich habe immer zu malen, als bestimmte Sprache empfangen, die mir hilft, imaginativ, vorstellungsmäßig, ich weiss, die Welten einzudrücken.
00:17:44: Und die auch öffentlich zu machen.
00:17:45: Das ist schon am Ende daran.
00:17:46: Das ist ja nicht über die private Erfahrung, sondern es ist eher eine vermittelte oder vermittelbare Erfahrung.
00:17:51: Versangenen zu zeigen, sich euch mit einzukaufen, kannst du darüber reden, mit ihnen zu ...
00:17:55: Ja, und das haben wir immer geredet.
00:17:56: Und darum habe ich nicht die Kategorie von, ich mache Kunst.
00:17:59: Gar nicht so.
00:18:00: Kennt, also sogar, an der ich schon effektiv in Bern nachher zeitgrössische Kunst, ja, für das Zeichen, studiert habe, wenn man das so nennen kann, ist die Idee, die mit der Kunstproduktion verbunden ist, dass man etwas Originelles beitragen muss, hat mich gar nicht so attraktiv gedacht, weil ich gar nicht primär etwas Originelles in die Kunst eingebracht habe, was ich ihnen bringen konnte, sondern ich wollte euch noch mal zeichnen, weil ich Freude hatte, also recht primitiv und philosophisch, Freude malen und zeichnen.
00:18:31: Aber du sagst, du bist auch wirklich daheim als Bub.
00:18:34: Kann ich mir dir vorstellen, dass du daheim warst?
00:18:36: Dann bist du aber in deinem Zimmer im Schreibtisch und du hast ihn schon zeichnet und gemalt.
00:18:39: Ich
00:18:40: glaube, das ist ein bisschen so.
00:18:41: Ich kenne eine andere Geschichte, die ich nur zur Überlieferung kenne.
00:18:44: Aber meine Mutter hat mir gerne erzählt, dass es genau wie Alte in dem Zimmer war, relativ klein, in dem wir uns in Amerika geflogen haben.
00:18:53: Scheinbar, das wird mir so erzählt.
00:18:55: Es ist so eine Mütterbildung, die am Werk ist.
00:18:57: Aber scheinbar habe ich die ganzen, was in mir acht Stunden ging, nur mit vier Autos auf dem Tisch gespielt für mich.
00:19:03: Und dann habe ich auch eine Art Autismus-Abklärung dran.
00:19:10: Oder einfach ist es eine gewisse Gabe, sich selbst zu beschäftigen oder eben in eine gewisse Welt zu bewohnen.
00:19:17: Und vielleicht war es so eines der Anzeichen, dass ... Dass die schon hier ist, dass man sich ganz, ganz fest verdieft in irgendwelchen Welten.
00:19:27: Ich glaube, das gehört etwas dazu zum Kunstschaffen.
00:19:31: Ja.
00:19:32: Du hast nachher eben ein Gamer gemacht, das etwas Kunst als Fokus hatte.
00:19:38: Und nachher hast du dich schon recht schnell entschieden, auf Italien zu studieren.
00:19:43: Also, ich dachte, ich mache das mal... Mal ein Jahr in Italien wäre toll.
00:19:48: Und aus diesem Jahr wurde sie nicht rein.
00:19:50: Also ich hatte nicht eine Strategie.
00:19:52: Was ich gedacht habe, ist, ganz viele Leute durch den Künftestag machen sie den ersten Ausbildungsgang und wechseln auch den Job wieder.
00:19:59: In einer Art von Cortle Life Crisis schon fast und tun auch noch mal umschulen und so.
00:20:04: Und ich habe gefangen, ich will meine Crisis, die Jahre gleich anfangen.
00:20:10: Also ein bisschen länger Zeit lassen, für wirklich herauszufügen, was ich will.
00:20:13: Und dafür hoffen, dass ich dort landen kann, wo ich eigentlich wirklich bleiben kann.
00:20:17: Ich dachte, ich mache meine Mit-Life-Crisis gleich am Anfang.
00:20:20: Ja,
00:20:20: das ist effizient.
00:20:21: Genau.
00:20:23: Und dann habe ich ziemlich planlos das angegangen.
00:20:27: Bis ich die Planlosigkeit hatte, habe ich sogar noch weit in die Ehe gezogen.
00:20:31: Also die ersten fünf Jahre von dieser Ehe.
00:20:33: Das heisst, du hast jetzt schon eine Frau lernen können?
00:20:35: Ja, ich
00:20:36: habe mit meiner jetzigen Frau die Beziehung angefangen und bin mehr oder weniger am nächsten Wochenende drei Jahre auf Italien.
00:20:41: Was wie gesagt nicht ganz ideal war.
00:20:46: Also eine Ausefordung war natürlich eine Fernbeziehung.
00:20:48: Gerade mit einer neuen Beziehung, die eine Fernbeziehung ist.
00:20:51: Aber die kommen eine tolle Zeit.
