Martin von Känel zwischen Aktivismus und Ankommen

Shownotes

Martin von Känel ist seit mehr als 30 Jahren verheiratet, hat vier erwachsene Söhne und arbeitet seit Jahrzehnten in der Sozialarbeit. Davor lancierte er als Selbständiger innovative Projekte, wie die erste Schuldenberatungsstelle im Berner Oberland oder den ersten Skatepark der Schweiz, das «Rollorama». Diese Pionierarbeit verdankt er auch seiner Hyperaktivität – die er manchmal als Last empfindet. Um nicht auszubrennen, musste Martin seine Grenzen akzeptieren und sich mit ihnen versöhnen.

In diesem Gespräch gewährt Martin Einblick in seine Ehe, in seinen Wandel als Vater, in seinen Umgang mit schweren Schicksalen – und er erzählt auch von der Hoffnung, die ihm bleibt.

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Host: Sarah-Maria Graber

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00:00:00: meine Hyperaktivität, meine Ungeduld, dass ich ein aufbrausendes Naturell habe, mit allen Vor- und Nachteilen.

00:00:10: Das ist z.B.

00:00:12: etwas, das mir nicht anders würde.

00:00:13: Aber es ist immer wieder hier.

00:00:15: Das muss ich akzeptieren, manchmal bei Leuten Entschuldigen.

00:00:22: Das geht auch dazu.

00:00:23: Das kann auch aus der Beziehung schaffen.

00:00:26: Bei uns erzählen die Menschen

00:00:29: ihre Geschichte.

00:00:30: Ein Podcast von EREF Mediaschutz.

00:00:34: Herzlich, echt und ungeniert.

00:00:38: Martin von KANU hat seit mehr als dreißig Jahren gearbeitet.

00:00:41: Er hat vier erwachsene Söhne und arbeitet seit Jahrzehnten in Sozialarbeit.

00:00:46: In seinem Leben hat er viele Projekte und Unternehmen initiiert, unter anderem die erste Schultersanierungsstelle in Bern-Roberland, oder auch der erste indoor Skatepark in Schweizer Rollorama.

00:00:59: Das verdankt er nicht zuletzt seiner Hyperaktivität, die aber auch ein Last ist in seinem Leben.

00:01:04: Er hat dank schmerzhafter Erfahrungen gemerkt, dass er Grenzen hat und dass Grenzen auch gut tun können.

00:01:12: Mehr darüber erzählte er uns jetzt.

00:01:13: Schön beschmitten dabei.

00:01:15: Mein Name ist Sarah Maria Graber.

00:01:16: Herzlich willkommen, Martin von Köln.

00:01:23: Von Köln?

00:01:24: Ja, von Köln.

00:01:25: Von Köln und Adlik.

00:01:26: Aber wir sind irgendwann mal verarmt.

00:01:28: Wir sind nicht im Adlik.

00:01:30: Das hat mir mal ein von mei gesagt.

00:01:34: Genau, es war mal mein Chef in der Zerste und wir sagten, du bist kein Adlik mehr.

00:01:38: Es ist in Ordnung so.

00:01:41: Ja, danke, dass ich dir da besuchen darf.

00:01:43: In Jaberge ist wunderschönes Örtli, wunderschönes Haus, das dir bewohnert und deine Frau hier mit einem wunderschönen Ausblick.

00:01:53: Herr Naldi-Buren hat eine Hundertsebenzigerung.

00:01:56: Ja, sehr schön.

00:01:58: Gemütlich.

00:01:59: Danke.

00:01:59: Ein

00:02:00: Holzig, charmant eingerichtet.

00:02:03: Du sagst mir, du trägst nicht gerne Helm auf dem Wellen?

00:02:07: Du siehst mir gut, dass ich dich nicht gerne im Auto

00:02:10: habe.

00:02:10: Oje, oje, so ein Papa.

00:02:12: Und

00:02:12: du hast nicht gerne einen Chef?

00:02:15: Ja, es ist alles zusammenwahr.

00:02:18: Was schliessst du da draus?

00:02:19: Warum?

00:02:20: Ähm, ich denke, es hat schon mit meiner Kindheit, mit meinem Typ Charakter-Egenschafter, der mir auch etwas mitbekommen hat.

00:02:29: Wir haben ein wenig viel Wilde in unserer Familie auf der Seite des Vaters, von der Mutter.

00:02:34: Aber er hat es auch noch mit der Enkelkindheit zu tun, die man ganz vieles nicht hätte dürfen.

00:02:40: Und ich habe so einen inneren Reflex, wenn mir jemand etwas vorschreiben will, dann finde ich das anfangs mal nicht gut.

00:02:49: Ich wollte mich selber schützen, wenn nicht anhillen, dann lege ich einen Helm an.

00:02:54: Aber wenn ich mich in die dümmste Jahre ... Überlebt habe ich ohne Helm.

00:02:57: Ich sehe nicht, warum wir uns am Weg zur Arbeit einen Helm so darlegen.

00:03:01: Das passt mir einfach nicht.

00:03:03: Das finde ich unsympathisch.

00:03:05: Aber es ist total unvernünftig, ich weiss.

00:03:09: Also, du wirst mir wissen, es ist unvernünftig, aber du findest es trotzdem unsympathisch.

00:03:14: Genau.

00:03:15: Ja, und das ist meine Freiheit.

00:03:17: Ich konnte etwas dumm sein, aber dafür Freiheit.

00:03:20: Schau, mit Sicherheit geht Freiheit.

00:03:24: und mit Freiheit geht auch die Sicherheit.

00:03:27: Das beisst sich.

00:03:28: Wir kippen heute ein wenig auf eine Seite runter, wenn ich sehe, die Kinder müssen überall, wo beim Schienen, Rückenschöner, Neuschöner bekommen manchmal vor, wie in Rüstungen die Leute heute.

00:03:39: Und da bin ich halt noch anders aufgewachsen.

00:03:43: Ob der Mut zum Risiko etwas passieren kann, das hat auch Verantwortung zu übernehmen und auch auch eine innere Vorsicht zu entwickeln.

00:03:53: Du hast angesprochen, du bist eng aufgewachsen in dieser Kindheit.

00:03:56: Das heisst, du bist in einem religiösen, älteren Haus aufgewachsen.

00:04:00: Aber du bist eng in einem religiösen, älteren Haus.

00:04:02: Was heisst das?

00:04:05: Ja, das ist einfach ein Freichiller.

00:04:10: wo es ganz stark darum ging, ein tugendhaftes Leben zu leben.

00:04:17: Und da hat man natürlich kategorisiert, was ist tugendhaft.

00:04:21: Und da hat man darauf geguckt.

00:04:24: Neben der anderen ist es natürlich ganz viele Grauzonen, die man nicht darüber geredet hat.

00:04:28: Und sonst hat man sie auch gar nicht ausgehalten.

