Maria Haller überwindet tiefe Traumata und entdeckt Intuition

Shownotes

Schon als Kind war Maria hochsensibel, intelligent und sehr naturverbunden. Gleichzeitig fühlte sie sich oft missverstanden. Ungeschriebene Regeln, Erwartungen und soziale Dynamiken konnte sie nicht einordnen. Heute erkennt sie darin ihre eigene Neurodivergenz – etwas, das damals niemand sah.

Aufgewachsen in einer strengen Freikirche erlebte Maria viel Verunsicherung. Gehorsam wurde eingefordert, Fehler bestraft. Zurück blieb ein tiefer Glaubenssatz: Mit mir stimmt etwas nicht. Auch in der Schule wurde sie gemobbt, war schnell überreizt und bewegte sich ständig auf dünnem Eis – zwischen grosser Begeisterungsfähigkeit und dem Wunsch, einfach «richtig» zu sein.

Trotz allem hatte Maria eine tiefe Sehnsucht nach Gott. Doch das strenge Gottesbild machte ihr Angst.

Sie heiratete früh, wurde Mutter von drei Kindern und gründete 2010 die Firma «Tragebaby». Ein Unternehmen, das handgenähte, besondere Babytragen herstellt.

Doch die Ehe war von schwierigen Dynamiken geprägt. Nach der schweren Erkrankung ihres Mannes brach in Maria innerlich vieles zusammen. Sie rutschte in eine Depression, verlor ihre Kraft, ihren Fokus – und sich selbst.

Ein Wendepunkt kam unerwartet: das Töfffahren. Auf der Strasse fand Maria wieder Boden unter den Füssen. Konzentration, Freiheit und das Im-Moment-Sein halfen ihr, langsam zu sich zurückzufinden.

In der Psychotherapie erkannte sie schliesslich, wie sehr alte Traumata und ungesunde Beziehungsdynamiken sie geprägt hatten. Diese Erkenntnis führte zu Entscheidungen, die viel Mut verlangten und tiefgreifende Veränderungen auslösten. Maria wagte einen Neuanfang.

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Autorin & Host: Ruth Stutz

Transkript anzeigen

00:00:00: In diesem Jahr habe ich einfach wieso akzeptiert, okay, mit mir stimmt etwas nicht.

00:00:06: Okay, ich bin psychisch krank.

00:00:07: Okay, meine Reaktion ist der Beweis dafür, dass ich psychisch krank bin.

00:00:15: Und wenn du glaubst, du bist psychisch krank.

00:00:18: Ich glaube, dann wirst du auch psychisch krank.

00:00:20: Wenn alles, was dich triggert für dich ein Beweis ist, dass du jetzt ja psychisch krank bist.

00:00:27: Das ist fast schon selbst erfüllende Profi-Zeige.

00:00:30: Visaville.

00:00:32: Bei uns erzählen Menschen

00:00:34: ihre Geschichte.

00:00:35: Ein Podcast von EREF

00:00:36: Mediaschutz.

00:00:38: Herzlich echt und ungeniert.

00:00:42: Wieder

00:00:42: eine Spinne in Kanton Larus unterwegs fürs Visaville.

00:00:46: Ein Ort, das für mein Gast heute

00:00:49: ein neues Zuhause geworden ist.

00:00:51: Ich besuche Maria Haller, eine Frau, die das Neue über alles liebt und das zum Beruf gemacht hat.

00:00:58: Eine Frau mit drei Tienisten zu Hause, eine Frau, die seelisch turbulenten Jahre hinter sich hat.

00:01:05: Und eben im neuen Zuhause, in diesem neuen Kanton, da hat sie einen neuen Anfang gemacht.

00:01:11: Und er ist glückt.

00:01:12: Sie ist zu ruhig gekommen.

00:01:14: So fest, dass sie mich heute mitnimmt in ihre persönliche Geschichte.

00:01:19: Mega schön, dass du dabei bist.

00:01:21: Ich bin trotzdutz.

00:01:24: Maria Hallner, ich freue mich mega, dass ich hier bei dir bei dir im schönen Glarus sein darf.

00:01:29: Wenn ich ausschaut, sehe ich Schnee.

00:01:31: So etwas Schönes.

00:01:32: Es ist richtig etwas verwunscht hier bei dir.

00:01:35: Danke dir vielmals für die Einladung.

00:01:37: Ja, danke, dass du vorbei gekommen bist.

00:01:39: Ja, es ist so.

00:01:40: Es ist wirklich sehr schön im Glarus, wo ich jetzt seit einem Jahr wohne.

00:01:44: Ich würde gerne mit dir einsteigen.

00:01:46: Wir haben so viel, was wir in dieser Stunde beraten, in den ganzen Haufen.

00:01:51: Kommt mir zurück, deine Kindheit war nicht im Glarus, bist du aufgewachsen?

00:01:57: An verschiedenen Orten, wir sind es ein paar Mal zögelt, aber grundsätzlich Region Zürichsee, Wädischwil, Samstagere, so in diesem Bereich und dann Oberstufen in dem Arch.

00:02:10: Also im Bereich Lindebeni.

00:02:14: Okay, also ganz ein anderer Ecken eigentlich.

00:02:16: Ja, das Bett ist nach oben gerutscht.

00:02:18: Ja, und aber die Lindebühne mündet ja danach jetzt ins Glarnerland, gell?

00:02:23: Ja, das

00:02:23: stimmt.

00:02:23: Das stimmt.

00:02:24: Aber die Wohlsatzmitze ist in den Bergen.

00:02:26: Mega.

00:02:28: Ich finde es auch etwas ... Fast ein bisschen bedrückend, wenn du in diese Wände

00:02:33: fährst.

00:02:33: Ja, sagen viele.

00:02:34: Für mich ist es einfach ein Nest.

00:02:36: muss so richtig kommen, entspannen und loslassen.

00:02:39: Und übrigens, Klarus, darf man hier nicht sagen, das heisst Claris.

00:02:44: Du scheinbar auch gut.

00:02:45: Wir sind im Claris, genau.

00:02:46: Danke schön für

00:02:47: die Weiterbildung.

00:02:48: Also gut, du hast ganz viele schöne Erinnerungen zum Teil, dass du gerne ausserwischen kannst spielen.

00:02:55: Ganz viel Natur hast du erlebt als Kind.

00:02:58: Ja, also die freie, achtziger Jahre, wo man einfach als ganze Treubenkind ... in den Siedeln und dann ist man mal dort drin und hat das Zwieel überkommt.

00:03:10: Dann ist man dort in den Wald oder mit meinen Gussinen ganz viel in einem Wald.

00:03:14: Doppel, umgeklettert, die ganzen Nachmittage wirklich unbeobachtet uns überlassen.

00:03:20: Das war wunderschön.

00:03:21: Ja, ist schön.

00:03:23: Und viel Wanderung hast du auch gemacht, gell?

00:03:25: Genau, vor allem mit meinem Onkel.

00:03:26: Er war so ein Bergsteiger und er hat mich hier auf recht schöne Höhe mitgenommen.

00:03:33: Auch durchaus am Seilen und so.

00:03:35: Auch etwas, was ich sehr, sehr gerne hatte.

00:03:37: Ja, also immer gerne draussen gewesen.

00:03:40: Ja, aber ich bin auch genauso gerne dorthin gewesen und habe etwas bestellt, geschrieben, gemalt.

00:03:49: Also ich habe auch einen ganzen Tag dorthin verbringen.

00:03:53: Ja.

00:03:53: Auch recht

00:03:54: zufrieden so mit dir selbst?

00:03:55: Ja, total.

00:03:56: Ich konnte mich richtig vertiefen und richtig auch in der Kreativität versinken für Stunden.

00:04:06: Was gibt es, was gibt es?

00:04:07: So ein Kreativ sein?

00:04:09: Ich glaube, es hat mich einfach so richtig mit mir selbst verbunden behalten.

00:04:16: So richtig beruhigt auch, wenn es turbulent war.

00:04:21: vieles zu verarbeiten.

00:04:24: Und das ist heute noch so.

00:04:25: kreativität ist so das, was mich einfach bei mir pate und abholt.