00:20:52: Das heisst jetzt auch, dass Florence, wie nahe die gemeinsame Heimat ist, eine zweite Wahlheimat von mir und meiner Frau.
00:20:58: Also du warst schon etwa zwanzig, auch, wo das war?
00:21:01: Ja, etwa zwanzig, wo ich in Italien bin.
00:21:03: Genau.
00:21:04: Was ist das genau für eine Studium gewesen und wie bist du darauf gekommen, auf die dort herzugekommen?
00:21:10: Es ist auch wieder so etwas, was ich ehrlich fast ändern, anderen zu lieben haben wollen.
00:21:15: Und jemand hat gemerkt, oder hat erwartet, dass es irgendein Mal einen Kurs gegeben hat, dass sie sich so eine Tolle vermittelt.
00:21:23: Und auch mal rein und so.
00:21:25: Das wäre doch etwas für dich, Manuel.
00:21:26: Und ihr dürft euch Samstag weg.
00:21:29: Aber ich dachte ja, nein, wenn die Person so lieber mir denkt, dann mache ich doch den Kurs.
00:21:34: Und dann steht es tatsächlich, dass die später die Gründerin von der Privatschule war, die ich auch in Sorenz war.
00:21:42: Das war ein Malerin.
00:21:44: Genau.
00:21:44: Eine russische.
00:21:46: Sie hat eine Schule aus russisch- und ukrainischen Künstlern aufgebaut.
00:21:50: Sie kamen auch von verschiedenen Schulen.
00:21:52: Dann war es noch anders.
00:21:54: Als jetzt.
00:21:56: Das war noch gar kein Konflikt.
00:21:57: Das hat gut zusammengepasst kulturell.
00:22:01: Aber es war ein lustiges Konzept.
00:22:04: Es war anders als in Bern, wo man lernte, wie man Kunst macht und wie man sich kreativ entfaltet.
00:22:10: Es war wirklich ein Berufslehrer mit russisch- und ukrainisch-sprechenden Lehrern.
00:22:14: Und wieso russisch und ukrainisch?
00:22:16: Es war eine traditionelle russische Mal-Tradition.
00:22:21: Also in Russland und in der Ukraine auch.
00:22:24: In der anderen Seite ist es ein Vorhang.
00:22:28: Dort gibt es die alte europäische Mauschul-Dakademie.
00:22:38: länger noch erhalten.
00:22:39: D.h.
00:22:40: die klassischen ÖU-Mahlschulen, die es in Europa viel gegeben hat, in Westeuropa, gibt es jetzt hier gar nicht mehr richtig.
00:22:49: Also Kunst aus dem Handwerk kann man in Westeuropa nicht mehr unbedingt lernen.
00:22:54: Es gibt noch technische Zeichen, wissenschaftliche Zeichen, z.B.
00:22:59: ÖUMallerei mit Anatomie, Jungerricht und klassischer Komposition.
00:23:04: Das gibt es eigentlich nicht mehr.
00:23:06: als Ausbildung.
00:23:07: Ausserdem wie an die Privatschule in Italien.
00:23:13: Sie hatte die Lehrerinnen die Idee, wenn das Bedürfnis im Westen noch existiert.
00:23:18: Im Osten hat man noch Ressourcen.
00:23:20: Da hat sie einen Brückenkopf von der Methode im Westen
00:23:26: aufgebaut.
00:23:26: Und du bist einer der ersten
00:23:29: Schüler.
00:23:29: Ich habe zum zweiten Jahr noch nicht gehört.
00:23:31: Es war schon ein Jahr vor mir und war sehr informell.
00:23:35: Jetzt gibt es natürlich sogar einen Abschluss an Echten.
00:23:38: Ich habe natürlich nur einen Privatabschluss für eine russische Schule.
00:23:42: Das ist heute nicht mehr so viel wert.
00:23:44: Das ist gar nicht so eine richtig akademische Abschluss, die du dir kannst machen.
00:23:48: Nein, das war heute mit einem brachialen pädagogischen Konzept.
00:23:53: Und es ist wirklich eine fantastische Lehre.
00:23:57: Mit dem von der Lehre bin ich immer noch im Kontakt, dass ich auch gute Freunde geworden bin.
00:24:02: Und dann bist du schon drei Jahre lang?
00:24:04: Also am Anfang hast du aber nicht gedacht, dass du drei Jahre lang da bist.
00:24:06: Du bist echt mal gegangen und hast gesagt, ich gehe mal an sich an die Herren.
00:24:09: Es hat sich entwickelt, dass du drei Jahre lang da bist und das klassische Ölmalen gelehrt hast.
00:24:16: Ja, genau.
00:24:18: Genau.
00:24:18: Ich habe das so ein bisschen Semester für das Semester genommen und habe einfach gedacht, das macht doch Spass, ist doch schön, ist doch einmalig.
00:24:27: Und ja, aber dass es einen Beruf kann sein, nicht so unbedingt denkt.