00:04:32: Natürlich hatte man nicht Alkohol getrunken, man durfte nicht rauken.

00:04:36: Man durfte nicht Fernseher schauen.

00:04:39: Mein Vater kaufte sich mal eine Radio.

00:04:42: Er hat eine Werbung gelesen.

00:04:44: Der Radio bringt die Welt ins Haus in den Sechzigerjahren.

00:04:47: Er schoss zum Fenster raus, weil er nicht die Welt in seinem Haus wollte.

00:04:52: Er wollte ein Haus haben, das nachfolgt.

00:04:57: Und später ... Er hat sich meine Eltern entwickelt, aber sie ist etwas hinter raus.

00:05:02: Er ist schon lange gestorben.

00:05:04: Der Fernseher hatte ihm eine Schrift und als er von seinen Brüdern und Schwestern besucht wurde, hat man eine Schrift.

00:05:11: Ja, so macht man es halt, oder?

00:05:13: Ja,

00:05:14: so hat man es gemacht.

00:05:15: Also, die Vater ... Was hast du für eine Erinnerung an die Vater?

00:05:21: Neben diesem Radio ist es nicht wahnsinnig viel.

00:05:23: Ich hatte eine Schrift, ich hatte einen Vater, der ... Er war ein Epideleptiker und hat jahrelang mit zuviel Medikament versenkt.

00:05:33: Er konnte nur präsent sein.

00:05:35: Er war erwachsen und hat eine Frage gestellt.

00:05:39: Er stellte Medikation neu ein.

00:05:41: In den sieben Jahren machte man das so.

00:05:43: Was ist das Medikament?

00:05:43: Er war versenkt?

00:05:48: Genau, als Epideleptiker war er sediert, damit er keine äptileptischen Anfälle mehr

00:05:54: hat.

00:05:54: Und was hast du vom Gemüt her?

00:05:56: Ja, genau.

00:05:57: Er hat zu viel geschlafen.

00:05:58: Er kam irgendwann mal an eine Rente.

00:06:02: Darum hat er auch bezog, dass ich heute Sozialarbeiter bin.

00:06:06: Aber er konnte nicht so präsent sein.

00:06:09: Und das habe ich als Bub nicht so schlimm gefunden.

00:06:14: Ich konnte meine Streicher machen.

00:06:16: Ich hatte nicht so präsenten Vater, als ich das konnte.

00:06:19: Ich hatte vier Schwester.

00:06:20: Die Mutter war sehr beschäftigt mit ihnen.

00:06:23: Und dann konnte ich mir sehr viel Freiheit ausnehmen.

00:06:25: Das habe ich genossen.

00:06:26: Ich habe erst, als ich selber ein Vater war, gemerkt, dass mir auch etwas fehlt.

00:06:32: Ein Vater, der eine Linie vorgibt.

00:06:35: Und das hat auch noch etwas zu diesem rebellischen, eigen, sinnigen, eigenmächtigen Mensch beitreten.

00:06:42: Also kein Vater, der sagt, du musst dich angehorten, du musst die Helme anlegen.

00:06:45: Genau,

00:06:45: das habe ich immer selber entschieden.

00:06:48: Und wie war es zu dir in der Mutter?

00:06:49: Du sagst, du warst beschäftigt.

00:06:51: Ich

00:06:52: war natürlich der einzige Bub, weil der Vater nicht in die Sommer war.

00:06:56: Eigentlich wurde mir mehr Vater ersetzt.

00:07:00: Das hat mich in eine Enge eintrieben, die dazu geführt hat, dass er mit zwanzig zu Bern eine Wohnung sucht, wo der Mutter am Tag vorhin sagte, ab morgen zu Bern lebt.

00:07:13: Ja, gewusst, dann ist sie ab dem Tag an die Ruhigung.

00:07:16: Und wenn wir es vorhin sagen, ist sie ab dem Tag an die Ruhigung.

00:07:18: Und das wollte ich nicht.

00:07:19: Ich habe es einfach auf die Art und Weise gelöst, dass wir losreissen müssen.

00:07:24: Von dieser Rolle ist heute der Vater ein Satz zu sein.

00:07:27: In dieser Welt, wo der Mann eigentlich wichtig wäre, musste er sein.

00:07:32: Und wenn ich grosser war, oder ich ein Auto hatte, bin ich mittwoch einkaufen.

00:07:37: Aber ich war für sie ein Gegenüber, das mir nur wohl war.

00:07:41: Also, was ich rauskomme, war, du warst ein sehr lebendiger Bub, aber ein freiheitsliebender Bub, hast du sehr gemacht.

00:07:48: Wie wirst du dich beschreiben als Bub und Jugendlicher?

00:07:51: Ja, aber hyperaktiv auf jeden Fall, oder immer lämpend metallär in jedem Streich dabei war, in der Pubertät.

00:08:01: Viel, viel Mist baut also die Omett, Alkohol, Autochlauen und umfahren.

00:08:08: Ich bin mit zwei Fahrstunden an die Autoprüfung, weil ich das Auto-Detaktisch mir selber beigebracht habe.

00:08:13: Und jetzt sind wir undenkbar heute, wenn wir uns etwas zurückschauen.

00:08:18: Ich hatte einfach immer Glück, dass ich ... Ich war nie bewusster.

00:08:23: Meine Schwester kam vor die Jugend.

00:08:25: Eine Schwester, eine Vier, weiss man nicht, welche.

00:08:28: Und ... Und ... Wir gaben sie nie.

00:08:31: Als wir in der Focke kamen, ohne Spöter im Gefängnis geschafft haben, wurde ich so beausworden.

00:08:37: Es hat so wenig gebraucht, und ich wäre auf der anderen Seite gelandet.

00:08:41: Und das macht mich auch demütig.

00:08:45: Das ist ... Du warst aus dieser Freicheuchel, wo du wieder aufgewachsen bist.

00:08:53: Genau, warum?

00:08:55: Ich war natürlich näher dankbar, dass sie mich ausgeschossen haben.

00:09:00: Ich konnte meinen Eltern aus dem enger Rahmen ausgehen.

00:09:04: So freiwillig, weil ... Das war ein Versage für die Eltern, wenn die Kinder nicht in die Gemeinde gekommen sind.

00:09:13: Da hat sie das Gesicht verloren.

00:09:15: Und so haben wir es einfach produziert.

00:09:18: Wir haben Jugendäben gemacht.

00:09:20: Wir haben Musik gemacht mit Schlagzeugen.

00:09:23: Und das war auch vom Teufel ein Schlagzeug.

00:09:26: Und ja, dann fanden sie einmal, dass es doch unsere weltliche Wege ging, ihre geistliche Wege, und wir verbotten weiter in ihrem Chor zu singen.

00:09:37: Und das habe ich dankbar entgegengenommen.

00:09:41: Und dann ist die grosse Freiheit gekocht für mich.