00:04:30: Ich finde es sehr cool, weil ich habe auch ein ganz viel Mädchen.

00:04:33: Ich war auch so kreativ.

00:04:35: Und das war auch etwas, was mich so beruhigt hat.

00:04:37: Und manchmal verlernt man das so als erwachsene Frau.

00:04:40: Und gleich wäre es so wieder etwas, was man so etwas könnte.

00:04:44: und zurückholen können.

00:04:45: Darum habe ich das auch wieder am Lernen.

00:04:47: Megaschön.

00:04:48: Aber es hat auch viele Momente in deiner Kindheit, wo du schwierig erlebt hast.

00:04:54: Du sagst so ein bisschen, das Wort über deiner Kindheit ist Unberechenbarkeit.

00:04:59: Du hast ... Ja, ich habe das Wort erklärt.

00:05:03: Ich glaube, ich war ein ziemlich missverstandenes Kind und ein Kind, das vieles nicht verstanden hat.

00:05:11: Und das hat dazu geführt, dass ganz vieles für mich ja wie unberechenbar, wie willkürlich gewirkt hat.

00:05:20: Also ich glaube wirklich so die Schwierigkeit kommt ein wenig von zwei Komponenten.

00:05:24: Das ist, dass ich auf die einen Seite sehr ein intelligentes Kind war.

00:05:30: Ich habe wirklich gelesen und geschrieben vor der ersten Klasse.

00:05:33: Mir war sehr langweilig in der ersten Klasse.

00:05:37: Sehr schnell alles gelernt hat.

00:05:39: Mir selber beigebracht hat.

00:05:41: So.

00:05:42: Und auf die anderen Seite ganz vieles nicht verstanden hat, wie Menschen funktionieren.

00:05:48: Ungeschriebene Erwartungen, Sachen, die man mir nicht wirklich erklärt hat.

00:05:53: Ich habe mich ganz viel mal nicht verstanden.

00:05:56: Oder auch wenn man mal etwas gesagt hat, und ich das mega wörtlich genommen, das hat noch einen Kulten.

00:06:03: Und ich konnte nicht abschätzen, wann das gilt und wann das nicht gilt.

00:06:07: Wo andere Kinder vielleicht ganzes natürliche Gespüri dafür haben.

00:06:11: und das habe ich nicht gehabt.

00:06:13: Und das hat man mir aber nicht angemerkt.

00:06:16: Heute kannst du das mehr einordnen, gell?

00:06:18: Ich kann

00:06:18: das mehr einordnen.

00:06:20: Vor allem habe ich das anfangen lernen, einordnen, wo ich gemerkt habe, dass meine Kinder sehr neurodivergent sind.

00:06:26: Eines meiner Kinder hat dann Autismusdiagnosen.

00:06:29: Ein anderes wird noch abklärt.

00:06:33: Und ich sehe hier sehr viel Parallelen.

00:06:35: Also ob das jemals bei mir diagnostiziert wird, genauer angeschaut wird, das kann ich im Moment nicht sagen.

00:06:41: Aber ich sehe hier sehr viel Parallelen zu mir ja, zu mir als Kind vor allem.

00:06:48: Und der andere Punkt war, meine Eltern waren ein Teil einer sehr konservativen Kille.

00:06:55: Eine freie Kille war es, aber freie auch nur am Namen an.

00:07:01: Es war wirklich ein konservatives Gefühl.

00:07:04: Und auch mit einem gewissen Absolutheitsanspruch.

00:07:07: Und sie haben sich recht, von dem beeinflussen zu lassen.

00:07:10: Und sehr deutlich kam das auch im ... Wie sieht man ein Kind?

00:07:16: Was für ein Bild hat man von Kindern generell?

00:07:20: Wenn man generell glaubt, Menschen kommen wirklich als sündige Wesen auf die Welt.

00:07:26: Dann machen die etwas, was man nicht versteht.

00:07:29: Dann ist die Interpretation sehr schnell, das ist böse, das ist sünd.

00:07:33: Und das muss man jetzt bestrafen und dann mit Härte begegnen.

00:07:38: Und das muss man formen.

00:07:40: Und in dieser Kille war es durchaus auch ein Begriff, dass man den Willen bricht von einem Kind, damit sich das Kind lernt, Gott unter Ort zu nehmen.

00:07:48: Das

00:07:48: ist schon mega brutal.

00:07:50: Was heisst das?

00:07:51: Was heisst den Willen brechen?

00:07:53: Das heisst, das hat sich vor allem gezeigt.

00:07:55: in welchem Moment bestraft wurde, wo andere Kinder vielleicht in den Achtzigerjahren noch viele Eltern am Kind einen Schlag versetzt haben.

00:08:06: Aber wenn das Kind natürlich hätte können sagen, ich habe auch etwas geklaut, dann war das eine klare Regel.

00:08:13: In meinem Fall ist es vielleicht auch mal passiert, nur weil ich etwas nicht sofort haben will.

00:08:19: Also weil ich einmal weiss, noch habe ich nachgefragt, dass nicht meine Schwester machen.

00:08:24: Und das war zu wenig schnell, einfach kursam.

00:08:29: Und das führt dann wirklich dazu, dass man sehr verunsichert ist.

00:08:38: Weil es wegen recht wenig, recht viel Schwierigkeiten gibt für einem.

00:08:43: Ja.

00:08:44: Also es hat ja dazu geführt, dass du ganz viel alleine warst oder alleine ... oder so wie isoliert war, weil das auch eine Art Straf war, dass man dich aus der Familie ein wenig rausgenommen hat.

00:08:58: Das war vor allem im Teenie-Alteren, wo dann auch Körperstrafen gar kein Thema mehr waren.

00:09:04: Ich muss sagen, ich bin nicht viel geschlagen worden, nicht häufig.

00:09:08: Aber einfach wenn, weiss ich noch, ist häufig Verwirrung für mich entstanden, weil ich es nicht gesehen konnte.

00:09:18: und auch häufig nicht verstanden habe, warum.

00:09:20: Und im Teenie-Alder war es dann eben keine Körperstrafe mehr, sondern ja, weggeschicken, ins Zimmer schicken.

00:09:26: Und auch das, ich bin häufig im Zimmer gestanden und habe mir überlegt, wie ich das jetzt schon wieder hinkriege.

00:09:35: Also einfach nicht verstanden, was du falsch gemacht hast, aber gleich wie es wissen, man hat etwas falsch gemacht.

00:09:41: Offensichtlich, sonst wäre ich ja nicht dort.

00:09:44: Ja.

00:09:46: Und ja.

00:09:48: Es ist ein bisschen zu einem sehr grossen Selbsthass gekommen.

00:09:52: Ich erinnere mich, als ich in diesem Zimmer stand und zu mir gesagt habe, wie blöd bist du, dass du das wieder geschafft hast.

00:10:01: Und aber gleichzeitig die Verwirrung.

00:10:03: Ich weiss ja nicht wie.

00:10:04: Ich weiss ja nicht durch was.

00:10:05: Ich habe das schon wieder angerichtet.

00:10:07: Und da sehe ich auch wieder meine Neurodivergänze.

00:10:11: weil ich das später bei meinen Teenagers so erlebt habe.

00:10:14: Meistens war es begründlich, du warst frech, das war mega frech.

00:10:18: Und ich sehe jetzt häufig bei meinen Teenagers, dass es eine Phase gibt, in der sie wirklich nicht abschätzen können, dass eine ungeschönte Wahrheit, in der wir jemanden einfach in einem unpassenden Moment... In Gesichtseite kann als Frech überkommen.

00:10:34: Das ist überhaupt nicht so gemeint.

00:10:35: Es ist

00:10:37: die pure Ehrlichkeit.

00:10:38: Und gerade Neurodivergente Kinder gehen ganz häufig auf Fakten, was sie beobachten, was sie hören, was sie ... Ja.

00:10:49: Und das ist für sie wahr, also sagen sie es auch.

00:10:51: Und das ist nichts Böses.

00:10:54: Ich habe das gesehen bei meinen Kindern und spürte, Ah, dort müsste ich auch sein.

00:10:59: Das wäre eine Erklärung.