00:24:32: Zwar gekauft, aber es ist schon so, dass es für diesen Beruf nicht klare Besten gibt, wo man auch darauf starten kann, dass es etwas gibt.
00:24:42: Also sicher brusst es
00:24:43: perspektiv an.
00:24:43: einen Kommentar?
00:24:44: Ja, nicht so viel.
00:24:45: Illustration ist natürlich etwas, das für alle, die illustrieren, ist es sicher sinnvoll, diese Ausbildung zu machen oder so eine ähnliche.
00:24:54: Aber nein, sehr viel Berufswege gibt es vielleicht nicht.
00:24:56: Und du sagst dir wirklich, Angst und Zweifel und grosse Fragen ausgelöst, oder so wie?
00:25:04: Ja, das bäumt mir hier für eine Zukunft.
00:25:06: Ja, ja, genau.
00:25:07: Also mit dem... Also ich sage ja, ich habe immer gemaut aus Freude.
00:25:12: Und ja, im Wesentlichen bin ich aus Italien geblieben, aus Freude, eine Sache, ohne eine klare Strategie zu haben.
00:25:19: Aber es kommt auch schon eine andere Seite im Führen, die überlegt, du musst irgendwas machen, weil es braucht noch, ich weiss nicht, was man das vorstellen kann, aber es braucht noch Mut, riesige Leinwände zu kaufen und... Dürre pigmenten, drauf zu schmieren, monatelang, wenn niemand nachgefragt hat.
00:25:35: Man weiss nicht, ob das sich einfach erholfen kann.
00:25:37: Es hat niemand eingeladen, das zu machen.
00:25:40: Irgendwann ist bei mir schon ein bisschen schlecht gewusst, oder bis dann ist es schlecht gewusst, hat sich Abband und Schutz verrennt.
00:25:47: Da hatte ich natürlich schon die Momente, die ich geführt habe.
00:25:50: Ich bin in der Stadt zwar hinter mir eine Philosophie, dass man die Lehre und Wanderjahre, oder ob ich das Resultat offenig sollte, Aber die gleiche Art von Existenzangest hat sich schon ein bisschen aufgedacht.
00:26:03: Und allgemein hast du recht mit der Angst zu kämpfen gehabt in den Jahren in Florenz?
00:26:08: Kannst du es dir ein bisschen mitnehmen?
00:26:10: Ja, das war spannend.
00:26:11: Mehrere Faktoren haben dazu geführt, dass sich für mich das Lebensgefühl, das Grundlebensgefühl in China geändert hat.
00:26:17: Und dann plötzlich eine Art von Selbstverständlichkeit, die ich nicht mehr gesehen habe.
00:26:22: Also, Selbstverständlichkeit, eigentlich kommt auch alles gut, die Sonne scheint.
00:26:25: Aber wie nachdem jetzt das Leben kuchen?
00:26:27: Also wie nach dem Nachhäufer-Lebhaar gegeben, aber das Gefühl, was damit verbunden ist, von im Wesentlichen ist man hier gut aufgehoben in der Welt.
00:26:35: Das hat sich irgendwie plötzlich verflüchtigt und es gab mehrere Faktoren, die es zu Ende damit zu tun, aber mit der schon angesprochenen, beruflichen Realität, also die riesige Faulentscheidung hier, Verschwendung, Unglaub, viel Zeit, und verbauen wir nach Möglichkeit später.
00:26:50: Bis anders war es, dass sie zuerst einmal im Wesentlichen oder vergleichen wir früher.
00:26:56: dass ich fest in meinem Kopf gewohnt habe, weniger geredet habe, also effektiv untergriffen, weniger
00:27:03: Ausdausch gehabt
00:27:04: habe, weniger
00:27:04: Freunde um dich herum.
00:27:06: Das heißt, ich bin sozusagen mein eigenes Gesprächspartner geworden, viel mehr als es je vorher war, weil ich in einer sehr grossen Gemeinschaft immer aufgewachsen bin mit viel, viel Freunden und Ungelandtanten und auch in Arten von Wau verwandten und so.
00:27:20: Und das ... Dass man jeden Aspekt bespricht, war mir selbstverständlich.
00:27:25: Und plötzlich bin ich mit meinen Gedanken viel mehr allein.
00:27:28: Und nicht alle Gedanken habe ich oder die inneren Gesprächspartner sind zum Teil ein bisschen unsympathisch geworden, also ich selber.
00:27:34: Was
00:27:34: heisst das?
00:27:35: Ja, also die zweifelnde Stimmen wurden sein Lüter, würde ich sagen.
00:27:40: Mit der Bekannte, die ich hatte, haben sich auch gewisse Plosibilitäten oder attraktive Lebensentwürfe, haben sich andere Stimmen von dem Auden.
00:27:49: Das ist eine sehr kunstwählte Mensch.
00:27:51: Ja, plötzlich ist man mit meinen Gedanken konfrontiert.