00:09:44: Aber der Glaube an Gott, der ist Ihnen mitgenommen, oder?

00:09:47: Was hat er etwas bedeutet?

00:09:49: Ja, das ist noch komisch.

00:09:51: Mein bestes Freund hat mit dem auch den Glauben komplett nachgegengenkt.

00:09:55: Und ich wollte das nicht.

00:09:59: Im Gegenteil, ich habe eigentlich gesucht, wie ich diesen Glauben mit Freiheit verbinden kann.

00:10:05: Und dann habe ich so eine Leute wie Larry Norman, Weist du den Devil of All the Good Music?

00:10:11: Das sind so meine ... Christliche Rockmusiker waren meine Vorbilder.

00:10:18: Ich versuchte im englischsprachigen Raum nach anderen Arten der Glauben zeitgemäß zu leben.

00:10:27: Und das habe ich in einer anderen Freikille gefangen, die mir eine Zeit lang auf eine gute Art in diesem Weg begleitet

00:10:35: hat.

00:10:36: Kannst du dir erklären, warum der Glauben dir wichtig war?

00:10:38: Hast du schon Ihnen ein Erlebnis gemacht?

00:10:40: Das sieht an diesem Gott, an diesem Glauben halt irgendwie fest, an diesen Leuten.

00:10:45: Ja, das ist schwierig nach vierzehn Jahren auch mehr darauf zu schauen.

00:10:50: Ich habe mir ursprünglich... Da hat man sich ja... Irgendwann musste man bekehren in diesen Frechilen.

00:10:58: Und das habe ich wieder wilder gemacht.

00:11:00: Aus einem Grund habe ich die Touhe gehauen.

00:11:02: Ich weiss noch, bevor ich sie das gemacht habe, sagte sie, ich brauche sie, habe ich noch Jerry Louis gelassen und dachte, jetzt ist mein Leben fertig, aber jetzt ist es nur noch langweilig.

00:11:12: Man darf nicht mehr tanzen, einfach nichts, was Spass macht.

00:11:17: Aber ich wollte sie nicht tun.

00:11:18: Also mache ich das.

00:11:19: Und er ... Auf einem langen Weg ist es näher von diesem Angstgloben, um einen selbst gewählten Globen zu kommen, der seine Aufuaps aber auch zugelassen hat.

00:11:33: Das ist ja noch wahnsinnig.

00:11:35: Du siehst einen selber wilden Jahr erlebt.

00:11:37: Du hast ganz viele Initiativen aus dem Boden gestampft, viele Projekte.

00:11:42: Was hast du in diesen zwanzig Jahren

00:11:45: alles gemacht?

00:11:46: Wir hatten als Junge eine Band, eine Country Rock Band.

00:11:50: Die Qualität ist ... Lass uns mal hierhin sprechen, aber wir mussten auftreten.

00:11:55: Wir haben Menschen von diesem Glaubenwoll erzählen.

00:12:00: Ich hatte verschiedene Hauskreise über ein Glauben.

00:12:04: Das sind Leute, die gekämpft haben, manchmal bekämpft sind.

00:12:08: Ich bin von Anfang an sehr freilandos.

00:12:13: Ein Stück heute war mir so vertraut, weil ein Freichiller im Dorf ohne Ranggruppen war.

00:12:19: Ich bin einfach in andere soziale Ranggruppen eingegangen.

00:12:23: Das hat mitgezogen.

00:12:25: Zu diesen Leuten habe ich mitgeholfen, Gassenarbeit zu machen.

00:12:31: Ich habe mitgeholt von einem Team, der in Gefängnis ging.

00:12:34: Ich ging an Gottesdienst, dann war ich auf dem Torberg.

00:12:36: Dann habe ich bekannte Verbrecher kennengelernt, die mir noch eine Zeitung von einer Liste hat.

00:12:42: Ich habe im Ausland Einsätze gemacht.

00:12:45: Ich habe Bibeln geschmuggelt, die in Ostblock waren.

00:12:47: Ich war einmal aus Afrika.

00:12:50: Ich habe wirklich das Abenteuer mit Gott gesucht.

00:12:56: Und das habe ich hier gefunden.

00:12:57: Und freilich war ich dort immer offen für crazy Sachen.

00:13:01: Und das war eine gute Plattform, um das total auszuleben.

00:13:05: Und weil ich gerne geredet habe für die Leute und so, habe ich dort meine Bühne gefunden.

00:13:14: Etwas, was ich im Raum Bern aufgewachsen habe und etwas, was ich mitbekommen habe als Kind und Jugendliche, ist das Rollo-Rama.

00:13:22: Das ist ... Etwas von den Gründen hast du so mit unter die Rieske oben?

00:13:27: Genau, das war dann schon ein weiterer Schritt.

00:13:31: Ende den Zwanzigsten ging es irgendwie mehr Richtung Sozialarbeit.

00:13:37: Aber die Gassenarbeit.

00:13:38: mit den Pfarrer Sieber habe ich in Bern geholfen, eine Nordschlafstelle aufgebaut.

00:13:43: Und das Rollerama war dann ein Initiativer von Frechlernen, Oacheln und Regiontauben.

00:13:50: durch spezielle Umstände.

00:13:51: Ich habe einen Selbsthaarger gesucht, bin in ein Gespräch gegangen und komme mit einem Job raus.

00:13:55: Dann hat mir gesagt, du bist der, der wir suchen, für dieses Projekt zu leiten.

00:13:58: Ich bin heimgekommen, die Frau war frustriert.

00:14:01: Du hast eigentlich einen Selbsthaarger, einer, der deinen Ärzte erledigt hat.

00:14:05: Dann kommt ein Job zurück.

00:14:06: Super, oder?

00:14:07: Genau, das haben wir gesucht.

00:14:09: Und ja, das Rolleramen ist so ... Frechheitlich gestartet, aber mit einem ganzen Gesellschaftsnahenbezug, Arbeitslosenberecht, wo Skypanen baut, Rollerdisko, ich weiss noch, bei einer Eröffnung waren es fünftausend Leute gekommen, in die selbe, oder wir waren mitten in der selben, in der neunziger Jahre, in diesem Nachtleben, in jedem samstigen Rollerdiskobefehl, um morgen um drei Uhr zu kommen, um den Sonntag entsprechend kaputt zu sein.

00:14:38: Und du hast vorhin erwähnt, dass du eine Frage hattest?

00:14:41: Ja.

00:14:41: Bist du küratet schon in dieser Zeit?

00:14:44: Ja, alles so nebenbei.

00:14:45: Und hast du auch schon Kinder?

00:14:48: Ja, dann haben wir auch schon drei kleine Kinder.

00:14:50: Und er hat noch die Soz gemacht nebenbei.

00:14:52: Ich habe die Soz... Also, da muss man ein Praktikum machen.

