Wenn Musik heilt: Verena Barberas Weg durch Schmerz und Wunder

Shownotes

Schon als Kind musste man Verena nie daran erinnern zu üben: Klavier und Querflöte waren ihre grosse Leidenschaft. Stundenlang konnte sie in die Musik eintauchen – und bis heute beschreibt sie diese als eine heilsame Kraft, die sie durch ihr Leben trägt. Neben der Musik war Verena auch im Leistungssport aktiv. Als begeisterte Tischtennisspielerin trainierte sie mehrmals pro Woche im Verein und war auf hohem Niveau unterwegs. Doch ein schwerer Unfall veränderte alles: Bei einem Sturz im Training zog sie sich einen komplizierten Armbruch zu. Es folgten Jahre voller Operationen und Arztbesuche – die letzte OP im Jahr 2016. Die Konsequenzen waren einschneidend: Verena konnte nur noch eingeschränkt Klavier spielen und musste gleich zwei grosse Träume loslassen – den Leistungssport und ein Klavierstudium. Diese Zeit war geprägt von Schmerz und inneren Kämpfen. Sie erlebte depressive Phasen, hielt aber an der Musik fest. Statt aufzugeben, suchte sie neue Wege – und fand schliesslich ihre Berufung: die Musiktherapie. Heute begleitet sie Menschen mit genau der Kraft, die ihr selbst immer wieder geholfen hat. Doch der körperliche Schmerz blieb ein Thema. Starke Unterleibsschmerzen, vor allem während der Periode, bestimmten ihren Alltag – so intensiv, dass sie zeitweise nicht arbeitsfähig war. Lange wurde alles auf Stress zurückgeführt, bis sie schliesslich die Diagnose erhielt: eine ausgeprägte Form von Endometriose. Für Verena war das eine Erleichterung – endlich hatte ihr Leiden einen Namen, endlich wurde sie ernst genommen. Die Diagnose brachte jedoch auch eine ernüchternde Prognose: Die Wahrscheinlichkeit, auf natürlichem Weg schwanger zu werden, lag bei unter einem Prozent. Heute ist Verena Mutter eines zweijährigen Sohnes. Für sie ist das ein doppeltes Wunder – nicht nur, dass sie überhaupt schwanger werden konnte, sondern auch, dass sie die Geburt überlebt hat.

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Autorin & Host: Ruth Stutz

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich war so froh, dass ich eine Diagnose hatte.

00:00:03: Weil ich gedacht habe ... Hey!

00:00:05: Ich kann endlich sagen, dass es mir nichts einbildet und nicht vom Stress kommt.

00:00:10: Dass ich einfach krank bin.

00:00:11: Und das war in dem Moment mega schön auch wenn sich das völlig verrückt und krank anhört.

00:00:17: aber ich wusste jetzt okay es gibt einen Namen und jetzt kann man was machen dachte ich.

00:00:26: Ein Podcast von EREF Mediaschutz.

00:00:33: Herzlich echt und ungeniert!

00:00:37: Ruth, du sollst noch eine Viertelstunde Klavier üben.

00:00:40: Meines Mami früher jeden Tag.

00:00:42: Ich habe nämlich schon Klavier gespielt, aber sicher nicht länger als die Viertellstunde.

00:00:48: Ganz anders ist das bei meinem Gast heute Verena Barbera.

00:00:51: Sie brachte als Mädchen gar nicht von den Instrumenten weg.

00:00:55: Heute ist das genau gleich.

00:00:57: Die Musik hat für sie und die Menschen, die heute zu ihr kommen, eine heilsame Wirkung wie sie sagt.

00:01:03: Verena Barbera zapft ihr noch so gerne an gerade weil ihr Leben auch schon mal an einer Seite gefahren ist und sie durch einen Haufen Schmerz ging.

00:01:13: Ich bin zu ihr auf Schaffhausen gefahren.

00:01:15: Da hat sie in einem wunderschönen Altbau in der Stadt ein Musikatelier Stimmung schön eingerichtet mit megafilm Instrument.

00:01:24: Hier arbeitet Verena Barbera als Musiktherapäutin und da hat sie mich auch mitgenommen in ihre Lebensgeschichte.

00:01:32: Schön bist du dabei, bei dem Wieservieh?

00:01:34: Ich bin Trudstutz!

00:01:37: Verena Barbara, ich freue mich mega fest, dass ich hier in diesem wundeschönen Raum ... in Schaffhausen.

00:01:44: Und ich könnte das nicht vorstellen, also da drinnen ist ein Traum für die Leute, die Musik lieben.