00:27:53: Ja, wie wäre es denn, wenn man das oder jene radikale Entscheidung macht?
00:27:58: Plötzlich stellen wir uns vor, dass man dort gehen muss, wo die Kunden sind.
00:28:00: Man muss dort gehen, wo die Ausbildungssorte sind.
00:28:02: Man muss sich jetzt auf St.
00:28:04: Petersburg oder eben auf Kief oder so etwas noch für die Däufigstudio machen.
00:28:09: Dann brennt sich unsere alternative Lebensfaden auf.
00:28:13: Man lebt auch ein bisschen vergangenheit, wenn man jetzt im Schöne Florence auch die Kunstschätzung anschaut, auch ein bisschen nostalgisch kann werden, wo das irgendwie nur bis zu einem gewissen Grad überhaupt die Notelle von unserer Welt ist jetzt.
00:28:24: Dass man auch ein ganz leichtes Gefühl hat, dass die ganze solche Welt, die man ihnen erlebt, ein bisschen ein Pabbel ist, ein bisschen nostalgische Pabbel.
00:28:30: Und irgendwie, das kann so eine Art Entfremdung führen, zur Gegenwart.
00:28:35: Mir spezifisch haben es noch ganz überraschend irgendwelche Sachen, die... wo andere vielleicht als Angstzustände beschreiben würden.
00:28:43: Ich würde es nicht ganz das Wort nehmen, weil ich das nie über einen Doktor war oder es ist kein Diagnose oder irgendetwas.
00:28:48: Und ich glaube nicht, dass es so intensiv war, wie es andere haben.
00:28:50: Aber so etwas ähnliches wie Anxiety oder so eine existenzielle Art von einer existenziellen Grusel plötzlich nicht vor der Zukunft oder vor der Welt oder vor allem, hat sich ihnen so kombiniert in ein sehr, sehr dichtes Gefühl von sehr, sehr unangenehmem Gedanken.
00:29:06: Und er hat dann der strategische Fehler gemacht, dass ich ... Ich wollte nicht, weil es sich bei der Schweiz Sorgen macht.
00:29:11: Ich wollte nicht grösser werden, als es war.
00:29:13: Es war ein Problem, das kleines zu behalten.
00:29:15: Meine Mutter würde sagen, ich hatte immer schon die Tendenz, um zu verdrängen.
00:29:18: Ich hatte das Gefühl, es ist nicht verdrängen unbedingt, sondern ... ... Repriorisierung, vielleicht so, ob einfach schönes Wort ... ... in Gewichten.
00:29:25: halt diese Sachen ... Wirst du es vielleicht auch nicht grösser werden, weil sie ja eher schon ein bisschen bedrohlich sich anfühlt, oder?
00:29:28: Sonst nicht noch grösser werden, wenn es andere davon wissen.
00:29:34: Und auch nicht zu wenig darüber geredet.
00:29:35: Ich glaube, das war schon eine echte Fehler, dass mich jetzt anders ... Die Später hat noch das Gespräch richtig geholfen, weil wir natürlich die eigenen Gedanken haben.
00:29:44: Man hat das Gefühl, man wüsste schon, was die anderen werden sagen, aber das muss man einfach den Leuten selber zutrauen, dass sie davon sagen, was sie denken.
00:29:51: Dass nicht meine Gesprächspartner zu Klonen von mir selber wären, dass meine Mutter im Kopf und meine Frau im Kopf und meine Freunde im Kopf im Wesentlichen Klonen von mir selber näher sind.
00:30:01: Und dort dort ist ein bisschen das Selbstgespräch in den Schlangen, das nicht so gut war, aber wo ich jetzt eigentlich noch dankbar bin.
00:30:06: Ich glaube, ich habe dort das erste Mal ... Ein paar von den Selbstverständlichkeiten aus der Kindheit haben nicht mehr so selbstverständlich gespürt.
00:30:14: Ich bin nach wie vor, sage ich mal, intellektuell überzeugt gewesen von der Wahrheit der Sachen im Wesentlichen.
00:30:19: Also
00:30:20: gerade vom christlichen Glauben?
00:30:20: Ja, gerade
00:30:21: vom christlichen Glauben.
00:30:22: Mit den christlichen Glauben tut ja das Leiden und das Leid nicht nur nicht nötigen oder verneinen, sondern sogar inszenieren.
00:30:31: Also die Kreuzung ist eine riesige zentrale Pointe von Christendom hat mit Leiden zu tun.
00:30:36: Aber es hat im Wesentlichen einen hoffnungsvollen Schluss.
00:30:39: Es geht davon aus, dass alles gut kommt.
00:30:41: Und ich glaube, ich bin emotional das erste Mal nicht das Gefühl, dass alles gut kommt.
00:30:46: Können empfingen.
00:30:47: Sogar wenn ich immer noch das Gefühl hatte, dass es stimmt doch im Wesentlichen, hat es das Gefühl von entfernt.
00:30:53: Und das ist wirklich auch so claustrophobisch.