00:11:01: Und meine Kinder können coachen und sagen, hey, weisst du, das könnte jetzt eine andere Person auch so verstehen.

00:11:11: Im Nachhinein denke ich, dass es in diese Richtung geht.

00:11:14: Aber ich finde das Gefühl, du bist falsch.

00:11:17: Das ist das, was du in deiner Kindheit mitgebracht hast.

00:11:22: Ja, sehr, sehr fest.

00:11:24: Das Gefühl, mit mir stimmt etwas nicht und ich bin falsch.

00:11:28: Dazu hast du auch mega starkes Mobbing erlebt in der Schule.

00:11:32: Das ist dann wie auch noch dazukommen.

00:11:33: Hast du das Gefühl, das hat auch mit der Neurodivergenz zu

00:11:37: tun?

00:11:38: Äh, auch.

00:11:39: Es war natürlich auch so, dass man mir angesehen hat, aus was für Rächile ich komme.

00:11:44: Wir waren auch so klein, dass es uns wirklich angesehen hat.

00:11:48: Und das hat natürlich uns anders gemacht und gemobbt.

00:11:51: Die Kinder sind ja häufig die, die etwas anders sind.

00:11:55: Und dann war es aber schon so, ich konnte nicht abschätzen, was andere Kinder mir hier sagen.

00:12:01: Und warum?

00:12:02: Also auch hier ist das Gefühl von Verwirrung.

00:12:04: Was sagt man mir hier?

00:12:05: Was macht man mir dazu an?

00:12:07: Auch eine massivste Reizüberflutung, die kommt mir zu Nähe.

00:12:13: Sie bedrängen mich körperlich zum Teil auch.

00:12:17: Und im Nachhinein betrachtet, denke ich, es gibt auch so etwas wie eine Art ... ... völlige Reizüberflutung im Hirn.

00:12:24: Also du kannst uns nicht mehr einordnen.

00:12:26: Und es sind Momente von purer Überwältigung.

00:12:31: Ja, und das Gefühl habe ich noch sehr präsent, wie sich das angefühlt hat.

00:12:35: Ja.

00:12:36: Und das ist regelmässig passiert in der Schule, ja.

00:12:38: Das ist krass.

00:12:40: Wie geht man mit dem um?

00:12:41: Mit dem?

00:12:42: Das ist ja komplette Unsicherheit.

00:12:47: Was bist du für ein Kind?

00:12:48: Wie wirst du dich beschreiben?

00:12:50: Mit der Zeit einfach nur noch verschüchtern.

00:12:53: Und dann gleich wieder zu präsent und zu begeisterungsfähig für gewisse Sachen, als ich hätte können.

00:13:00: Ich habe mir gewünscht, ich könnte einfach immer still bleiben, weil dann würde ich mich ja nicht mehr in Schwierigkeiten bringen.

00:13:06: Das habe ich aber nicht geschafft.

00:13:08: Ja, da ist einfach etwas auseinander.

00:13:10: Das ist einfach schön.

00:13:11: Eine Lebendigkeit oder eine Begeisterungsfähigkeit oder auch wenn ich etwas checkt habe.

00:13:16: Es hat mir auch Spass gemacht, Sachen zu verstehen und zu lernen.

00:13:19: Und dann bin ich plötzlich wieder zu Mitte in einer Diskussion gewesen, an der ich mich doch zurücknehmen will und immer ganz schön still sein.

00:13:26: Also der Kontrast, genau.

00:13:29: Aber ja, sehr verunsichert und verschüchtert.

00:13:32: Und ich würde sagen, dass ich Excel-Walking verinnerlich auf Eierschalen laufen

00:13:38: kann.

00:13:38: Das ist schon dazukommen, dass deine Mutter auch nicht gut gegangen ist.

00:13:42: Du sagst heute, du nimmst an, es könnte eine depressive Phase sein.

00:13:46: Auf jeden Fall hat sie dann auch immer weniger mit dir reden können.

00:13:49: Sie ist wie nicht gegangen.

00:13:50: Und du hast das dann auch so interpretiert, dass es an dir liegt.

00:13:53: Ja, genau.

00:13:54: Also für mich war es klar, wenn man natürlich etwas falsch gemacht hat.

00:13:58: Und man wird dann auch mal eine Silie angeschwiegen als Bestrafung, dass es also immer ein Zeichen ist.

00:14:06: dass ich etwas falsch gemacht habe, wenn man mal nicht so viel mit mir spricht.

00:14:11: Und ja, dass im Nachhinein betrachtet, was ich dann endlich verstanden habe, dass hier vermutlich wirklich Depression im Spiel war, ist das sehr entlastend gewesen, aber auch ein bisschen

00:14:23: zu spät.

00:14:23: Ja, genau, weil das verinnerlicht man ja alles.

00:14:27: Weisst du, wie war das denn?

00:14:28: Du hast gesagt, dass ich in den Sonne heil gehe.

00:14:30: Wie hast du den Glauben dort erlebt?

00:14:32: Du hast gesagt, es war sehr eng.

00:14:34: Hast du irgendetwas... ...positives aus dieser Zeit.

00:14:38: Ja, wie hast du den Leben einfach erlebt?

00:14:41: Es war, glaube ich, schlussendlich etwas, das mich sehr negativ geprägt hat und gleichzeitig so positiv.

00:14:48: Okay, das musst du ja etwas

00:14:49: reisen, Kontrast.

00:14:51: Also... Ja, das Gottesbild war schon etwas so, dass Gott sehr streng ist und sehr heilig ist.

00:14:58: Wir müssen auch so heilig sein und diesen Standort kannst du ja nie erreichen.

00:15:02: Vor allem ist dieser Standort ja irgendwo auch etwas, wo du musst deine Anstrengung erreichen.

00:15:08: Und da gab es dann aber brutale Widersprüche, weil gleichzeitig dann die Fersen auch betont wurden, dass Gott in dir ist, was es will und es vollbringt.

00:15:19: Es ist ein Bibelferset, zum Beispiel.

00:15:22: Ähm ... Hä?

00:15:24: Wie jetzt?

00:15:25: Also, auch gerade für meine Herren, die alles verstehen wollen und die gerne Logik haben, sehr verwirrende Sachen.

00:15:32: Und ... eben dann kombiniert mit dieser Strengen-Bestrafung ist schon, ja, das Gottesbild einfach ... Das ist ein sehr bedrohlicher Strengen-Gott, wo da deine Fehler schon alle einfach wirklich sehen.

00:15:45: Aber dann wird dir auch wieder gesagt, dass es keine grössere Liebe gibt als die von Jesus.

00:15:50: Also, es ist einfach pure Verwirrung.

00:15:53: Ja.

00:15:54: Und was mich dann recht prägt, war, dass mein Vater sich sehr intensiv mit der Geschichte von Martin Luther beschäftigt hat und mit dem Römerbrief.

00:16:05: Und dort gibt es diese Versen, die hat er plötzlich so betonen.

00:16:11: Alle Menschen haben gesündigt.

00:16:14: Und sie werden nur durch Gottes Gnade gerechtfertigt und nicht, weil sie sich selber so Mühe geben.

00:16:19: Das ist jetzt frei übersetzt nach mir.

00:16:22: Aber in etwa so gibt es mehrere Stellen in diesem Römerbrief.

00:16:25: Und das habe ich dann auch sehr aufgenommen.

00:16:29: Die Betonung, dass es nicht unsere guten Werke sind, die zu Vergebung führen.

00:16:36: Und das hat mich auch geprägt.

00:16:39: Gleichzeitig.

00:16:40: Und das ist immer

00:16:42: stärker geworden.

00:16:43: Ja, aus dem Mulch von meinem Vater natürlich auch.

00:16:46: Und es ist immer stärker geworden in mir drin.

00:16:50: Und dann habe ich als Teenager auch ein paar sehr eindrückliche Erlebnisse gemacht.

00:16:57: Ich sage immer, wenn du so etwas erlebt hast, falls es dir schwer ist, nicht zu glauben, dass es einen Gott gibt.

00:17:04: Und eines megaherziges Erlebnisses war ... Ich war auch ein kleines, vergessliches Kind.