00:01:50: Es hat so viele Instrumente, habe ich vor den Vereinen gesagt.

00:01:53: Ich habe nie gesehen auf einem Ort mega faszinierend.

00:01:57: zum Daseinverein.

00:01:57: Danke vielmals, dass ich hier sein darf!

00:01:59: Ja,

00:02:00: es ist willkommen.

00:02:02: Danke?

00:02:02: Wie fühlst du dich da drin?

00:02:05: Es ist eine Oase finde ich für mich so zum Erholen natürlich auch zum Arbeiten mein Arbeitsort in dem Sinn.

00:02:14: Aber ich bin wahnsinnig gern hier, weil es so eine ganz besondere Atmosphäre hat und... Ich habe genug Auswahl für meinen Zeitvertreib.

00:02:23: Wenn ich mal Lücken hab in meiner Agenda, kann ich einfach Musik machen und nach Lust und Laune meine Instrumente aussuchen?

00:02:29: Also das heißt ja, du forschierst jedes Instrument deine Spiele!

00:02:32: Ja, ich sage mal so, ich kann auf jedem Instrument einen Ton erzeugen wie auch meine Klienten Klavier, Querflöte und Gitarre.

00:02:46: So die Basics bei der Gitarren und Gesang.

00:02:49: Genau.

00:02:50: Mega schön!

00:02:51: Was passiert da Ihnen wenn ich selber zu dir ruhm?

00:02:55: Es passieren ganz viele unterschiedliche Dinge vor allem... Ich sag mal passiert wie so eine Berührung durch die Musik.

00:03:03: Wir reden über Themen, die den Klienten oder die Klientinnen beschäftigen.

00:03:10: Manchmal haben sie schon in Bezug zur Musiktherapie, weil sie schon stationär irgendwo gewesen sind, wo das Angebot war.

00:03:15: Andere kommen aber sehr unvoreingenommen hier und sagen ja ich habe davon gelesen, ich gucke mal ob es was für mich ist?

00:03:22: Und wir reden über die Themen oder über ein Thema und dann steigen wir eigentlich in die Musik ein.

00:03:28: Ich leite dann wieso an, ich sage ja du kannst den Instrument aussuchen.

00:03:33: Manchmal ist das schon eine Überforderung, wenn es wirklich viele Instrumente hat und kann

00:03:37: ich mir vorstellen.

00:03:37: Ja genau!

00:03:38: Und ich weiß aber am Anfang schon so welche Instrumenter sind geeignet sich gut für den Einstieg die auch schnell zu einem Ergebnis sag' ich mal kommen wo auch der Klient oder die Klientin das Gefühl hat okay ich kann hier ja wirklich schon spielen ohne dass ich jetzt ne musikalische Grundausbildung hab.

00:03:56: und dann machen wir gemeinsam Musik steigen steigen so richtig ein in die Musik Da begegnen wir uns eigentlich drin und da passieren noch ganz viele Dinge, unausgesprochene Dinge.

00:04:08: Und nach einer Musiksequenz wird dann auch darüber gesprochen was hat das ausgelöst welcher inneren Bilder kam?

00:04:14: Das ist ja ganz oft so dass wir wenn wir Musik hören oder Musik machen an irgendwelche Orte gehen oder dass in uns wie Bilder los gelöst werden oder Gedanken kommen wo man denkt hey was hat es denn jetzt zu tun?

00:04:28: Warum denke ich jetzt an eine Luftmatratze Wo ich drauf liege auf dem Meer treibe, wo es mir aber gerade überhaupt nicht nach entspannen ist.

00:04:38: Sondern ich verliege irgendwo anders bin sozusagen und das ist mega schön.

00:04:44: Und eben begleite auch Patienten im Palliativbereich, im Sterbenprozess.

00:04:49: Da hat das noch mal eine ganz andere Begegnung am Lebensende.

00:04:54: so einen Bilanz ziehen gleichzeitig was ein ganz fest Trost spendendes.

00:05:00: Medium ist die Musik wo auch Versöhnung stattfindet zwischen den Angehörigen und die Patienten.

00:05:06: Du sagst von dir, dass das deine Berufe ist?

00:05:09: Dass du da es schlafen kannst.

00:05:12: Absolut ja!

00:05:14: Warum?

00:05:14: Warum willst du das sagen?

00:05:18: Ja weil... Da muss ich ein bisschen ausholen.

00:05:21: Ich habe in Deutschland, also ich komme aus Deutschland, ich hab dort Filmmusik studiert und Komposition mit der Idee mit Musikmännchen verändern möchte.