00:30:56: Genau, das ist ... Das
00:30:56: ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist
00:30:57: ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ...
00:30:59: Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Das ist ... Dass du einen Platz angst und spinnen kannst, ist so was, dass
00:31:09: man mich anjagen kann.
00:31:11: Spinnen, das ist
00:31:12: noch so... Das kenne ich.
00:31:12: Ja, aber dort ist es nicht... Dort ist es sehr schwach, aber die Kruse ist mir einfach.
00:31:15: Aber die Klassophie ist wirklich etwas, was... Was
00:31:17: befindet sich denn
00:31:20: dort?
00:31:21: Im Wesentlichen ist der Gedanken von Freiheitsentzug oder Bewegungsentzug, dass man sich nicht mehr frei... Bewege oder über sich verfügen, dass man völlig ausgeliefert ist, um einen Schicksal.
00:31:30: Und das kann man natürlich in verschiedenen Szenarien ausfalten.
00:31:35: Also ich hätte es nicht Mühe, Lifte zu fahren.
00:31:38: Aber schon nur, wenn im Lift den Kurzblick bestecken.
00:31:40: Und jetzt merke ich jetzt abhängig davon, dass irgendetwas von Ottis oder was ich mir in den nächsten zwei Stunden aufmeldet.
00:31:46: Und der Gedankelei lässt bei mir ungutige Gefühle aus.
00:31:50: Und wenn man es an dieser Szenarien ausmaut, dann kann es schon zu echten.
00:31:55: körperliche Reaktionen führen, die sehr unangenehm sind.
00:31:58: Und so momentan hast du dort in Florenz erlebt, dass du wirklich so...
00:32:02: Genau, ein paar von ihnen und das paar gibt es in einer realistischen Szenarie, die wirklich die Angst machen, sich so überlegt.
00:32:08: Und dann habe ich mich plötzlich für diesen Gedanken gehabt, was ist eigentlich das, was alle wissen, dass sie nicht konstant in Panik sind?
00:32:15: Was habe ich selber gewusst, meine ganze Kindheit lange, die mich nicht in Panik geraten hat?
00:32:19: Was ist das Geheimnis für nicht völlig Angst zu haben vor allem?
00:32:23: Jetzt als Christ zum Beispiel, würde man sagen.
00:32:26: Ich habe im Wesentlichen das Gefühl, dass die Universum ein sicherer Ort ist, dass es eigentlich mit der Welt gut kommt und im letzten Abend mit mir gut kommt.
00:32:33: In dieser Art von Zuversicht kann man schluss an nichts festmachen.
00:32:36: Und
00:32:37: dir schon dort verloren?
00:32:38: Und dir dort verloren, genau.
00:32:39: Also eine Zustandverhoffnungslosigkeit?
00:32:41: Genau.
00:32:42: Und ich würde sagen, ich habe schon als Jugendlicher Zweifel in dieser oder jeder Form, eine Sam Harris-Richard Dawkins Phase gehabt, in der ich fühlte, dass sie doch schwierige Fragen haben.
00:32:52: Die haben mich relativ schnell nicht mehr so beeindruckt.
00:32:54: Aber ich habe den noch schon gemeint, ich habe Zweifel gehabt.
00:32:57: Aber effektiv gefühlte existenzielle Zweifel, habe ich glaube nur in einem einzigen Moment gehabt dort.
00:33:02: Also ich würde sagen, es gibt einen Moment, von echtem, erlebter Gottlosigkeit oder Hoffnungslosigkeit, das ungleich war wie alles andere, was ich vorher oder nachher erlebt habe.
00:33:14: Und dann ist aber etwas Faszinierendes passiert, weil auf mich natürlich als Christ immer eine Frage war, am Schluss hängt sich so eine Frage auf, ist du Verstehung?
00:33:21: Echt oder nicht.
00:33:22: Also hat Gott nicht vergessen und hat er sich in dieser Form erlöst oder wenigstens zusammen gesagt für eine Lösung.
00:33:30: Und auch nicht, dass wir ihn nicht mehr glauben können.
00:33:32: Also ich würde sogar sagen, dass ich das interaktuell immer noch für eine plausible historische, vertretenbare Position geholt habe.
00:33:39: Aber ich habe es nicht mehr gespürt, ich habe es nicht mehr existenziell nicht mehr empfangen können.
00:33:44: Und auch nicht, dass das Plateau erreicht und hat sich lustigerweise und recht überraschend genau in diesem Moment von dem Plateau, von dem Däufstenboden.
00:33:52: Emotional, hat sich das umdreht in die Gegenfrage.
00:33:56: Ja, was ist, wenn es gleich, was ist, wenn es wirklich stimmt?
00:33:58: Also, nicht, was?
00:34:00: nicht die Angst, was mir aufzählt hat, was wenn es gar nicht stimmt, was wenn es gar nicht stimmt, wo man bis zum Blatt runtergeführt hat, so plötzlich hat sich das umdreht in die Frage, okay, jetzt bist du hier, jetzt hast du nichts.