00:14:57: Und dann habe ich mit der Soz diskutiert.

00:14:59: Ich will nicht neu mehr Schüsse arbeiten.

00:15:02: Ich mache das Praktikum dort, wo ich Chef sei.

00:15:04: Im Roller-Rama.

00:15:06: Wenn ich etwas zu reden gehe, habe ich vom Jugendgericht einen Praxisbegleiter gehabt, der mir im Roller-Rama einen Chef war, das Praktikum-Metal zu machen.

00:15:16: So ist es crazy, oder?

00:15:18: Aber du sagst, deine Frau, du hast viele Sachen gemacht, du hast auch Dummheiten gemacht, rückblickend.

00:15:24: Aber deine Frau war jemand an der Seite, der dich vor ein paar Dummheiten bewahrte.

00:15:31: Ja, endlos.

00:15:33: Das war natürlich auch lastig.

00:15:36: Es war viel mehr viel gestritten, weil ich mir nicht so in der Realität eine nüchternene Analyse habe eingeben, die das gestört hat.

00:15:48: Ich bin ein Träum mit meinen Ideen.

00:15:50: Sie war immer meine erste

00:15:51: ... War es Ihre Analyse, wenn Sie das Leben angeschaut haben?

00:15:54: Ja, dass ich ... mehr für die Familie zu sein.

00:15:57: Das sind nicht immer auf allen Hochseiten zu tanzen.

00:16:00: Aber im Rückblick kann ich mein Ego von den dreißig Jahren verstehen.

00:16:06: Ich hatte keinen Vater.

00:16:07: Ich hatte nur kleine Kinder.

00:16:08: Ich habe den Vater erlebt.

00:16:10: Es geht ohne Vater.

00:16:11: Und meine Frau ist eine starke Frau, total gut organisiert.

00:16:16: Die hat ja nebenan zwei Pläckchen aufgenommen.

00:16:20: Und ich habe immer das Gefühl, man braucht es gar nicht.

00:16:22: Die macht das so gut.

00:16:24: Also ich habe mich aussen umengagiert und sie hat sich intern engagiert.

00:16:29: Aber für sie war es natürlich oft nicht befriedigend.

00:16:32: Ich habe sie jahrelang zu wenig gestützt und habe dann eben in den späteren Jahren einiges zum Gutmachen gehabt.

00:16:40: Da kommen wir vielleicht noch dazu.

00:16:41: Ja, da kommen

00:16:41: wir noch dazu.

00:16:42: Aber es hat zum Teil auch ein wenig Polen bei euch unter dem Dachdrehtaben gestritten.

00:16:47: Ja, das kann man schon sagen.

00:16:49: Und es hat ja nicht so gepasst zu diesem super Frommensupperkrist.

00:16:53: Dass er jemanden hatte, dass er eine Seite, die so lächstig ... die richtigen Fragen gestellt haben, die ich lieber nicht hätte gehört.

00:17:02: Wir waren beide sehr dominante Menschen.

00:17:07: Ich bin der neue Initiative und sie ist genau.

00:17:10: Und da konnten wir uns schon öffnen.

00:17:14: Und wenn ich nicht auf sie gelost hätte, dann hätte ich in die öffentliche Sozialberatung arbeiten können, wären wir dort auch noch zusammen.

00:17:23: Dann hat sie es irgendwann mal noch rausgehalten.

00:17:25: Ein Arbeitsrahmen, das abgesteckt war wie eine öffentliche Verwaltung von einem Sozienscht, hat mir geholfen, meine Rahmen zu finden.

00:17:34: Also deine Frau hat dir immer wieder gesagt, du musst jetzt einen Job fangen oder?

00:17:39: Mach mal was.

00:17:39: Mach mal was.

00:17:39: Mach mal was.

00:17:40: Mach mal was.

00:17:40: Mach mal was.

00:17:40: Mach mal was.

00:17:41: Mach mal was.

00:17:41: Mach mal was.

00:17:41: Mach mal was.

00:17:42: Mach mal was.

00:17:42: Mach mal was.

00:17:43: Mach mal was.

00:17:43: Mach mal was.

00:17:44: Mach mal was.

00:17:44: Mach mal was.

00:17:44: Mach mal was.

00:17:45: Mach mal was.

00:17:45: Mach mal was.

00:17:45: Mach mal was.

00:17:46: Mach mal was.

00:17:46: Mach mal was.

00:17:47: Mach mal was.

00:17:47: Mach mal was.

00:17:48: Mach mal was.

00:17:48: Mach mal was.

00:17:48: Mach mal was.

00:17:49: Mach mal was.

00:17:49: Mach mal was.

00:17:50: Mach mal was.

00:17:50: Mach mal was.

00:17:50: Mach mal was.

00:17:51: Mach mal was.

00:17:51: Mach mal

00:17:52: was.

00:17:52: Mach mal was.

00:17:53: Mach mal was.

00:17:53: Mach mal was.

00:17:54: Mach mal was.

00:17:54: Mach mal was.

00:17:55: Mach mal was.

00:17:55: Mach mal was.

00:17:55: Mach mal was.

00:17:56: Mach mal was.

00:17:56: Mach mal Hast du noch eine Schuldenberatung gestellt und aufgebaut?

00:17:59: Genau, nach der Rollerahmezeit.

00:18:02: Ja.

00:18:02: Habe ich die Schuldenberatung gestellt und aufgebaut?

00:18:05: Und bist du aber selbst ein wenig finanziell?

00:18:08: Ja, weil ... Du musst das vorstellen.

00:18:10: Ich habe es mit den Leuten zu tun.

00:18:12: Ich war selbstständig.

00:18:14: Ich habe es mit den Leuten zu tun, die keine Stotze haben.

00:18:17: Ich musste zuerst eine Schulden herausführen und habe sie dann mein Honorar bezahlen können.

00:18:21: Das heisst, die ersten zwei Jahren haben nichts verdient.

00:18:24: Das Geld musste ich heute nur sagen.

00:18:27: Ich trete viel im ganzen Land um einen Jugendmeiting.

00:18:31: Ich hatte eine kleine und grössere Engagement.

00:18:35: Aber ich hatte noch ein Delci-Pensumnärk.

00:18:39: Schon bei einem Soziestdienst.

00:18:40: Und ich konnte es so durchhangen.

00:18:45: Sie sind jetzt seit über dreißig Jahren zusammen.

00:18:48: Man spürt, wenn du über deine Frau redest.

00:18:50: Das ist eine grosse Achtung hier gegenüber.

00:18:52: Das ist eine grosse Liebe hier.

00:18:54: Was hat euch geholfen, in all diesen Herausforderungen immer wieder zunang zu finden?

00:19:02: Das weiss ich ehrlich gesagt nicht.

00:19:08: Wir hatten die Mut, nicht die Frommi.

00:19:14: Ehe-therapeutische Sessions zu machen.