00:05:34: Da war ich noch sehr optimistisch, dass ich Menschen verändern kann und... Ich habe dann mit der Zeit gemerkt, nee, das ich kann ja niemanden verändern.

00:05:44: Veränderung muss ja von sich selbst kommen.

00:05:45: wenn man sich verändert will, dann verändert man sich und sonst lässt man es sein.

00:05:49: Und ich hab dann gemerkt... Ich möchte mit der Musik bewegen!

00:05:53: Ich möchte hinführen zu einem Prozess, dass man doch sich verändern Möchte, wenn man das wirklich möchte Oder genau.

00:06:03: Und dann habe ich aber gemerkt, im Filmbusiness geht es um was ganz anderes und hab dann Erzieherin gelernt, Sozialpädagogin... ...und dachte ja dann mache ich halt bei den Kindern, bei den Jugendlichen, dann mach' ich das eben da.

00:06:20: Also einfacher geht's ja nicht sozusagen weil dort sind die Kids, die Teenies ihre Themen haben.

00:06:28: Musik spielt da sowieso eine Rolle Ist ja fast jede Heutzutage von uns.

00:06:33: und dann hab ich gedacht, mach' ich das über den Weg.

00:06:36: Bin ja musikalisch genug um das irgendwie mit einzubeziehen Und habe aber immer noch gemerkt Es geht in die Richtung Aber es ist noch nicht das wo ich hin soll Und hab dann in meiner Heimat ein Buch gekauft Von Leo Bigger Das heißt Adler Auge Wo's um Vision geht Wo du quasi deine Vision malen sollst und wie ihr arbeitest.

00:07:00: Und ich habe das Buch bis heute nicht fertig gelesen, aber die ersten fünf Seiten hab' ich gelesen.

00:07:05: Nud okay?

00:07:06: Und auf den erster... irgendwie eine der ersten Seiten war es ein Bilderrahmen ist wo du malen solltest was deine Vision ist.

00:07:16: und das fand ich schon sehr herausfordernd weil ich möchte ja die Dinge sehr gerne sehr richtig machen und man soll auch erkennen was ich dort male.

00:07:22: Das war schon schwierig für mich Aber ich dachte komm', es ist ja mein Buch Es ist ja egal Was andere denken Und hab da schon gedacht, so ein Musikraum mit Jugendlichen oder Menschen wo man Musik machen kann.

00:07:36: Es muss nicht unbedingt eine Band sein aber einfach so einen Begegnungsraum.

00:07:40: und ich hatte damals mit sechzehn schon so ne Minimusikschule gehabt wo ich zu zehn Schüler hatte.

00:07:46: Da kam der Wind von da sozusagen Ja.

00:07:50: dann habe ich meine Ausbildung als Erzieherin, das war am Abschluss ja und hab dann gedacht Was mache ich denn jetzt, seit den ganzen Tag?

00:08:01: Immer dasselbe in der selben Institution oder im Kindergarten.

00:08:06: Oder mit Jugendlichen ist zwar cool aber... Ich habe das Gefühl, dass das immer noch nicht so der Ort ist und bin dann diesem Bild nachgegangen und dachte, welcher Beruf passt zu dem Bild?

00:08:19: Und Musiklehrerin wollte ich nicht werden.

00:08:22: Das ist wieder zu viel Vorgabe sozusagen!

00:08:28: Über Umwege kam jemand aus meiner damaligen Gemeinde zu mir und sagte, ja es wäre doch Musiktherapie.

00:08:33: Wäre doch was für dich nicht sehr... Also nee sicher nicht ich mache doch keine Therapie.

00:08:39: Musiktheraipie?

00:08:40: Was ist das denn überhaupt?

00:08:41: Das kann man doch bestimmt nicht ernst nehmen.

00:08:44: also all das wo ich heute als berufstätige Musiktherapeuten drinstehe habe Ich damals gedacht.

00:08:51: Ist gar nicht möglich oder ist nicht ernst genug?

00:08:53: Richtig

00:08:54: genau!

00:08:54: Das ist immer noch ein großes Thema.

00:08:57: Und dann habe ich mich ein bisschen informiert und dachte, das hört sich noch cool an.

00:09:03: Dann habe ich gegoogelt und in der Schweiz konnte man Musiktherapie studieren in Deutschland auch.

00:09:09: In Deutschland ist es aber Vollzeitstudium und das wollte ich nicht.