00:34:10: und was wenn es gleich stimmt, wenn es nicht alldrag ist, wenn ich jetzt sozusagen die Hoffnung völlig verliere und aufgebe, was ja eigentlich eine Hoffnung gäbe.
00:34:18: Und dann hat sich das Signal lustig gewusst, das Lederlein, das mir abgeführt hat, plötzlich eine Leiterin verwandelt, die mich schrittweise darauf geführt hat.
00:34:26: Wenn
00:34:27: ich es richtig verstehe, lebst du, wie es hinterher aus dem Gedanken ist, was wenn es wirklich ist?
00:34:36: Was wenn es wirklich ist, genau.
00:34:38: Und ich glaube, diese Frage, was wenn es gleich stimmt, hat wie die ganze Episode, wenn ich es so nennen kann, von dieser existenziellen Krise.
00:34:46: in ihr umdreht und hat mir klar einen Schädelpunkt gegeben.
00:34:49: Von dort aus ist es schnell nicht weiss, wie sie darauf gegangen sind.
00:34:52: Er wollte Gedankendisziplin brauchen, Triggerpoints nicht zulassen.
00:34:57: Aber ich wesentlich hätte sich für mich die theologische Frage, was es wirklich stimmt, als die primäre Art in der Welt sich zu navigieren, irgendwie empfohlen.
00:35:06: Und nicht mehr nur als etwas, was mir meine Eltern mitgegeben haben, sondern wirklich etwas, was ich empfunden habe, als ... Also deine Hoffnung?
00:35:15: Das Leben ist die notwendige Hoffnung.
00:35:16: Genau.
00:35:17: Genau.
00:35:18: Jetzt muss ich sagen, seit her habe ich natürlich wieder ein normales Nervenkostüm und erlebe den Alltag auf eine normale Art und Weise und die Frage steht zumindest so ganz so dramatisch.
00:35:29: Ich bin jetzt dankbar, weil ich glaube, ich habe die eigentliche Gedanken vor der Aufentstehung als echte Hoffnung, nicht nur als sondige Schulhoffnung, nur denn richtig erst verstanden.
00:35:39: Also dass man wirklich eine Option im Universum festklammern kann.
00:35:43: als ein möglicher Ausweg aus dem eigentlichsten ist, ist es recht... Richtig wie ein dunkler Witz oder so.
00:35:49: Ja, die Welt.
00:35:51: Darum würde ich sagen, der eine Moment von Artismus, das ich hatte, ist vielleicht auch der erste Moment von echtem Gefühl zum Glauben gewesen, das etwas kostet.
00:36:03: Vielleicht kann man das so sagen.
00:36:04: Du bist nachher zurück von Florence, du hast vorhin schon atmet, gerade nachher... Fünf Jahre lang so gelebt, also die Regieraten, und fünf Jahre lang hattest du Freiheit, einfach zu malen, eigentlich ohne Aufträge oder ohne finanzielle Entlösung.
00:36:20: Und diese Frau hat das gestemmt mit ihrem Lohn.
00:36:24: Wie war die Zeit für dich, das auszuhalten?
00:36:28: Ja, die war auch nicht so einfach.
00:36:30: Also fünf Jahre mehr, nicht das definiert, wie lange.
00:36:33: Ich hatte dann das Atelier und ... Das ist ein paar einzelne Sachen, aber es ist nicht ein ganzes Verhältnis zum Preis zu bezahlen.
00:36:42: Und es ist ein wachsender Druck.
00:36:45: Ich kann das nicht mehr länger rechtfertigen.
00:36:49: Also, dass du jeden Tag gehst, malen, die Leinwand bruchst, die teure Farbe bruchst.
00:36:54: Die teure Farbe auf Leinwand schmieren?
00:36:56: Die nicht,
00:36:56: deine Zeit
00:36:56: bruchst.
00:36:57: Genau.
00:36:57: Und niemand fragt das noch.
00:36:58: Es müsste
00:36:58: mehr aussen springen.
00:37:01: Ja, also ich brauche das Mut.
00:37:04: Das
00:37:04: braucht wahnsinnig viel
00:37:06: Geld für die Bilder, die ich mir bestellt habe, die man selbst mit Selbstzweifel lenkt, sogar wenn alles optimal läuft, lenkt am Schluss, erlaubt mein Talent oder braucht auch Glück.
00:37:19: Man kann es schon ganz leicht in eine grosse Zweifel bringen.
00:37:24: Ich hatte auch das Gefühl, dass wir schwanger geworden sind und unser erster Sohn ... Es war ein junger Weg.
00:37:30: Und ich dachte nicht, jetzt muss ich es zum Hobby werden.
00:37:33: Und mir einen Job suchen.
00:37:35: So, dass die Familie alle Optionen hat, sich zu entscheiden, wie man es genau machen muss.