00:19:18: Da war meine Institute für Familie, der Uni Freiburg zum Beispiel, beim GI-Bodemase waren wir auch.

00:19:25: Wir haben uns aufgeholt.

00:19:27: Und das sage ich heute mit der Überzeugung.

00:19:29: Ehe ist nichts Gläubiges oder Frums.

00:19:33: Und deshalb eine christliche Ehe-therapie ist manchmal fast kontraproduktiv.

00:19:39: Uns hat es geholfen.

00:19:40: Ganz nüchtern an unsere Dynamiken heran zu schauen.

00:19:44: Wir haben die Ausbildung zum Sozialarbeiter geholfen.

00:19:46: Da habe ich mit einem sehr mannzebierten Frauen die Ausbildung geholfen.

00:19:52: Die haben wir als Oberländer Wild West Cowboys Sozialarbeiter manchmal an die Kasse genommen.

00:19:58: Wir haben das geholfen, andere ... andere Lebensentwürfe, komplett andere Denkweisen, was aus dem Getto ich rauskomme, kennenzulernen, zu akzeptieren und bei mir selber aufhören zu schauen.

00:20:12: Ich glaube, das sind die Punkte, die uns geholfen haben oder die schwierigen Zeiten durchzugehen.

00:20:17: Aber es hat immer eines, kann man sagen, ich will nicht mehr und manchmal sind wir knapp vornam gestanden.

00:20:24: Ich sage, wir hätten für jeden Fall mehr Gründe zum Schäden als viele Leute, die ich in Schädungen beraten habe.

00:20:29: Ich habe immer gedacht, warum sie dies entlang.

00:20:32: Da hätten wir den längsten so können.

00:20:35: Jetzt haben wir vier Jungs und zeitweise auch die Pflegekinder gehabt.

00:20:41: Du siehst, Rückblickendens ist die grösste Herausforderung deines Lebens, zu Vater sein, zu Vater werden.

00:20:47: Genau, aber weil ich kein Bild hatte, was eigentlich ein Vater so ... Ich musste das schmerzhaft lernen.

00:20:54: Ich würde sagen, bei den ersten Drücken war ich nicht richtig vater.

00:20:58: Es war nebenbei und ich fand meine Rolle nicht so lange.

00:21:03: Ich hatte kein Coaching der die Ansprache, was ich sehr bedurte.

00:21:07: Ich war immer so engagiert, dass ich das nicht gemerkt habe.

00:21:10: Und erst meine Nachzügler, der Jüngste, der ist fünf Jahre nachher gekommen, weil die Frau nicht nachgegeben hat.

00:21:19: Bin ich nachher erst beim vierten Kind, in dem ich schon in der öfteren Verwaltung gearbeitet habe, richtig Vater geworden?

00:21:24: Das

00:21:25: ist noch speziell, dass es so sei.

00:21:27: Wie hat es sich für dich gezeigt, dass du sagst, jetzt bin ich Vater geworden?

00:21:31: Ja, ich habe gemerkt, dass ich mir gebrauchte, dass ich da etwas geben kann.

00:21:39: Dass ein Vater nicht nur zum Zügen hier ist, ohnehin ... By the way, sondern eben, dass ich auch so präge, im Zusammensein.

00:21:53: Einfach, es hat eine gewisse innere Ruhe gebraucht, für meine Rolle als Vater zu finden.

00:21:59: Aber es hat auch Zeit gebraucht.

00:22:01: Es war aber in dieser Zeit, in der du nach all diesen Störungen mit deiner Frau einen festen Job in einer Behörde gefunden hast.

00:22:10: Genau.

00:22:10: Also ein Jobprofil, das dich ein paar Jahre vorher noch hat ... Überall, Herr Regia.

00:22:16: Ich

00:22:16: konnte sicher nie eine Verwaltung schaffen.

00:22:19: Die Längwiller.

00:22:20: Ich hatte wirklich furchtbare Bilder.

00:22:22: Ich war stolz und selbstständig.

00:22:24: Ich hatte eben keinen Chef.

00:22:27: Und gut, ich wurde dann auch ein Ogen-Leiter von einem Satz-Dienst.

00:22:35: Ich hatte eigentlich nur eine politische Vorgesetzung.

00:22:41: Aber doch ... Da bin ich wirklich in einen Rahmen gekommen, der abgesteckt war.

00:22:46: Und das war für mich so hilfreich.

00:22:48: Ich konnte mich mehr entwickeln und in andere Gebiete entwickeln.

00:22:54: Ich hatte zum Beispiel keine Hobbys mehr.

00:22:55: Ich hätte das jahrelang völlig ungewöhnlich gefahren dürfen, obwohl ich es immer gerne gemacht hätte.

00:23:04: Ich hatte einen Freund, so eine Halbchrist, die mir zum Beispiel ein Döffer reingen nahm.

00:23:10: Zeitlang fahre ich in den Döffer zum Ausgleich.

00:23:13: Mit der Wienerfängnisblöd, weil ich eingeschnell bei Unterwechse war und irgendwie mehr Regeln hatte.

00:23:18: Und das wäre nicht gut gewesen für mich ausweis oder für meine Gesundheit.

00:23:22: Und dann ... Ja,

00:23:24: ich habe eine grosse Verwendung reingekommen.

00:23:27: Mit dieser Entscheidung also, ich gehe jetzt in ... Ja, in einem festen Beruf, in einem festen Job an Ihren Behörden.

00:23:36: Was hat dazu geführt, diesen Schritt zu machen?

00:23:42: Das hat sicher zu merken, dass sie an Grenzen kommen.

00:23:48: Wenn du immer gestresst bist, kannst du in der Familie heim nicht gerecht werden.

00:23:55: Und ich habe niemanden, der gestresst sein will.

00:23:59: Und das hat mir geholfen.

00:24:00: Für mich war es für mich eine Entstressung.

00:24:06: Und ... Ja, einfach ... Da brauchte es ein Stück weit Demut, anerkennen zu können, dass ich Grenzen habe.

00:24:16: Dazu hat eben auch gehört, nach Vierzig zu merken, dass meine Engage und meine Hyperaktivität engagiert haben.

00:24:28: eigentlich eine ADAS-Thematik im Hintergrund hat und ich nicht so einen supergeistlichen Mensch bin, wie ich immer gemeint habe, sondern einfach einen triggerten Typ, der immer nach irgendwelchen Kriegs- und Abenteuer gesucht hat.

00:24:42: Und das zu erkennen, zu anderen kennen, nicht wegzulegen, hat eben zu dem Mut geführt, nicht mehr gehen müssen, sondern sich zu sein.

00:24:52: Und

00:24:54: hat er das dann auch geholfen, die Vaterrollen zu verändern?

00:24:57: Genau, diese Sachen gehen parallel mit den anderen.