00:09:12: Ich wollte, wenn ich schon eh schon am Arbeiten war, generell schaffen und meine Erkenntnisse mit in die Arbeit direkt umsetzen und nicht noch warten müssen sozusagen Ja, dann habe ich gedacht gut.

00:09:26: Dann bewerbe ich mich einfach mal in der Schweiz und ist ja ein Wochenende im Monat da kann ich sein Deutschland wohnen bleiben und mal kurz so für ein paar Stunden nicht weit waren.

00:09:36: das geht ja Und ich hab den Studienplatz bekommen aber Ich habe in Deutschland keine Arbeit mehr gekriegt weil es sich studieren in der schweiz Das bringt uns ja nichts

00:09:46: Ja so.

00:09:47: Dann bin ich ausgewandert

00:09:49: und zwar mit ganz wenig, gell?

00:09:51: Mit

00:09:51: ganz wenig

00:09:51: Vollgasrisiko!

00:09:53: Ja

00:09:53: also mit keinem Vermögen im Hintergrund... Also ich habe wirklich nichts gehabt und wusste wo ich in die Schweiz kam, wo ich das Studium gemacht hab, wusste ich dass es... Ich werde selbstständig sein, ich werde mein Raum haben mit Instrumenten und mit Patienten und ich werde als Musiktherapeutin arbeiten.

00:10:14: Einfach, dass es eine innere Gewissheit war oder wie?

00:10:16: Richtig

00:10:17: und

00:10:17: überzügig.

00:10:17: Einfach den Bilderraum erleden oder das hättest du ausgelöst.

00:10:22: Und auch in der Entstehungsphase von der Praxis, in der Planungsphase haben sehr viele außer meinen Mann eigentlich alle gesagt, Verena Du spinnst doch!

00:10:34: Du brauchst dreißigtausend Franken!

00:10:36: Du hast es nicht!

00:10:37: Wer soll dir denn das Geld geben für einen Beruf dem man belächelt?

00:10:40: macht doch bitte was Ordentliches oder lass dich anstellen, mach doch irgendwas wo du mir Sicherheiten hast.

00:10:46: und ich wusste nein das... Ich verstehe die Argumente.

00:10:50: Es gab genug Zweifel oder Momente auf der Autobahn wo ich gedacht habe wie blöd bin ich denn?

00:10:54: Warum mache ich das denn?

00:10:56: warum tue ich mir das an diesen Stress?

00:10:59: aber es war.. Ich wusste in mir war so eine Stimme von Verena Das ist dein Weg!

00:11:05: Du musst den einfach gehen und dass wird Erfolg haben.

00:11:08: also Erfolg ist ja ein sehr breites Wort oder eine breite Definition.

00:11:13: Aber es ist das, was ich machen soll und dann habe ich das

00:11:16: gemacht.".

00:11:17: Und jetzt sind wir da und es läuft!

00:11:19: Du hast deine Leute, die kommen und kannst ganz vielen Menschen helfen.

00:11:23: Mega beeindruckend.

00:11:25: Für ihn habe ich mir gerne etwas zurück in deine Kindheit gesagt.

00:11:28: Du bist zu Deutschland aufgewachsen und Musik war schon sehr früh wichtig.

00:11:33: Also du bist schon früher auch ins Klavier.

00:11:36: Was heisst das?

00:11:37: Man hat schon angefangen Klavierspielen.

00:11:44: Ich hab vor dem Klavier spielen tatsächlich.

00:11:47: Hab ich schon Querflüte angefangen mit fünf.

00:11:48: Wow,

00:11:49: okay!

00:11:50: Das ist wirklich früh?

00:11:51: Ja, das

00:11:51: war wirklich früh.

00:11:52: und dann habe ich aber mit ... Wie halt weiß ich jetzt?

00:11:56: Ich war glaube ich sieben Jahre.

00:12:01: Mit fünf Querflöten, mit sieben Klavier.

00:12:04: Und da hat dir das Detail etwas gegeben, weißt du?

00:12:07: Da kann ich etwas ausdrucken oder das gefällt mir mega.

00:12:11: Ja, ich fand es einfach mega schön.

00:12:13: Ich wollte immer in die Querflütte singen

00:12:16: Weil

00:12:16: es war so, die Töne der Querflöte fand ich so brillant und mega schön.

00:12:20: Und dachte ja mal, oh, so eine Zweitstimme dazu singen das hat sich halt mega komisch angehört!

00:12:27: Und dann habe ich auf dem Klavier... hab ich so die Grundsachen gelernt und danach habe ich am Klavier halt eben angefangen zu singen.