00:37:42: Und nicht eine Art ökonomische Krise ausgelöst ist, meine Berufswahl oder meine Situation im Atelier.
00:37:49: Deshalb habe ich mir einen Job gefunden.
00:37:51: Ich habe das im grösseren Familienkreis immer besprochen.
00:37:56: Und es kam völlig aus dem Nichtausen eine Möglichkeit.
00:37:59: eine kleine Ausstellung zu machen an einem Ort, wo jemand gerade einen monatlangen Lücken hat in der kleinen Galerie.
00:38:05: Ich dachte, das probieren wir jetzt noch, haben wir alles dort ausgestellt.
00:38:08: Nein, ich konnte gerade genug verholfen, für das normale Jahr zu probieren.
00:38:12: Und ab dann hat es so ein bisschen Schritt für Schritt aufgebaut, dass es sich immer gleich gelangt hat, immer gleich geklappt hat.
00:38:19: Jetzt mittlerweile an den Treuching, haben wir den Treuching.
00:38:21: Und das ist nie mehr der finanziellen Knappheit oder so etwas, das mit der echten Not verbunden war, sondern es ist immer alles zur rechten Zeit.
00:38:28: Ich bin nicht klappend.
00:38:29: Inklusiv das Atelier, wo wir jetzt gerade sind, ist echt zu gross gewesen.
00:38:35: Aber es ist gerade frei geworden und es ist eine schöne Nacht dort, wo ich wohne.
00:38:39: Und weil ich viel reise, bin ich froh für den Lebensradius, wenn das möglichst klein ist.
00:38:43: Viel Kontakt mit der Familie, auch unkompliziert, dass es da eine Ausdusche gibt zwischen der Heim- und dem Schaffen, dass es nicht völlig zwei verschiedene Welten sind.
00:38:51: Und ich bin auch noch viel weg, also so.
00:38:53: Und auch ist ein grosser Raum hier frei geworden und echt viel zu gross zum Mieten mehr.
00:39:00: Das ist ein schlechtes Tier und ich komme nicht ganz klar, was ich mit dem Platz ausmache.
00:39:04: Und dann ist gerade der Auftrag gekommen.
00:39:05: Von Vatikan?
00:39:06: Von Vatikan.
00:39:07: Und wenn ich das Atelier jetzt, das ich jetzt bin, nicht hatte, im Autoatelier hätte ich es niemals, hätte ich es niemals sinnvoll machen können.
00:39:14: Jetzt haben die vierzehne Bilder, wenn sie hier im Kreis stehen, viel eilig das Atelier geht.
00:39:18: Das sind ja irgendwie achtzehn Meter Leinwand insgesamt.
00:39:23: Dann ist eben der Auftrag gekommen mit diesen ... vierzehn Bilder für einen Vatikaner, vielleicht noch kurz zusammengefasst, das ist ein Kreuzweg.
00:39:31: Das ist aus der katholischen Tradition.
00:39:33: Sie zeigt das der Weg von Jesus an das Kreuz.
00:39:38: Das ist eine intensive, theologische Auseinandersetzung in diesen Bilder.
00:39:43: Das ist ein wahnsinniger Auftrag, das wahrscheinlich ein Künstler, wenn er das einst im Leben erlebt, nie mehr erleben wird, bis vergleichbar ist.
00:39:53: Das erlebst du jetzt in jungen Jahren.
00:39:55: Du musst dich da auf eine breite Öffentlichkeit vorbereiten, auf viele Reaktionen.
00:40:04: Wie machst du das?
00:40:06: Ich glaube, ich will im Wesentlichen die Sachen dann, wenn sie kommen, angehen.
00:40:12: Ehrlich vertrauend darauf, dass die richtige Zeit kommt.
00:40:17: Oder mindestens, dass sich die Momente werden losgefangen.
00:40:21: Ich bin auch offen, wenn ich ganz ehrlich bin, dafür, dass das jetzt ... Es war eine Art einmalige Ehe, das zu machen, als Privileg.
00:40:29: Und dass es auch wieder Zeit gibt, in der man im Weniger spektakulär in einem sinnvollen Lebensentwurf findet.
00:40:38: Ich bin bereit, ohne Angst, dass das kommt, kommt.
00:40:46: Und ich werde mich versuchen, dort reinzugehen.
00:40:49: Oder in das Abenteuer reinzuwerfen, was ich mir jetzt noch auf mich wartet.
00:40:53: Und geließe dich.
00:40:54: Wenn die auch nicht um jeden Preise zu einer Vorstellung festhalten, was das heisst, also wenn es wieder ruhige Tage gibt, weniger spektakuläre Aufträge, dann muss das auch möglich sein.
00:41:05: Mein Job reduziert sich eigentlich fast ein wenig auf das heute, was ich heute richtig angehen kann.
00:41:12: Und ich probiere es, bis ich dort bleibe.
00:41:15: Wenn wir heute noch bleiben, die letzte Frage nach all dem, was du erzählt hast, nach all dem, was du durchdenkt hast und durch ein Gefühl hast.