00:25:02: Was hat sich dann bei diesem Vater für dich verändert?

00:25:05: Wie hat sich das Vater in dieser Zeit verändert?

00:25:09: Ja, oder der hat dazu gehört, nicht nur eine Regel durchzugeben.

00:25:15: Ich muss dir vorstellen, meine Kinder ... Sie sind auch sehr zielorientierter Dominant, so wie Mero.

00:25:24: Und es war durchaus ihre Erziehung, ob man diese mal herausfordert war.

00:25:28: Und einfach können einfach zuhören, dass es bei meinen Kindern wie bei Mero Sachen gibt, die nicht so ideal sind und die jetzt akzeptieren und nicht wollen, wollen hererziehen, wollen gerade biegen, sondern ... Lass sie mit Sachen, die suboptimal sind, gehen.

00:25:49: Vielleicht auch Träume, die du hättest, loslassen.

00:25:53: Dann gibt es ein Beispiel.

00:25:54: Ich bin auch nicht das Militär gegangen beim Abfahren, das habe ich geliebt.

00:26:00: Das gab mir aber immer drei Wochen Feier.

00:26:02: von der Familie, sag ich bitte, wenn ich in die Weckers gegangen bin.

00:26:07: Und ich habe mir gewünscht, dass meine Gierle jetzt mehr dargekommen sind.

00:26:09: Es ist kein jetzt Militärgang.

00:26:11: Die haben ja auch zu viel Dienst gemacht und lernen Babys wickeln und so.

00:26:14: Das hat mich ... Anfänglich genervt, oder?

00:26:18: Dass meine Frau so viel Einfluss hatte auf die Gilo.

00:26:21: Und mit der Wille habe ich Freude.

00:26:23: Ich habe etwas Sinnfalls gemacht.

00:26:26: Und sie nicht kommen kämseln, obwohl ich sie noch cool gefangen hätte.

00:26:29: Also du hast weniger umgekommendiert zu heimen.

00:26:33: Und du warst mir einfach da.

00:26:35: Ja, ja, ja.

00:26:37: Und ich hatte eine andere Bereitschaft, an Sachen auszuhalten.

00:26:44: Was bereust du am meisten?

00:26:46: Wenn du auf deine Vaterschaft zurücklegst?

00:26:50: Wenn ich zurücklege, bin ich sehr, dass ich keine Coachings hatte oder nicht offen war, nicht herengelost habe.

00:26:58: In den jungen Jahren bis so, haben die Drei-Ski schon früher eine Demut zu haben, weniger zu machen.

00:27:10: und nicht immer im Aktiv sein.

00:27:14: Wenn ich früher die innere Ruhe gefunden habe, die ich heute habe, habe ich das Gefühl, dass ich in vielen Bereichen meine Kinder mehr gerecht wurde.

00:27:23: Und das bereuen, die Zeit kannst du nie mehr zurückholen, um zu sagen, dass die jungen Väter, die so super engagiert sind, wagen auch, dass sie fragt, wie es wunderbar klingt.

00:27:34: Oder du warst Referentin, war bei der Veranstaltung Tert.

00:27:38: Oder es gibt die jeneste Sache, wenn er noch zwei Jahre beim Fernsehen geschafft hat, Schodenberater.

00:27:43: Ich war so hübsch unterwegs.

00:27:46: Und eigentlich die Zeit, die ich herausgegeben habe, die hat ihnen gefällt und das bereuen.

00:27:51: Und du warst stolz?

00:27:53: Ich war stolz, dass meine Frau und ich die Jahre zusammen überlebt haben.

00:28:03: Ich war stolz, dass es schwierig war.

00:28:05: Ich war mehr dankbar, dass wir das überlebt haben und dass alle Wörner durch die Stolpe und unseren Weg gefangen haben.

00:28:17: Du suchst ja immer noch sehr gerne Lösungen, oder?

00:28:20: Du möchtest Sachen auflösen, wieder herstellen.

00:28:23: Du möchtest auch gerne deine Werkstatt zurückziehen.

00:28:25: Du möchtest Werke, Schrauben lernen, reparieren.

00:28:30: Was löst es dir aus, wenn du Sachen wieder zusammenfügen oder reparieren

00:28:34: kannst?

00:28:34: Ja, ich habe mein ganzes Leben lang eigentlich nur mal gepflegt.

00:28:40: Irgendetwas, das kaputt ging, war vielfach frühkindliche Sachen, die in Menschen lebten, die ich in einem Namen für Sozialarbeit auserfordert war.

00:28:51: Dort waren es mit Zuchthämen, Vergangenheitsbewältigung, Finanzen, die geräschend waren.

00:28:59: Ich habe nichts anderes gemacht, als die letzten vierzehn Jahre kaputniges Geflickte.

00:29:04: Irgendwann habe ich gemerkt, dass der Fährsglas von Jesaja, der glimmende Tochter, nicht auslöschen würde und das genickte Strohhalm wieder aufrichtet.

00:29:18: Und dort habe ich weiterrennen bekommen.

00:29:24: Das ist meine Passion, eine glimmende Tochter nicht kaputt zu machen, nicht auszulassen und sagen, es sei kein Wert mehr, sondern eine glimmende Tochter wieder zum Blühen, zum Brunnen zu bringen.

00:29:34: Und das zieht sich durch.

00:29:35: Ich habe schon als kleines Kind immer eine Mutter Sachen gepflegt.

00:29:40: Das ist eine gewisse Begabung.

00:29:42: Ich habe in der RZ einen technischen Beruf gelernt.

00:29:44: Und bis heute ... Ich habe später mit den Kindern die Händis geflickt, die ganze Nachbarschaft, und vor der Schule habe ich sie Kassetten gerätbrach.

00:29:52: Papa kann schon das flicken.

00:29:54: Ich habe die Lehrerin gesagt, mein Papa kann das auf alle Fälle.

00:29:57: Und einfach bis heute so eine ... So eine Passion zu kaputtigen, wie der Kugel zu machen.

00:30:03: Das ist etwas Nachhaltiges.

00:30:04: Manchmal habe ich bei einem Repair-Coffee mit.

00:30:08: Weil ich finde, wir sind eine Wegwerfgesellschaft.

00:30:11: Und mit wenig Wissen kann man manchmal ganz vieles gut machen.

00:30:15: Und heute mit dem Internet sowieso.

00:30:16: Ich habe viele Fragen heute und habe sehr schnell die Antwort.

00:30:20: Ich weiss nicht, wie ich es mache.

00:30:23: Aber ist die Ruhe am Sein mehr Ruhe in deinem Leben als früher?

00:30:29: Du schaust gerne in die Berge.

00:30:31: Wir sitzen hier in dieser Küche und wenn wir hier ausschauen, sehen wir ... Ja, es ist ein wenig

00:30:36: ... Ja,

00:30:36: genau.