00:12:34: was ich nämlich bei der Flöte konnte muss ich da natürlich am Klavier machen.

00:12:40: Ja, es hat mich mega viel begleitet.

00:12:44: Ich habe jeden Tag mehrere Stunden Klavier gespielt.

00:12:47: Also eigentlich immer nur Klavier, Querflüte waren dann nachher noch so ein ... Okay ich hab das jetzt angefangen da war ich auch nicht so schlecht drin d.h.

00:12:53: ich musste auf meinem Standard auch bleiben meine Partituren üben aber das Klavier war mehr der Ausdruck und die Querflöte war die Profession.

00:13:04: sozusagen

00:13:05: Verrückt oder?

00:13:05: Weil ich einen Sohn, den ist jetzt Sani und der spielt Klaffier und der muss sich in Mainz wieder sagen komm jetzt gar noch etwas spielen und die Vorstellung dass man dann stundenlang spielt Einfach weil es einem so gefällt, das heißt definitiv etwas.

00:13:18: Du hast aber ein Leistungssport gemacht, also du bist sehr ein aktives Kind gewesen.

00:13:22: Du spielst dich, Dennis und zwar wirklich sehr gut.

00:13:27: Wie merke man, dass man das liebt?

00:13:29: Bing-pong sagen wir nicht auch!

00:13:33: Also ich habe einfach ... Ich hatte zweimal Training und dann hat man halt recht schnell schon Turnieren und so Merkt man ja dann, wo man landet?

00:13:45: Von der Platzierung.

00:13:46: Und ich war recht vorne mit dabei und kam dann auch noch in so Kader-Training.

00:13:51: Das sind so Trainings die außerhalb von unserem Verein stattfanden, wo die besseren Spieler gefördert wurden um noch besser zu werden.

00:13:58: Da hatte ich dann schlussendlich drei bis vier mal die Woche Training und dann noch Turniere am Wochenende je nach Saison Und zweimal instrumental unter Rösti-Wochen.

00:14:08: Also

00:14:08: langweilig ist der kleine Verena sicher nicht worden?

00:14:11: Nein!

00:14:13: Dann ist aber etwas passiert bei dem Tisch, den ich bis heute begleitet und zwar hast du einen mega verhagnisvollen Unfall gehabt.

00:14:20: oder was ist da passiert?

00:14:23: Ja es war eigentlich ein Wortwörtlich bin ich dumm gelaufen.

00:14:27: Sprichwort kommt nicht von ganz ungefähr oder wie man das sagt.

00:14:32: Wir haben einen Aufwärmtraining gehabt, wie immer am Tischtennis.

00:14:35: Und dann hatte ich aber schon den Verein gewechselt und in meiner Mannschaft war eine junge Frau die ... oder wir waren Kinder?

00:14:46: Genau!

00:14:46: Wir waren Kinder also ein Mädchen.

00:14:49: Ich habe mich mega gut mit ihr verstanden und sie war aber besser als ich.

00:14:54: Sie war in der Mannschaft höher hatte auch die schlankere Figur als ich.

00:14:59: Ich bin dann in die Pubertät gekommen, mein Körper hat sich verändert und fand das nicht so ganz cool.

00:15:04: Und sie war einfach so... wo ich gedacht habe, oh, so will ich auch noch gern!

00:15:10: Dann hatten wir die Aufgabe einen Sprint zu machen auf diese dicken Mattenzuspringen, auf diese blauen.

00:15:16: Und ich hab mir eine Vorstellung gemacht wie ich das mache.

00:15:19: Sie ist vorgelaufen und sie hat das ganz anders gemacht als ich.

00:15:24: Also wenn die das kann, dann kann ich das auch.

00:15:26: Also mache ich das nach und beim Nachmachen bin ich so dumm gelaufen und dumm gelerntet auf der Mathe dass sich mir den Arm mehrfach gebrochen hat.

00:15:35: Und das passiert eigentlich nicht.

00:15:37: auf den Matten hat der Arzt gesagt Das gibt es ganz selten und bei mich hat's halt funktioniert dass sie es gebrochene ist.

00:15:44: und Ja und dann gab es insgesamt sieben operationen.

00:15:49: schlussendlich bis vor bis zwei tausend sehnten hatte ich noch Operation immer wieder Korrektur-OPs, ich habe zwei Schrauben drin und der Unterarm ist mir gebrochen worden.

00:16:00: Also dieelle wurde zum Teil entnommen dass sich mein Arm wieder bewegen kann weil er so kompliziert gebrochene war das da halt Blockaden vom Bewegungsablauf waren.