00:17:12: Vielleicht auch etwas unzuverlässig in gewissen Sachen.

00:17:15: Und eines Tages ... bin ich in einer gewerflöten Stunde, ich musste das mit dem Zug machen, das Mami hat mir Geld gegeben und hat mir schon beim Geld gegeben, gesagt, das Außengeld gehst du mir bitte wieder zurück, ohne dass ich dich erinnern muss.

00:17:30: Und ich habe sofort gewusst, dass ich nicht arbeite.

00:17:35: Und in diesem Moment habe ich in meinem Kopf zu Gott einfach gesagt, erinnern mich daran, bitte erinnern mich daran.

00:17:43: Ich bin in der Stunde.

00:17:44: Ich bin wieder nach Hause gekommen.

00:17:46: Ich habe mein Mami vergessen, zurückzugeben.

00:17:47: Ich bin ins Bett.

00:17:48: Nächsten Morgen bin ich erwacht.

00:17:50: Und gerade noch so eintöst und im Halbschlaf treue ich mich von Bargeld, von verschiedenen kleinen Münzen.

00:17:57: Und dann bin ich erwacht.

00:17:59: Und sofort gewusst, ich habe das Bargeld nicht zurückgegeben, mein Mami.

00:18:03: Und mich hat das so berührt.

00:18:05: Das Gott.

00:18:07: mich in dem erinnern, wo meine Schwäche ist, weisst du, dort wo ich nicht perfekt bin, dort wo ich meinen Eltern immer wieder enttäuschen kann, dass Gott mich dort unterstützt, statt mir Vorwürfe zu machen, ich bin nicht perfekt.

00:18:23: Dass solche Erfahrungen mein Gottesbild recht verändert hat.

00:18:28: Und ein zweites, mega prägendes Erlebnis war natürlich auch immer von Himmel und Hölge.

00:18:37: Und dass wenn du stirbst, dass du dann entweder in die Himmel kommst oder in die Höhle ... Heute würde ich das gar nicht mehr so sehen, als ich

00:18:44: in der Hölle angeschmackt habe.

00:18:45: Ja, mega.

00:18:46: Und ich würde das heute auch gar nicht mehr so einordnen, als ich das heute alles etwas anders verstehe.

00:18:50: Aber damals war halt wirklich meine Angst, okay?

00:18:53: Wie kann ich dann sicher sein, dass ich nicht in die Hölle komme, dass ich in die Himmel komme?

00:18:57: Was gibt mir da

00:18:58: Gewissheit?

00:18:59: Was gibt mir da Sicherheit?

00:19:02: Und ich habe immer gehört, Sie haben auch immer erzählt von diesen ... Männer und Frauen Gottes, die stundenlang auf ihre Knie verbringen.

00:19:10: Und weiss ich, was dood langweilig Geld für ein Kind ist.

00:19:15: Eines Abends habe ich entschieden, ich bleibe heute Nacht so lang auf die Knie und bitte Gott, darum mir da Sicherheit zu geben, bis ich sie habe.

00:19:26: Das habe ich schon etwas angeschissen.

00:19:28: Beim Starten, weil ich gedacht habe, es wird streng und lang.

00:19:33: Ich habe gerne geschlafen.

00:19:34: Ich schlafe heute noch gerne.

00:19:35: Ich habe mir das mega vorgenommen, weil es für mich das Thema zu belastend wurde.

00:19:44: Bevor ich gestartet habe, habe ich aber gefunden, ich nehme noch Bibel füren.

00:19:48: Ich leiste noch ein bisschen drin und schlasse sie so auf.

00:19:54: Da steht der Bibelfers, fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst.

00:20:00: Ich habe dich bei deinem Namen gegriffen, du gehörst zu mir.

00:20:04: Und...

00:20:06: Berührt dich gerade noch mal, gell?

00:20:07: Ja, jedes

00:20:08: Mal.

00:20:11: Ich habe natürlich nicht die Nacht auf den Knie verbracht.

00:20:15: Ich war einfach nur unglaublich berührt.

00:20:19: Dass offensichtlich der Gott meine durchwachte, durchbetete Nacht auf den Knie gar nicht will.

00:20:26: Dass er diese religiöse Anstrengung gar nicht will.

00:20:29: Er kommt mir entgegen und sagt, hey, stopp mal.

00:20:31: Alles bereits gut.

00:20:33: Du hörst bereits zu mir.

00:20:35: Ja.

00:20:37: Mega schön.

00:20:38: Danke, dass du es erzählst.

00:20:40: Genau.

00:20:42: Ich würde mega gerne mit Vivino über ganz viel reden.

00:20:45: Darum tu ich dein Werdegang abkürzen.

00:20:47: Du hast dich nachher entschieden für ein Haushaltslehrer.

00:20:50: Oder das hat man einfach so ein wenig auch von dir.

00:20:53: Dann hast du Ausbildung gemacht zur Pflegefachfrau.

00:20:56: Eine nicht unbedingt erste Wahl hat ihr aber viel gebracht, nachher doch im Leben.

00:21:01: Dann hast du dich mega früh verlobt, mit achtzehn in zehn Gehirten, mit zwanzig schon, mit zwei zwanzig ins erste Kind bekommen.

00:21:10: Und nach einem noch mal zwei Kind, in zwei tausend und zehn hast du Tragebaby gegründet.

00:21:16: Ganz eine spannende Geschichte.

00:21:17: Du hast Tragehilfenen, die du neidest, weil du selber angefangen hast.

00:21:24: viermal daraus gemachtes Unternehmen, das sehr gut gelaufen ist.

00:21:27: Dragon Baby hat einen grossen Namen bekommen und immer noch.

00:21:32: Und das reden wir noch, das wollen wir auch noch reden.

00:21:34: Genau, und im Jahr zwei Jahrzehnte ist etwas passiert, was einen grossen Einschnitt war.

00:21:38: In deinem Leben im Jahr zwei Jahrzehnte hat dein Mann eine schwere Krankheit bekommen.

00:21:43: Und du sagst, nachher bist du wie nicht mehr die gleiche Person gewesen.

00:21:47: Und dort würde ich sehr gerne mit dir wieder einsteigen.

00:21:50: Du sagst ja dort, also ihr habt die Charakter überwunden oder du hast ihn in dieser Zeit gepflegt.

00:21:56: und dann bist du aber, du hast dich selber wie nicht mehr erholt dort, gell?

00:22:02: Ja, genau.

00:22:04: Also man muss dazu vielleicht sagen, wir hatten schon vorher schwierige Ehe-Dynamiken bzw.

00:22:10: Dynamiken.

00:22:11: Mir ist das gleiche Gefühl, wie immer wieder passiert in dieser Ehe ab dem Anfang, die ich als Kind so kenne, also das Völlingenverwirrt zu sein.

00:22:23: So die Momente in einem Streitkonflikt, das ich nicht mehr klar hätte denken können, das ich das Gefühl hatte, was passiert mit mir und was passiert in mir?

00:22:35: Häufig bin ich nach einem Konflikt zwei Tage fast krank.

00:22:40: Also wirklich kann mich jedes Mal massiv wieder erholen und wieder aufraffen.

00:22:45: Was sind das für ... Komplik war, dass es ein sehr lauter Krach war, dass es sehr laut war.

00:22:51: Was war das, was so schwierig war?

00:22:53: Laut

00:22:53: wurde es eigentlich selten.

00:22:55: Es ist mehr für mich... Also ich muss ganz ehrlich sagen, ich wusste vieles am nächsten Morgen nicht mehr.

00:23:04: Und das im Nachhinein betrachtet ist eine Traumasympathematik.

00:23:11: Ich kann nur im Nachhinein auch ein wenig interpretieren.

00:23:17: Einerseits denke ich, es war alles sehr verwirrend.

00:23:22: Die Argumentation hat für mich eine Logik verloren.

00:23:26: An etwas, das mich wirklich festhalten konnte.

00:23:31: Und am Schluss ... Ja, schon zum Teil ist es für mich ein bisschen beängstigend geworden.

00:23:37: Ich habe mich manchmal ein bisschen gefürchtet.

00:23:40: Vor deinen eigenen Gefühlen.