00:30:37: Man sieht es, es ist ein wenig vernäppelt, aber man sieht die Kontur.

00:30:40: Manchmal schaust du mit einem Glas Wein.

00:30:43: Was löst es dir aus?

00:30:44: Hier kannst du in die Natur in die Berge

00:30:46: ausschauen.

00:30:47: Ja, einfach Dankbarkeit.

00:30:51: Ich erlebe Gott als Realität schon, wenn ich ... Betrachten.

00:31:00: Also wenn ich betrachte, was da in der Natur ist, dann kommt einfach ein Dämon, dann kommt ein Ehrfurcht über mich.

00:31:07: Ich bin eigentlich nicht sehr religiöser Mensch.

00:31:10: Vielleicht gerade durch die frühkindliche Vermorgsungen in diesem super-frommen Setting habe ich also sehr Abstand genommen von Frommengräten und so.

00:31:22: Aber wenn ich gerade in die Natur hinein schaue, Dann habe ich einfach nur einen Ehrfurcht.

00:31:29: Und ich muss mir mega Mühe geben, wenn ich Natur betrachte, nicht an Gott zu glauben.

00:31:37: Wer hat es sonst gemacht?

00:31:40: Du hast dich gerne auch mit dir eine Frau, oder?

00:31:43: Du hast ein Haus vor ein paar Jahren geholfen, in dem euch schon Dossen waren.

00:31:48: Du hattest noch mal einen neuen Lebensabschnitt.

00:31:52: In Angriff genommen.

00:31:53: Deine Frau war wirklich auch noch mal nachdem das Kind ausser sein war, beruflich.

00:31:57: Sie hat einfach studiert, hat vor Kurzem, also mit der Sechzehnte auch noch eine Masse gemacht, ist noch so voll ins Berufsleben inne doicht.

00:32:07: Was ist noch so?

00:32:08: deine Träume, deine Gedanken an die nächsten Jahre, denkst

00:32:12: du?

00:32:12: Mir war es wichtig, nach diesen Jahren, die ich meine Frau manchmal zu Hause zurückbunden habe, zu helfen, dass sie sich auch entwickeln können.

00:32:22: Und so nach den letzten zehn Jahren, die ich hier studiert habe, habe ich irgendwie mehr einfach intern um die Sachen kümmern und es macht mir eigentlich auch Freude.

00:32:33: Also im Haushalt?

00:32:34: Genau, genau.

00:32:36: Und das gibt mir einen Ausgleich.

00:32:38: Ich muss aufpassen, dass sie nicht ausbrennen.

00:32:44: Es gibt in der Sozialarbeit Leute, wenn sie lange die schwierigen Geschichten erlebt haben, Sie werden etwas kalt und zynisch, oder sie werden dünnhäutig.

00:32:55: Ich habe mir immer gewünscht, dass sie nicht zynisch werden.

00:32:58: Und ich wurde dünnhäutiger.

00:33:01: Vorletzt habe ich eine Geschichte von dieser Myrie, die mit Mello im Rennen und gestorben ist.

00:33:07: Dann kamen wir dran.

00:33:08: Ich fühlte, was die Mutter gerade fühlt, was die Enttäuschung erlebt hat.

00:33:14: Ich wurde dünnhäutig oder brauche eine Ausgleichung.

00:33:19: Mein Ziel wäre, jetzt stehe ich in Pension, in ein paar Jahren würde ich aufhören in der Verwaltung arbeiten und Zeit zu haben, Zeit zu haben, weiterhin für Menschen, die es vielleicht nicht so gut gibt.

00:33:34: Und ich hätte auch noch Lust, noch mal ein paar Projekte zu gründen.

00:33:38: Ich habe Ideen, die ich jetzt nicht umsetzen kann, weil ich gerade wieder in Stress wäre.

00:33:44: Aber ich habe noch Ideen.

00:33:47: Wir haben viel zu wenig in Niederschwelligen Angebots, so viele Leute mit der Bürokratie überfordert.

00:33:53: Nicht nur mit der Finanzverhaltung, sondern generell auch das Hochschwelligenzeug, das wir haben, viele Leute mit dem Internet überfordert.

00:34:01: Und weil ich einen technischen Hintergrund habe, kann ich mir noch vorstellen, normal so eine ganze Niederschwellige beratisch aufzubauen.

00:34:08: Ich würde nicht nichts machen, dann muss man nicht Angst haben.

00:34:10: Okay, ja, ja, ich merke es.

00:34:12: Da habe ich keine Angst.

00:34:14: Wenn du zurücklegst, ist das ganze Leben, das wir jetzt darüber geredet haben, mit all diesen intensiven Erfahrungen, mit all diesen Grenzerfahrungen.

00:34:24: Was sind so die grossen Learnings, was du ziehst aus deinem Leben?

00:34:27: Also, mitten ganz wichtig, geh an deine Grenzen.

00:34:33: Das finde ich eigentlich gar nicht schlecht.

00:34:34: Ich bin an meine Grenzen gegangen in den zwanzig oder dreißig Jahren, aber wenn sie kommen, dann loszuhören.

00:34:41: und macht Korrekturen.

00:34:44: Das konnte ich danknehmen, dass ich eine andere Frau hatte, die mich auf meine Grenze hingewiesen hat.

00:34:49: Und was mich auch ganz wichtig dünkt, lebt mit den Pfeilen, die die Pfeile im Fleisch haben.

00:34:57: Paulus hat das gebracht.

00:34:59: Er sagt, er hat Pfeile im Fleisch.

00:35:00: Etwas, was er immer will, das geht nicht weg.

00:35:03: Also Paulus im neuen Testermann.

00:35:05: Im neuen Testermann, genau.

00:35:06: Noch sagen die Redden von so einem Stachel im Fleisch oder von einem Fall im Fleisch, das nicht weggeht.

00:35:13: Genau.

00:35:13: Und es gibt in allen Leben, in denen ich begegnet bin, also Stachel im Fleisch und... Meine Leute haben manchmal Negatives, um den Weg zu beten, den Weg zu negieren, den Weg zu heilen.

00:35:27: Und vielleicht ist die Weisheit, diese Sturke zu akzeptieren, zu inkludieren in das Leben.

00:35:34: Und weil das auch zu dieser Mut führt.

00:35:37: Ich bin ein Mensch, der bedürftig ist.

00:35:41: Für mich ist es ganz wichtig.

00:35:42: Früher wollte ich den Krieger sein für Gott.

00:35:45: Martin, der Krieger des Marsgottes, heisst das glaube ich.

00:35:50: Und ich musste lernen, dort zu lernen.

00:35:52: Ich wollte auf King sein.

00:35:54: Und wenn ich King bin, kann ich vielleicht auch mal etwas Gutes machen für die Welt.

00:35:59: Aber ich bin King und bin nicht Krieger.

00:36:02: Dazu braucht es Demut.