00:16:11: Und dann war auch Tischtennis hab' ich nicht mehr gespielt.

00:16:15: Ich habe auch viel Pause gemacht mit Sport Hab mich dann noch mal in die Musik vertieft.

00:16:19: Okay, das ich habe gegangen.

00:16:21: Ist das nicht auch was Problemes?

00:16:23: Einarmisch

00:16:23: ging schon am Klavier.

00:16:25: Ja, aber mir brucht ja beide!

00:16:28: Es war sehr schwierig für mich.

00:16:30: Das war wirklich eine rechte Belastung für mich und ich habe da noch Abitur gemacht.

00:16:35: Da war es auch sehr schwierig so auszuhalten.

00:16:39: Andere können jetzt Vollgas geben und teilweise Musik studieren und ich spiele mit sechs Fingern sozusagen oder kann nur maximal ne Stunde Klavier spielen und mehr nicht wenn ich über der Musik studiere und da übst du am Ahrtag acht Stunden.

00:16:55: Und das wusste ich, dass werde ich nicht mehr können.

00:16:58: Krass!

00:16:58: Also es ist ein rechter Schnitt gewesen, deine Träume, also recht heftig oder für so einen jungen Mensch?

00:17:06: Was hat das mit dir gemacht?

00:17:09: Ich glaube, ich hatte schon damals eine Depression.

00:17:12: Ich habe einfach dann nicht so darauf gehört oder hab das halt viel auch mit der Musik versucht zu durch... Leben.

00:17:24: Was für mich auf jeden Fall eine Mega-Hilfe war, war mein Glaube weil ich wusste es hat irgendeinen Sinn warum auch immer und Ich verstehe den Sinn zwar nicht so ganz aber Mir hat das Kraft gegeben zu wissen da ist ein Gott der meine Situation kennt und sieht Und er wird wissen wo ich in fünf Jahren lande und ich weiß es nicht.

00:17:45: und dass hat mir irgendwie So einen Trost gegeben.

00:17:51: ein Coach oder so, keine Ahnung hat sich irgendwie so ergeben.

00:17:55: Der hat dann gesagt Verena du kannst noch Musik machen aber du musst herausfinden wie du mit deiner Einschränkung anders Musik machen kannst.

00:18:05: also er hat mich eigentlich motiviert nicht aufzugeben weil ich war sehr sehr oft am Punkt dass ich gesagt habe dann höre ich einfach auf und andere sagten ja aber du bist ja nichts ohne die Musik.

00:18:14: und da dachte ich kann ja auch nicht sein.

00:18:17: Es besteht ja schon noch aus mehr als nur aus der Musikbegabung, die ich habe.

00:18:23: Und das hat dann auch wieder zu denken gegeben, wo es meine Identität ist.

00:18:26: Wo bin ich mit Musik?

00:18:28: Wer bin ich ohne Musik?

00:18:30: Ich

00:18:30: würde sagen, er brachte sich weiter in der Identität hin.

00:18:34: Ja auf jeden Fall!

00:18:37: Ein Gewinn quasi aus dem Schwerem raus.

00:18:40: Hey, es ist ja heute immer noch nicht gut mit dem Arm.

00:18:43: Du hast gesagt, du hattest die letzte Operation im Jahr, aber du hast immer wieder Schmerzen und du schaust Fysio.

00:18:50: Und

00:18:50: es

00:18:51: gibt wie ... Prothesen?

00:18:54: Das Wort ist im Raum!

00:18:55: Also das kann sein oder... Es wäre eine Möglichkeit, dass du Protheses bekommst.

00:19:02: Kannst du damit was sagen?

00:19:03: Das ist recht heftig.

00:19:05: Ja also medizinisch gesehen ist mein Arm in einem schlechteren Zustand als zum Zeitpunkt der Korrektur-OP sozusagen und es ist ein absolutes Wunder, dass ich relativ schmerzfrei bin.

00:19:21: Also ich bin nicht hundert Prozent schmerzer.

00:19:23: Ich habe immer mal wieder Probleme damit.

00:19:25: aber eigentlich rein vom Bild, vom Befund her, vom Klinischen befunden müsste ich eigentlich extreme Schmerzen haben und die hab' ich eben nur phasenweise.

00:19:38: Dann weiß ich, okay das geht dann vorbei.

00:19:39: Manchmal muss da eine Schiene anziehen und den Arm schon... Und die Ärzte mit denen ich jetzt unterwegs bin, haben gesagt man kann nichts mehr machen außer eine Prothese einsetzen unter der Haut sozusagen, die dann das Handgelenk also den Ellen- und Speichenkopf ersetzen.