00:23:42: Vor den eigenen

00:23:43: Gefühlen und seiner Reaktion.

00:23:47: Ich möchte hier einfach klarstellen, er hat mich nicht geschlagen oder so, aber es hat mich gleich irgendwo durch ein bisschen eingeschüchtert, was hier passiert ist.

00:23:57: Dann, vermute ich, bin ich auch noch sehr triggerbar, gerade durch die Situationen, die ich im Mobing erlebt habe.

00:24:04: Und wenn mich etwas an das erinnert hat oder das völlig überwältigend auf mich einbrasselt und mit den eigenen Emotionen, die noch aufgefühlt werden, denke ich, bin ich auch sehr triggerend gewesen und konnte nicht mehr klar denken, ja.

00:24:18: Und häufig am nächsten Morgen hatte ich nicht etwas in Wortfassung, was passiert ist.

00:24:23: War das das, was du selber Kinder bekommen hast?

00:24:25: Nimm mich an, das hat auch noch mal.

00:24:27: Du redest auch von einem Trauma.

00:24:31: Du hast ein Trauma erlebt als Kind, also die Isolation, oder dass es mir immer falsch war.

00:24:38: Kann man das sagen?

00:24:38: Das ist das Trauma.

00:24:39: Ja, und das Mobbing in der Schule ist mir sehr rau.

00:24:42: Ich war nach einer jungen Erwachsenung.

00:24:45: Ich bin keine Stäge drauf gelaufen und ständig ein Schulter blicken.

00:24:48: Ich habe mich so unsicher und so bedroht gefühlt überall, wo ich war.

00:24:52: Es war wirklich auch ein körperliches Trauma.

00:24:55: Ja.

00:24:55: Und dann bekamst

00:24:58: du selbst ein Kind.

00:24:59: Ich

00:25:00: habe meine Kinder von Anfang an sehr gut verstanden und können lesen.

00:25:08: Ich hatte immer das Gefühl, ich sehe mich auch in diesen Kindern.

00:25:14: Aber ich habe mich auch sehr weitergebildet.

00:25:17: Vor allem, als wir noch kleine Kinder waren, an dieser Zeit erinnert man sich weniger.

00:25:22: Da habe ich mich gesehen.

00:25:24: Als wir kleine Kinder waren, war mir plötzlich Wichtig wurde, sie zu verstehen.

00:25:28: Ich hatte immer das Gefühl, dass es nicht einfach böse ist, was die Kinder hier bringen.

00:25:34: Das hat einen Grund, den will ich jetzt herausfinden.

00:25:37: Und dann habe ich wirklich Weiterbildungen gemacht.

00:25:39: Ich habe wirklich Weiterbildungen in diesem Bereich.

00:25:41: Ich habe auch Weiterbildungen gemacht in Entwicklungspsychologien, Bindingslehr, in all diesen Sachen.

00:25:47: Und habe so angefangen zu verstehen, wie ein Kind tickt und was ein Kind braucht.

00:25:53: Und das hat mich ... sehr unterstützt, solange meine Kinder nicht reden können.

00:25:56: Sie haben auch wirklich etwas länger gebraucht, bis sie gesprochen haben.

00:26:00: Und später habe ich mich dann aber auch sehr selber wieder erkannt in meinen Kindern.

00:26:05: Und da waren meine Kinder nicht unbedingt meine grossen Träger gewesen.

00:26:11: Es gab schon Situationen, in denen sie sich vielleicht schwierig verhalten und ich gemerkt habe, Wenn es mir zu laut und zu viel und zu heftig und überwältigend und ich übermüde, kann ich das Nervensystem massieren,

00:26:25: so bereiten

00:26:26: und überfordern.

00:26:26: Und

00:26:27: in diesem Moment ist man schon sehr versucht, in alte Muster zu gehen, also zu den gleichen RZX-Massnahmen, zu greifen, wie man kennt.

00:26:37: Aber ich habe dort schon sehr viel, mir einfach kurz Zeit genommen, pausieren, auch etwas zu spüren, was es geht, ich mir ab und mich nachher neu zu entscheiden.

00:26:46: Das ist, glaube ich, Die pure Wachstumschancen haben so mit diesen Sachen rausgegangen, wo Kinder die rauslösen.

00:26:55: Spannend.

00:26:56: Aber in diesem Fall vor allem Beziehung mit deinem Mann hat es dann triggert.

00:27:00: Dort ist es immer so wundepünkt hergekommen.

00:27:03: Genau.

00:27:04: Und dann hast du dich viel so wie verloren.

00:27:08: Hast du gesagt?

00:27:09: Ja, sehr verloren.

00:27:11: Und auch sehr unmächtig.

00:27:14: Häufig haben auch meine Versuche, etwas in unserer ... Ich hätte es verändern, sodass es mir besser geht, mehr Unterstützung, wenn ich völlig am Leben war, bei solchen Sachen ... ... haben nicht gefruchtet.

00:27:27: Entweder ist im Gespräch quasi Verständnis gekommen, aber noch hat sich nichts geändert.

00:27:31: Oder es ist auch schon im Gespräch wirklich so eine Barriere gekommen, in der ich gemerkt habe,

00:27:36: ich kann nichts

00:27:37: bewirken.

00:27:38: Und ja, das waren sehr, sehr schwierige Dynamiken.

00:27:42: Und dir ist es dann auch immer schlechter gegangen.

00:27:45: Du hast eine lange Depressifizite gehabt, wo du dich sehr schlecht gefühlt hast.

00:27:49: Du hattest zusammen auch noch mit der Firma, wo du dort auch ... Ich muss sagen, du hast nicht mehr gut gelaufen.

00:27:56: Du musst Mitarbeiter entlassen, Menschen, die dir als Herz gewachsen sind.

00:28:01: Du bist ein Mensch mit sehr viel Herz.

00:28:03: Und dann passiert all diese Sachen, dir geht es mega schlecht.

00:28:09: Dann ist es dürfen fahren.

00:28:11: Kann man das sagen?

00:28:12: Ist es dann gekommen, hat dir doch wieder ein bisschen Boden gegeben?

00:28:15: Kann man das so sagen?

00:28:17: Ja, also muss ich sagen, der Bruch von mir ist wirklich so ein bisschen in diesem Krankheitsjahr passiert.

00:28:25: Da ist wirklich immer drin,

00:28:27: so dass... Ja,

00:28:28: fast ein bisschen, dass okay, also wo ich mich vorher vielleicht noch gewährt habe, vielleicht noch gesagt habe, Moment mal, etwas stimmt doch da nicht.

00:28:37: Das kann doch nicht so sein.

00:28:38: Und mich auch ungefähr behandelt gefühlt haben oder so.

00:28:44: In diesem Jahr habe ich einfach wieso akzeptiert, okay, mit mir stimmt etwas nicht.

00:28:50: Okay, ich bin psychisch krank.

00:28:52: Okay, meine Reaktion ist der Beweis dafür, dass ich psychisch krank bin.

00:28:59: Das ist so mein ... was aus diesem Jahr ich mitgenommen habe.

00:29:04: Und wenn du glaubst, du bist psychisch krank.

00:29:07: Ich glaube, dann wirst du psychisch krank.

00:29:10: Und wenn alles, was dich triggert, für dich ein Beweis ist, dass du jetzt ja psychisch krank bist, dann das ist fast schon selbsterfüllende Prophezeiung.

00:29:23: Und man verliert eine Tatkraft.

00:29:28: Ich bin immer müder geworden, immer mehr auch immer eine Ich würde es jetzt mal sagen, ein Hirn-Nebel, nicht mehr klar zu denken, mich nicht mehr konzentrieren zu mit dem Gespräch, nicht mehr wissen, über was wir überhaupt reden.

00:29:43: Also was das Thema von diesem Gespräch ist.

00:29:45: So Situationen gab es immer häufiger.

00:29:48: Und dann aber plötzlich wieder Situationen, wenn ich zum Beispiel außer Haus war, bin ich noch mit ganz anderen Leuten zusammen, die ich das Gefühl hatte, ich bin so normal und so klar.

00:29:58: Wahnsinnige Diskrepanz.

00:30:01: Diese Situationen, die so schwierig waren, sind v.a.