00:36:04: Aber das finde ich ...

00:36:05: Und was würdest du sagen?

00:36:06: Was ist dein Stachel?

00:36:07: Kannst du als Konkretz Beispiel machen?

00:36:09: Was ist so ein Stachel in deinem Fleisch, das du sagst?

00:36:11: Da habe ich noch so viel gebeten, da habe ich noch so viel gelobt.

00:36:14: Das ist echt echt

00:36:14: echt.

00:36:15: Meine Hyperaktivität, meine Ungeduld, dass ich ein Aufbrausensnaturel habe, mit allen Vor- und Nachteilen, ist zum Beispiel so etwas, was ich mir anders würde wünschen, aber das ist immer wieder auch da.

00:36:30: Und das... Ich muss ja akzeptieren, manchmal bei Leuten Entschuldigen und Skate oder zu.

00:36:38: Und das kann ja durchaus auch bei ihnen arbeiten.

00:36:40: Und auf dem muss ich auch ein bisschen...

00:36:42: Schwärscht.

00:36:43: Schwärscht, oder?

00:36:45: Was gibt der Hoffnung?

00:36:48: Für mich ist es wirklich so, dass ich so viele schwierige Lebensgeschichte begleite, dass ich eigentlich den Hoffnung loswerden kann.

00:36:58: Und mir gibt Hoffnung eigentlich... dürfen es glauben, dass es einmal ein Endgericht gibt.

00:37:04: Nicht ein Endgericht, das die Leute in die Höhe geschmissen werden, sondern ein Gericht, das der Schöpfer sagt, was

00:37:12: gerecht

00:37:12: ist.

00:37:13: Alle die Menschen, die missbraucht wurden, die unterdrückt wurden, die beschissen wurden, die geschlagen wurden, die vergewaltigt wurden, die einen Unrecht gesehen haben, dass jemand einmal eine Gerechtigkeit spricht.

00:37:26: Diese Hoffnung will ich mir nicht näher.

00:37:29: Darum halte ich nachher vor am Glauben fest, wie auch nur so religiös wie früher, aber dafür vielleicht umso tiefgründiger.

00:37:37: Nur so plakativ wie früher, aber gründeter drinnen.

00:37:44: Die Hoffnung gibt mir eine Resilienz, um an dieser Welt nicht zu verzweifeln.

00:37:49: Du bist jetzt religiös oder weniger religiös als früher, aber wie muss ich mir das vorstellen?

00:37:55: In der Glauben und die Hoffnung, wo du hast, dass hier eine Kraft ist, die richtet, wie wir im Sinne von aufrichtet, als einfach so strafft.

00:38:05: Wie sieht deine Glauben im Alltag aus?

00:38:07: Du bist schon bett?

00:38:12: Wie lebst du im Alltag?

00:38:14: Ich habe heute viel, eher so ein Gebet.

00:38:18: Oh Gott, hilf mir!

00:38:19: Hilf mir, bis wir genähtig sind, als es die ganzen Welt treten will.

00:38:26: Es ist mehr ein kurzes und enges Nacht.

00:38:30: Als ich ganz innerlich ruhig bin, kann ich den Rat suchen.

00:38:35: Gott ist für mich immer etwas unverständlich.

00:38:38: Er ist ein Mysterium.

00:38:40: Und ich will ihn einfach suchen.

00:38:43: Denn wenn er nicht mehr sucht, habe ich ihn verloren.

00:38:46: Dann bin ich in der Blende, in der Runkelheit, dann bin ich ein Stück weit hoffnungslos.

00:38:51: Ich brauche das, den Gott zu suchen, aber ich weiss so, dass er auch nie so fängt, wie ich mir das wünsche.

00:38:58: Aber das ist auch nicht ein Problem.

00:39:01: Es hat mir auch einer gesagt, Gott, ich suche dich, solange ich deine Spur nicht verliere.

00:39:05: Und das ist irgendwie etwas, was ich beschreibe.

00:39:10: Ich war ein Suchender und das wiederum bringt mich auf die Ebene mit ganz vielen anderen Suchenden.

00:39:16: auch durch das Leben stolpern.

00:39:18: Und ich kann im besten Fall sagen, ja, ich habe das Gefühl, ich bin ein Bettler und er gibt es Brot.

00:39:22: Aber vielleicht gibt es heute gar kein Brot.

00:39:25: Es gibt auch die Leute, die es nie besser werden, obwohl sie glauben.

00:39:29: Und das halte ich heute einfach aus.

00:39:32: Und früher hatte ich einfach auch eine Sprache darauf.

00:39:34: Das finde ich ziemlich schlimm mittlerweile.

00:39:38: Was ist heute noch vor?

00:39:40: Was steht heute noch auf deinem Programm?

00:39:44: Ganz etwas.

00:39:45: Ungeschlich, mein Sohn muss das Auto prüfen und wir haben noch einen Defekt gefunden und das tun wir jetzt noch.

00:39:51: flicken.

00:39:51: Ah, schon?

00:39:51: Noch etwas zum Flicken?

00:39:53: Ja, genau.

00:39:53: Ich habe das Problem von...

00:39:54: Danke vielmals.

00:39:58: Martin, dass du mir hier einen Einblick gegeben hast in deinem Heimen und in deinem Leben.

00:40:03: Ja, danke, dass du Interesse zeigst.

00:40:06: Ich hoffe, es sei nachvollziehbar gewesen, dass ich hier verzählte, ich habe nie mehr Klangwillen dabei.

00:40:13: Ich glaube es nicht, nein.

00:40:18: Martin Fochanu hier im Vis-à-Vis und ich wagen zu popen, dass er ganz sicher nie mehr Klangwillen hat mit seinen Erfahrungen.

00:40:26: Ich nehme aus diesem Gespräch mit, Grenzen gibt es, Grenzen sind sinnvoll und Grenzen akzeptieren tut gut.

00:40:34: Was nimmst du damit aus diesem Gespräch?

00:40:35: Verzähl sie uns und kommentiert.

00:40:37: Wir freuen uns über das Feedback.

00:40:39: Und wenn es dir gefallen hat, kannst du es auch mit einer finanziellen Spende ausdrücken.

00:40:43: RF-Media produziert diese Podcasts, nämlich Dankspenden.

00:40:47: Alle Infos dazu findest du in der Show notes.

00:40:50: Wir sind nächste Woche wieder zurück am Donstein mit einem neuen Vis-à-Vis mit meiner Kollegin Ruth Stutz.

00:40:57: Bis dann wünsche ich dir eine gute Zeit.

00:40:59: Mein Name ist Sarah Maria Graber.

00:41:01: Adieu mit dir.

00:41:03: Wieso wie?

00:41:05: Bei uns verzählen Menschen ihre Geschichte.

00:41:08: Ein Podcast von EREF Mediaschutz.

00:41:11: Herzlich echt und ungeniert.

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