00:20:00: Ach so!

00:20:01: Das wäre

00:20:03: quasi ein Teil vom Unterarm würde ersetzt werden.

00:20:07: aber Der große, große Nachteil ist, dass die Protese maximal zehn bis fünfzehn Jahre hält.

00:20:12: Weil die Patienten, die sie eingesetzt bekommen über sechzig sind und da hat man halt irgendwann... Also man hat wie keine Nachbefunde weil Sie sterben und irgendwann ja man macht bei einem achtzigjährigen Patient keine neue Arm-Protese.

00:20:26: das hat der Arzt gesagt es rentiert sich nicht.

00:20:30: Und ein anderer Nachteils Handprothesen auf dem Markt, die reduzieren sich von Jahr zu Jahr.

00:20:37: Weil der Bedarf nicht so da ist und ich bin eine der jüngsten Patienten weltweit mit der Situation, die ich habe Und der Arzt sagt Ich soll einfach solange es geht ohne Prothese leben Und muss mein Alltag Mein Leben sozusagen ein bisschen drum rum basteln Mit der Belastung mit einem Heben Genau und Einfach Nicht hinfallen.

00:20:58: das wäre äußerst Schwierig.

00:21:00: Also

00:21:00: es heisst auch wirklich kein Sport in diesem Sinn oder kein Sport, wo da die Gefahr birgt, dass du dich hinkriegst?

00:21:08: Also Skifahren habe ich schon Zeit lang gemacht aber mache ich nicht mehr obwohl ich es mega gerne machen würde weil das Risiko ist schon sehr hoch dort und Schlitten fahren auch sehr bedacht.

00:21:20: Hey, das ist nicht der einzige Schmerz, den du in dein Leben bekommst.

00:21:24: Du hast als junge Frau auch ganz fest Schmerzen bekommen, wenn du deine Periode kennst oder auch sonst.

00:21:31: Also noch einmal einen grossen Schmerze, den ich schon in den jungen Jahren kam.

00:21:37: Ich dachte immer, es sei normal, dass man Schmerzer hat als Frau und meine Ärzte damals ... Die sagte ja... Hast du halt so viel Stress, wenn ich den Leuten ... Das begegne mir bis heute.

00:21:49: Wenn ich den Leute erzähle was ich mache, halten alle die Hände über den Kopf und sagen Was machst denn du?

00:21:55: Du lebst ein Leben von drei Menschen Aber es ist halt meine Pace, meine Ja, ich mach das halt gern Und das brennt mich auch nicht aus.

00:22:03: und klar Ich habe nicht unbegrenzt Energie aber ich hab's immer... Ich muss wirklich sagen bis heute, ich hasse es, wenn Menschen sagen Ja, du hast Schmerzen wegen dem Stress Und da denke ich so, du hast keine Ahnung was es heißt Schmerzen zu haben.

00:22:23: Klar Stress hat auf jeden Fall die Aushöhung auf das Immunsystem und auf die Schmerzempfindsamkeit.

00:22:29: Das weiß ich, das erlebe ich selbst natürlich am eigenen Körper und auch bei meinen Patienten.

00:22:35: aber ich habe ganz eine blöde Diagnose bekommen vor sechs Jahren und zwar hab' ich endometriose ist ja mittlerweile auch schon im Umlauf das Wort.

00:22:47: Aber ich habe es so stark, dass ich oft umgefallen bin und zusammen gebrochen bin wenn ich die Schmerzen hatte.

00:22:54: Und es hieß immer ja du musst halt ... Wenn du deine Mensch hast musst du halt laufen gehen.

00:22:58: Du musst dich bewegen, du darfst nicht liegen aber ich konnte nicht aufstehen das ging nichts!

00:23:06: Ich hab jahrelang ganz viel Schmerzmittel genommen und das hat meinem Körper auch geschadet.

00:23:13: Ich hätte jetzt keine Abhängigkeit zum Schmerzmittel, aber ich hatte in dem Sinne eine Abhängigkeit.

00:23:18: Wenn ich ausm Haus gehe, muss ich wissen... ...ich habe meinen Stock an Medikamenten dabei, wenn irgendwas ist, das ich fast nehmen kann.

00:23:24: Weil ohne Medikamente, wenn so einer Schmerzzartag kommt dann werde ich unmächtig oder erbreche weil ich es nicht aushalte.

00:23:31: Also das sind schon so Unterliebskrampfe?

00:23:35: Das kennt man ja als Frau.