00:30:03: daheim passiert.

00:30:05: Und ja, es ist wirklich so der Moment, in dem ich so fest einfach nicht gewusst habe, was mit mir passiert.

00:30:12: Es hat sich angefühlt, meine Seele auseinander zu fallen.

00:30:16: Als würde ich innerlich zerbröseln auseinander zu fallen.

00:30:21: Meine ganz Persönlichkeit, Sachen, die ich geliebt habe, haben mir keinen Spass mehr gemacht.

00:30:25: Alles mögliche.

00:30:26: Und in der Mitte habe ich gespürt ... wie gut es mir tut, wenn ich TÜV fahren darf.

00:30:32: Also, mein damaliger Mann ist TÜV gefahren und hat mich ab und zu mitgenommen und es ist einfach das Gefühl, es kann mich verlieben in das Gefühl der Motor und den Wind im Gesicht und das Entdecken der Welt auf dem TÜV.

00:30:48: und aber er hat dann auch nicht immer dann, also er hat viel weniger TÜV fahren wollen als ich es gerne hatte.

00:30:55: So lustig, ja.

00:30:57: Und dann habe ich entschieden.

00:31:00: Ich fahre Töv, ich lerne Töv fahren und ich habe einen Willen entwickelt, den ich gar nicht mehr gekannt habe von mir.

00:31:07: Und Durchhalte will ich es durchhalte vermögen.

00:31:09: Ich habe das durch eine Box, dass wir uns oder wir mir einen Töv kaufen.

00:31:15: Er hat mir dann den ersten Handgriff beigebracht.

00:31:18: Und dann in der Schweiz ist er noch gegebigt, dann ist es L. Und an dem Moment darfst du auf die Strasse.

00:31:23: Ja,

00:31:23: sehr schnell.

00:31:24: Ja, sehr schnell.

00:31:25: Und ich habe das in der grössten Kategorie, dass man damals noch direkt machen kann.

00:31:28: Heute musst du das zuerst etwas einfacher und ein Stück langsam auf die grösste Kategorie starten können.

00:31:35: Und bin da, sobald ich das haben konnte, bin ich auf der Strasse gewesen.

00:31:41: Das war im November von August bis November auf der Strasse.

00:31:46: Aber das ist wirklich so am Morgen los, am Mittagsschnähen zu kochen, weil die Kinder von der Schule sind.

00:31:51: Am Nachmittag wieder los, sehr kleinere Runden, dann sind es aber auch immer grösser geworden.

00:31:57: Ja, und was hat dir das geht?

00:31:58: Einfach die Freiheit, oder?

00:32:01: In der Bediese habe ich es im Nachhinein betrachtet.

00:32:03: Ja, es war das Gefühl von Freiheit.

00:32:05: Zum ersten Mal hatte ich auch ein eigenes Fahrzeug.

00:32:09: Es war frei und es war, glaube ich, extrem gut, weil du musst so konzentriert sein, du musst so im Moment sein.

00:32:17: Dann ist das Nervensystem Regulation pur.

00:32:20: Die ganze Tonne, es vibriert, den Wind.

00:32:25: Und diese Tunnelblicken, die du musst haben, die Fokus, die du musst haben, das hat mir so gut gemacht.

00:32:32: Und ich spürte, wie ich immer mehr wieder zu mir ... zurückkommen.

00:32:37: Und häufig war es so, dass ich auf der Strasse einfach so glücklich war, dass ich an die Zeit gehe.

00:32:43: Da konnte ich nur noch dort glücklich finden.

00:32:45: Ähm, komm, bin ich heimgekommen.

00:32:50: Hirnnebel.

00:32:51: Schwere.

00:32:52: Müdigkeit.

00:32:54: Mich nicht mehr aufraffen können.

00:32:55: Sie sind sehr gross.

00:32:56: Ja, sie waren sehr gross in Diskrepanz, wirst du in diesen Beinen zuständig?

00:33:01: Mhm.

00:33:02: Mhm.

00:33:02: Gleichzeitig hast du ja wirklich ... Du hast dir Hilfe geholfen, du hast eine Beratung in Anspruch genommen.

00:33:10: Genau, es war ein Coaching, aber die Person, die das gemacht hat, hat schon eine Ausbildung als Psychotherapeutin.

00:33:18: Und ja, viel Erfahrung.

00:33:21: Genau, und sie hat dann nach relativ wenigen Sitzungen zum ersten Mal, als die Trauma ins Mund genommen.

00:33:27: Und wir haben einfach gesagt, Maria, das sind Traumasymptome.

00:33:30: Du hast stütliche Traumasympathie und woher kommt das?

00:33:35: Und ich habe ihr gesagt, ich habe meine Kinder früher schon am Anfang, als meine Kinder klein waren, recht angeschaut.

00:33:40: Ich hatte das Gefühl, da habe ich recht viel aufgearbeitet, auch bezüglich Mobbing.

00:33:47: Was traumatisiert mich denn jetzt noch?

00:33:50: Und das war wirklich so.

00:33:52: das grosse Rätsel, das ich das Gefühl hatte, da ist irgendetwas.

00:33:55: die mich die ganze Zeit kaputt macht und ich sehe nicht, was es ist.

00:34:01: Ich habe einen mega bezeichnenden Traum gehabt.

00:34:04: Ich habe so träumt.

00:34:06: Ich habe meinen kleinen Baby, meinen mittleren Sohn im Arm und da hat es ein Geisterhaus.

00:34:13: Und ich muss in das Geisterhaus ... weil etwas von mir liegt, etwas Wichtiges, das zu mir gehört, ist, aber die Geister bewachen das Haus.

00:34:21: Ich komme nicht hin.

00:34:23: Und es ist viel zu riskant, mit dem Baby im Arm zu gehen.

00:34:26: Dann hatte der Traum eine zweite Situation.

00:34:28: Und die war, ich habe meine Tochter an der Hand, die Jüngste, die damals über Achtung war.

00:34:36: Und ich sage zu ihr, jetzt bist du genug gross, wir gehen miteinander in das Haus.

00:34:40: Wir holen das.

00:34:42: Und ich bin verwacht und habe wirklich ... Jetzt bin ich bereit, das zu sehen.

00:34:48: Was immer das ist, was mich so kaputtmacht, jetzt bin ich bereit, das zu sehen.

00:34:54: Und das ist dann auch passiert.

00:34:56: Was ist denn das, kann man das sagen?

00:35:00: Ja, es ist diese Ehe-Dynamik.

00:35:03: Und vor allem das Kippen in der Glauben.

00:35:06: Es ist an mir.

00:35:07: Es ist mein Problem.

00:35:09: Und ich bin psychisch krank.

00:35:11: Es war das.

00:35:15: was mich schlussendlich so kaputt gemacht hat.

00:35:18: Und dann zu erkennen, mich auch zu informieren und darüber zu reden auch mit der Therapeute natürlich, was in gesunden Beziehungsdynamiken und was nicht.

00:35:32: All das dann auch über meinen Verstand anfangen zu erfassen, das hat ein ganz grosses Aha-Erlebnis immer ausgelöst.

00:35:43: Und es hat dir auch dazu geführt, dass du die Ehe aufgehörst, kann man sagen.

00:35:50: Also du hast dich von deinem Mann trennt, einen Riesenschritt und einen Riesenschallenge oder auch wenn du Kinder hast und so.

00:35:58: Ich nehme an, das war ganz schwierig, oder?

00:36:00: Ja, das war sehr schwierig.

00:36:02: Ich habe, wo ich das checked habe, was da vor sich geht, sofort entschieden zu gehen.

00:36:08: Weil ich auch noch gespürt habe, sobald ich in seiner Gegenwart bin ... bin ich wieder die psychisch krank Maria, die nicht klar kann denken, die nichts mehr schafft.

00:36:20: Und sobald ich wieder in einem gesünderen Umfeld bin, fühle ich so viel Lebenskraft in mir und Klarheit und will auch, etwas zu schaffen und etwas zu verändern.

00:36:31: Und ich habe dann gespürt, ich kann nicht in diesem Umfeld bleiben und gesund werden.