00:41:23: in deinem Leben bis jetzt.
00:41:25: Was gibt dir heute Hoffnung?
00:41:29: Meine Hoffnung heute ist, dass sich mit den gegenwärtigen Ressourcen die Probleme nicht lösen werden.
00:41:36: Ich wäre sehr verzweifelt, wenn das, was wir gegenwärtig sehen als Lösungsansatz, länge müsste.
00:41:43: Ich glaube, in der Welt schlucken wir noch andere Ressourcen.
00:41:48: Und die werden sich hoffentlich zeigen.
00:41:50: Im Wesentlichen habe ich mit mir existenziell meine Karten auf die Geschichte gesetzt, damit wir darauf einsteigen, ob es angefangen hat, wo die ganze Welt wird verändern.
00:41:57: Und an dieser Geschichte.
00:41:58: In dieser Geschichte würde ich gerne leben.
00:41:59: Nicht in der Geschichte, wo wir die Medienkonsum suggeriert mit den gegenwärtigen Situationen, die wir doch sehr hoffnungslos machen können.
00:42:07: Eigentlich, glaube ich, braucht es die grössere Geschichte.
00:42:09: Die grössere Geschichte im Blick lässt sich auch hoffnungsvoll in Zukunft schauen.
00:42:13: Und was heisst das konkret?
00:42:15: Also mit was rechnest du?
00:42:16: Was?
00:42:18: Was sind das denn für Ressourcen?
00:42:21: Ich glaube, das Leben ist eigentlich ein Wagnis.
00:42:22: Man hat keine Garantie für irgendetwas und man muss loblehren, mit dieser Unsicherheit umzugehen.
00:42:26: Das gehört auch dazu.
00:42:29: Und eigentlich bin ich an einem armen Art Basalen-Commitment gelandet.
00:42:35: Ich vertraue auf das, was immer Jesus im Griff hat.
00:42:38: Also im Schluss muss man schon als Christ, der denkt, dass Jesus aufgestanden ist und dass Jesus der Herrscher verweldet ist.
00:42:45: und was immer auch, ob es mir einliest oder nicht, irgendwo wird es auf das Schoff jügen.
00:42:50: Der Kreuzweg ist auch ein schönes Bild für das, wo sie schreckliche Bilder vor Erfoltermethoden, die man sich auch schon fragt, warum man heute in das grösste Killerraum verwält, Petersdom, Bilder vor Erfolterungsmethoden heranhängt.
00:43:03: Und es gibt ja wenigstens ein Hinweis darauf, dass die Schrecken und die Ängste und die Nöte von mir jetzt, und sie sind noch so schlimm, irgendwie mögen doch auch von Gott verwandelt werden, ja bis zum Schluss hofftungsvolles Positives.
00:43:17: Das muss man natürlich glauben, es gibt keine Garadien.
00:43:19: Aber es ist immerhin ein guter Ort für sich zu hängen.
00:43:23: Und ich habe eher mehr exakt diese Geschichte gekenkt, keine Alternativen.
00:43:28: Und habe es sehr gut begründet, wenn so viele Menschen über so viele Kontinente, so viele Kontexte immer wieder in Erfahrung machen, dann fühle ich mich dort trotzdem auch eine Ängste und trotzdem auch eine Unsicherheit gut aufgehoben.
00:43:43: Merci vielmals, Manuel.
00:43:46: Für das spannende Gespräch, für den Einblick in dein Leben.
00:43:50: Weiterhin alles Gute.
00:43:51: Ich bin gespannt, was es auslösen wird.
00:43:53: Merci, ich bin auch gespannt.
00:43:54: Der
00:43:56: Manuel durch über sein Leben, sein Schaffen und seine grosse, wiedergefungene Hoffnung.
00:44:04: Der Kreuzweg mit den vierzehn Bildern von ihm kann man während der Fastenzeit vor Ostern im Peterssohn zu Rom gaben staunen.
00:44:11: Ich habe die Violetta schon gesehen und kann sagen, sie sind nicht nur däuf, sondern auch hoch und weit und schön.
00:44:20: Mehr Geschichten aus dem Leben von Menschen hören ihr auch nächste Woche am Donstein hier im Vis-à-Vis.
00:44:25: Und das ist nur möglich dank Spenden.
00:44:27: Darum sind wir auch dankbar für deine Unterstützung, denn fast zum Spenden fängst du in den Schornots.
00:44:32: Ich wünsche euch eine gute Zeit.
00:44:34: Bis zum nächsten Mal.
00:44:35: Mein Name ist Sarah Maria Graber.
00:44:37: Adieu miteinander.
00:44:39: Vis-à-Vis.
00:44:40: Bei uns erzählen
00:44:41: Menschen
00:44:42: ihre Geschichte.
00:44:43: Ein Podcast von EREF Mediaschutz.
00:44:47: Herzlich, echt und ungemiert.
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