00:36:38: Und habe mich darum fast ein wenig knallaufall für eine Trennung entschieden.

00:36:46: Du sagst auch, das finde ich mega spannend, du hast es vergeben.

00:36:50: Also du hast jetzt, wenn du zurückdenkst an deine Eltern, an deinem Ex-Mann, keine schlechte Gefühle.

00:36:57: Das finde ich mega spannend.

00:36:58: Du sagst aber auch, du hast das alles durchgefühlt.

00:37:01: Kannst du da noch etwas dazu sagen?

00:37:03: Ja, genau.

00:37:05: Das ist für mich so ein wichtiger Schlüssel, dass alles, was aufkommt und was wir fühlen, muss... gefühlt werden.

00:37:14: Also ich komme ja immer von diesen Reisdich zusammen und blende es aus und fokussiere dich nur aufs Gute.

00:37:21: Aber das funktioniert eben nicht.

00:37:23: So verspalten wir immer mehr, dass Schwierungen einfach ab.

00:37:27: Ich denke, dass es mit dazu beiträgt, dass ich überhaupt gelandet bin, wo ich gelandet bin.

00:37:31: Weil man dann Schwierungen einfach abspalten quasi, bis man es vergisst, bis man es gar nicht mehr wahrnehmen kann.

00:37:38: Aber nein, ich habe nachher wirklich in der Aufarbeitung und ... allem was passiert ist, bin ich immer nach innen.

00:37:44: Ich habe immer nach innen gefühlt, die Gefühle durchgefühlt und diesen Gefühl ganz viel Liebe gebracht, würde ich jetzt sagen.

00:37:54: Und je länger ich weniger Angst hatte, schwierige Gefühle zu fühlen.

00:38:00: Im Wissen sind nur Gefühle, die brauchen einfach meine Liebe, die brauchen, dass ich ihnen Aufmerksamkeit gebe, die brauchen zu verstanden werden.

00:38:08: Auch.

00:38:10: Und dann sind sie plötzlich einfach weg.

00:38:12: Sie werden immer leiser und mit der Zeit sind sie weg.

00:38:14: Und so bin ich über die Jahre immer weniger triggerbar geworden.

00:38:19: Auch wenn schwedische Situationen passiert sind.

00:38:22: Ich habe sie so gespürt, so nein.

00:38:25: Es reagiert nichts mehr in mir.

00:38:27: Ich habe das alles durchgefühlt.

00:38:30: Wie geht es dir und deiner Familie heute?

00:38:33: Ja, es geht uns.

00:38:34: Das ist wirklich gut.

00:38:35: Ich würde nicht sagen, mein Alltag ist frei von Challenges.

00:38:39: Es ist ein Spierungen-Alltag.

00:38:42: Mehrheitlicher Leid ziehend mit drei Tieren.

00:38:44: Ich muss sagen, der Vater von den Kindern ist ja auch noch da.

00:38:48: Also, ganz alleine ziehend bin ich nicht.

00:38:51: Klar, ich habe mit ihm keinen direkten Kontakt, wenn es um Kinder geht.

00:38:54: Er wohnt auch an einem anderen Ort.

00:38:56: Und gleich ist er auch noch der Vater von den Kindern.

00:38:59: Und ich habe einen neuen Partner.

00:39:02: relativ bald nach der Trennung schon gehabt.

00:39:05: Und das hat mich auch sehr geholfen übrigens.

00:39:08: Es ist ganz wichtig, weil er mir immer wieder den Kontrast gezeigt hat.

00:39:12: Also ich denke im Nachhinein, wenn ich ihn nicht hatte, wäre ich vielleicht sogar wieder zurück in die Ehe.

00:39:19: Weil ich so an mir zweifelt habe, wo ich aus dieser Ehe komme.

00:39:22: Ich habe so mich immer infrage gestellt.

00:39:25: Und so habe ich die gleichen Situationen immer wieder erlebt.

00:39:29: Und dann, plötzlich erlebt, Die Reaktion von ihm ist nicht so, dass es mich triggert.

00:39:34: Die Reaktion von ihm ist so, dass wir zusammenhinschauen können und zu heilen.

00:39:39: Meine Trigger werden jetzt in dieser Beziehung geheilt, statt dass sie sich verstärken wie vorher.

00:39:45: Der Kontrast ist enorm wichtig für mich und enorm heilsam.

00:39:51: Und ja, also sind wir so ein bisschen etwas patchworkmäßig unterwegs und ... sind jetzt mehr Jahre.

00:39:58: Ich habe dann auch mein schöner Haus.

00:40:01: Wir mussten es verkaufen.

00:40:04: Und das ist mir sehr schwer gefahren.

00:40:06: Aber dann haben wir das hier gefunden, das Hauslid am Gloris.

00:40:10: Und es geht uns hier sehr gut.

00:40:16: Wie ist das mit dem Glauben deiner Kinder?

00:40:20: Du hast gesagt, du hast ein Erlebnis gemacht, du hast uns davon erzählt und gesagt, das kannst du nicht mehr.

00:40:25: vergessen, wie du dort gut erlebt hast.

00:40:28: Was für eine Rolle spielt denn Gott, der Glaube noch heute in deinem Leben?

00:40:33: Ich habe es etwas reframe tatsächlich.

00:40:37: Ich schaue das schon nicht mehr gleich an, wie damals.

00:40:40: Das ist ja damals, wie auch alles, sehr explizit erklärt gewesen.

00:40:45: Genau so ist das gemeint und so ist das passiert.

00:40:48: Und so musst du das glauben, dass ich heute nicht mehr so.

00:40:52: Aber die Verbindung zu dieser mega grossen Liebe, die wir jederzeit einfach dürfen, anzapfen, die uns

00:41:00: führt,

00:41:01: auch ganz fest ist das Thema von mir, Intuition.

00:41:04: Ich glaube, das ist so die Verbindung zu dem grossen Ganzen, das uns führt und da immer mehr darauf los darf.

00:41:11: Das ist für mich mega, mega wichtig.

00:41:13: Ja, und das ist für mich sehr zentral.

00:41:18: Ich würde so gerne noch etwas über deine... Grosse Passion-Läden über Trage-Baby.

00:41:24: Wir haben nicht so viel Zeit, aber das ist wirklich eine grosse Leidenschaft.

00:41:28: Ich finde das so schön.

00:41:29: Es sind Tragehilfen, die du seit Jahren herstellst, die nicht so viel Liebe gemacht sind.

00:41:35: Und die Kinder sind so nahe.

00:41:38: Es geht fast schon näher.

00:41:39: Und dass du für so etwas brennst, das selber viel zurückweisig, viel ablehnung, viel Isolation erlebte, das finde ich so krasse Gegensatz.

00:41:49: Mega schön, oder eigentlich?

00:41:52: Was bedeutet diese Arbeit?

00:41:56: Einerseits ist es natürlich für mich eine pure Nervensystemregulation, dass ich so viel nähen kann, dass ich kreativ sein kann.

00:42:03: Es tut mir halt sehr gut.

00:42:05: Das andere ist aber auch, das ist wirklich ein grosser Saal, das ich habe.

00:42:09: Dass es in unserer Gesellschaft immer normaler wird, dass Babys sehr viel mehr Nähe brauchen, als man das ... eigentlich landläufig meint.

00:42:21: Und wir können jetzt sagen, du machst das, weil du selber, so wenig Nähe zu überkommen hast, ähm, vielleicht auch, es heilt mich sicher auch oder hat mich geheilt.

00:42:30: Über den Punkt bin ich schon länger raus, also das müsste das noch wieder belasten oder gross beeinflussen.

00:42:36: Es ist aber wirklich auch das tiefe Verständnis dafür, was Kinder brauchen.

00:42:40: Kinder sind so gemacht, dass sie sich sicher fühlen oder fast nur sicher fühlen.

00:42:47: in der Nähe und in der Bindung zu ihrer erwachsenen Person, zu der Bindungsperson.

00:42:54: Und das Dreck hat so eine wundervolle Möglichkeit.

00:42:57: Da gibt es noch viele andere.

00:42:58: Da gibt es stille und überhaupt eine liebevolle Geburt, ist auch mega hilfreich.

00:43:06: Ja, so viele Möglichkeiten.

00:43:07: Oder eben, dass Kinder nicht alleine schlafen, ist für mich auch ganz etwas Wichtiges, dass es bei mir in der Nähe schlafen darf, solange es so etwas war.

00:43:15: Aber ... Das Trägen ist das, was fast alle Kinder gerne und fast alle Eltern auch bieten können.

00:43:22: Weil Stille kann man nicht klappen.

00:43:24: Schlafen kann sein, dass man sagen muss, ich arbeite es einfach nicht mehr.

00:43:29: Aber Trägen?

00:43:30: Schafft fast jeder, und es ist so eine wundervolle Möglichkeit.

00:43:33: Das ist komplett natürlich.

00:43:35: Hier gibt es Bau- und Gleichzeitung, macht einem das Leben noch leichter, weil man die Hand frei hat.

00:43:39: Das ist so.

00:43:40: Ich habe immer drei Kinder vor, alles vermissen, manchmal ist es richtig.

00:43:43: Ja.

00:43:44: Sie sind so gross und sind wenig nimmer.

00:43:47: Ich empfinde auch, dass man es den Kindern angespürt.

00:43:50: Dass sie das Gefühl von, ich bin dreit, verinnerlicht hat, ihren Körper weiss das.

00:43:56: Nicht nur ihren Verstand.

00:43:57: Ihre Körper weiss ich bin bereit.

00:44:01: Wunderschön als Urvertrauen quasi.

00:44:07: Du sagst ja auch, du hättest das Gefühl, Gesundheit der Gesellschaft wäre anders, wenn die älteren Kinder Beziehung gesund wäre.

00:44:16: Oder intakt.

00:44:17: Oder wenn diese Beziehung einfach gut ist.

00:44:19: Ja, das ist auch ein Beständnis aus der Entwicklungs- und Bindungspsychologie, Bindungslehr.

00:44:26: Ja, dass ein Hirn reift unter Bindung, unter wirklich intensiver Beziehung und im ersten Lebensjahr bedeutet Bindung wirklich physisch.

00:44:36: Das Kind muss dich sehen, spüren, schmücken, gehören.

00:44:42: Und dann kann ein Kinderhirn reifen und kann so sein vollen Potenzial erreichen.

00:44:48: Ich sehe ganz viele gesellschaftliche Problematik, so eine schwarze Weissdenke.

00:44:52: So ein ... Du hörst zu uns und du nicht.

00:44:55: Das ist richtig.

00:44:56: Und das ist, falls die Absolutismen zum Beispiel sind.

00:44:59: Immer ein bisschen anzeichen, die nicht ganz ... Ja, nicht ganz greift der Hirnphysiologie jetzt.

00:45:07: Also rein psychologisch, nicht ganz greift.

00:45:10: Und so richtige Reife im Menschen sind Zukunft, denke ich, einer gesunden Gesellschaft.

00:45:18: Ich höre bei dir immer wieder das Wort Intuition.

00:45:20: Das ist ein Riesenthema.

00:45:22: Kannst du noch etwas zu diesem sagen?

00:45:24: Für mich ist Intuition halt auch das, was mich aus diesem Riesenschlammassel herausgeführt hat.

00:45:30: Das Gespüre von, ich muss jetzt fahren darf.

00:45:34: Es ist wirklich so fast schon ein körperlicher Schub.

00:45:38: Das brauche ich jetzt.

00:45:41: Wir wären uns manchmal gegen etwas, das unseren Verstand nachher als Extrem empfindet.

00:45:46: Ich hätte auch sagen können, oder das ist mir auch gesagt worden, jetzt übertriebst du.

00:45:50: Das ist ein kletzter Extrem, so viel du fährst.

00:45:52: Das haben

00:45:52: wir nicht, oder?

00:45:53: Ja,

00:45:54: genau.

00:45:56: Vielleicht ist es auch nicht unbedingt so typisch, dass jemand, der so Baby-Elteren-Kin im Fokus hat, dann so gerne Töpfert.

00:46:03: Ich mache übrigens bis heute sehr gerne mit meinen Partnern aus.

00:46:06: Das ist wirklich unser gemeinsamer Hobby.

00:46:11: dass man dann folgt, wenn man es spürt, dass es richtig ist.

00:46:15: Egal, wer was sagt.

00:46:18: Und das ist schlussendlich ein Intuitionsschritt, um daran noch viele weitere zu geben.

00:46:25: Denen zu folgen hat mich schlussendlich aus dem Ganzen herausgebracht.

00:46:29: Ja, das hat mich ererkennen.

00:46:31: Intuitions spricht übrigens häufig auch über die Träume.

00:46:35: Ich hatte mehrere sehr wegewissende Träume gerade in dieser Zeit.

00:46:40: Ähm, ja, das ist wirklich etwas, das ich glaube, so wichtig, dass wir wirklich auf unsere Intuition nüchtern.

00:46:49: Und du verbindest das ja auch mit Gott?

00:46:50: Mhm, für mich ist das einfach.

00:46:55: Also in der Bibel dargestellt durch Heiligen Geist.

00:46:59: Alle haben ihre Worte für, du kannst verschiedene Worte für werden.

00:47:02: Für mich ist es das.

00:47:03: Es ist Bibelrette überall, die Stimme vom heiligen Geist, und ich glaube, das ist die Stimme der Intuition, die viel grössere Weisheit anzapft, die uns eben dort hinführen will, wo unsere höchste Bestimmiglied, das, was wir am besten und am meisten können, unsere Gesellschaft bereichern damit und uns gleichzeitig auch am glücklichsten macht.

00:47:28: Maria Haller, die letzte Frage, die ich jedem Gast stelle, Das kommt jetzt auch für dich.

00:47:34: Was gibt dir Hoffnung, was würdest du sagen?

00:47:36: Ich habe den Podcast vorhin schon gelost und ich habe gewusst, dass die Frage kommt.

00:47:40: Das ist im Fall recht schwierig, aber ich würde genau bei diesem Punkt bleiben.

00:47:46: Es gibt keine Situation, in der wir nicht ganz still werden können und darauf vertrauen, dass wir die Verbindung haben.

00:47:59: Alle zu diesem grossen Ganzen.

00:48:03: Und die Stimme ist nicht laut.

00:48:05: Das ist nicht ... Häufig widerspricht sie sogar ein bisschen den Vernunft.

00:48:09: Aber durchs ganze Stillen werden und ganz, ganz in uns hinein gehen, dürfen wir immer in jeder Situation ein Ausweg und ein Weg finden.

00:48:21: Danke dir vielmals, Maria, für das Verzählen.

00:48:23: Mega spannend war und ein richtig schöner Ausflug ist klar.

00:48:27: Danke dir vielmals.

00:48:29: Alles Gute dir, deiner Firma, deiner Familie.

00:48:31: Danke vielmals.

00:48:32: Maria Haller, mein Gast heute im Vis-à-Vis.

00:48:39: Mir ist klar, dass das nur eine Seite ist, die man im Vis-à-Vis zur Seite der Maria Haller gehört.

00:48:45: Alle Gäste in Vis-à-Vis nehmen uns mit in ihre Empfindungen, in ihre Erlebnisse, dass es eine andere Person, die meine Gäste davon erzählt, wie in diesem Fall der Ex-Mann von Maria Haller ganz anders erlebt hat.

00:48:58: Das ist natürlich sehr gut möglich.

00:49:01: Danke dir fürs dabei sein.

00:49:03: Mehr zu Trage-Baby im Unternehmen der Maria Haller findest du bei uns in den Show-Notes.

00:49:08: Und wir danken dir auch, wenn du uns im zwanzig- sechserzwanzig unterstützt, mit einer finanziellen Spende.

00:49:14: Eher auf Medien, die den Podcast produziert, ist ein Spendenwerk.

00:49:17: Und wir brauchen euch, damit wir gerade so ein Vis-à-vis weiter aufnehmen und ausstrahlen können.

00:49:24: Danke vielmals.

00:49:25: Der Link zum Spenden gibt es auch bei uns in den Show-Notes.

00:49:28: Bis bald wieder, ich bin Trudstutz.

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