00:23:37: Oder je nachdem dass man eben Schmerzen hat, wenn man sie nicht taget.

00:23:41: Aber ist das wie so...?

00:23:42: Also wie muss man sich das vorstellen?

00:23:44: Wie wenn du ein Kind auf die Welt bringen solltest.

00:23:47: Ich saß damals, wo ich unseren Sohn geboren hab... ...ich saß noch im Wartezimmer und hatte schon die ersten Wehen.. ..und saß dann denkst so,

00:23:56: nein

00:23:57: es kann jetzt nicht sein!

00:23:58: Also meine Wehen, die ich hatte bis ich auch in Kreiszahl war sind identisch zu meinen Menschschmerzen.

00:24:08: Und ich habe gedacht, dass kann ja nicht wahr sein, dass ich jeden Monat Geburtliche Wehen hatte.

00:24:14: sozusagen vom Schmerz und unter der Periode quasi hat sich halt die Gebärmutter immer so fest zusammengezogen.

00:24:22: oder mittlerweile auch unabhängig von meinem Zyklus habe ich Krämpfe bekommen, dass die Gebärenmutter sich so fest zusammengezogen hat.

00:24:33: Es tut mir alles weh!

00:24:36: Die Gebärmutter waren das teilweise mit dem Darm verwachsen

00:24:40: Die Eier stöckelnd andere Griechen.

00:24:43: Genau, in der Gebärmutter die Endometriose ist die Adänomyose und außerhalb der Gebäermutter ist die Endomitriose.

00:24:52: Man kann sich das eigentlich wie Krebs vorstellen, so kleine Zellen, die außerhalb dieser Gebärmutter sich festsetzen mit dem Zyklus der Frau quasi anfangen zu bluten und Schmerzen zu verursachen.

00:25:06: Und das habe ich sowohl... im Bauchraum als auch in der Gebärmutter selbst.

00:25:11: Als ich dann in der Schweiz war, bin ich vom Auto auf dem Weg nach Hause zusammengebrochen und bin auf allen vier nach Hause gekrochen.

00:25:21: Ich weiß nicht wie das ausgesehen hat.

00:25:23: Ja, wir haben da ein bisschen den Typ erhoben oder?

00:25:28: Und ich habe dann noch eine Növaginflasche gehabt also Tropfen.

00:25:32: Ich hab die einfach aufgemacht und in den Mund getan und gedacht Nimm einfach mal gucken, wie viel da jetzt reinkommt.

00:25:37: Dass ich einfach keine Schmerzen mehr

00:25:39: hab.".

00:25:40: Und dann habe ich eine Ärztin gefunden in Winterthur und ich habe ihr das erzählt.

00:25:45: Sie haben Intometriose, so was?

00:25:47: Also

00:25:48: werdet ihr... -"Bist du

00:25:49: dötig?".

00:25:49: Du selber kann noch mehr für das kommen!

00:25:52: Ich war so froh, dass sich der Diagnose hatte weil ich gedacht habe hey ich kann endlich sagen, dass ich mir nix einbilde und es nicht vom Stress kommt.

00:26:03: krank bin und das war in dem Moment mega schön, auch wenn sich das völlig verrückt und krank anhört.

00:26:09: Aber ich musste jetzt.

00:26:11: okay es gibt Namen... Und jetzt kann man was machen.

00:26:15: Dachte ich.

00:26:17: Wir reden nachher noch über was du da für eine Behandlung gekommen hast.

00:26:23: Es gibt noch etwas mich mega schwierig finde.

00:26:25: Du hast dann so aussagen zu können.

00:26:29: Du hast vor etwas erzählt von deinem Glauben, dass du einen starken Glauber an Gott hast.

00:26:36: Und dann hast du aussagen gehört wie ... Kann ich das richtig lesen?

00:26:40: Dass du nicht richtig glaubst oder dass du Fehler gemacht hast im Glaub.

00:26:46: Oder wie war es genau?

00:26:48: Was bekamst du da zu hören?

00:26:51: Man hat natürlich mitbekommen, dass es mir nicht gut ging immer mal wieder und ... Dann haben Leute zu mir gesagt, ja komm ich spät für dich.

00:26:59: Ich so ja bitte weil ich weiß auch nicht noch was mir noch helfen könnt.

00:27:02: und dann kamen dann Christen die gesagt haben Ja!

00:27:08: Ich hab den Eindruck und das ist immer ganz gefährlich finde ich oder man muss das wirklich mit Bedacht sagen Es kam Christen.

00:27:18: sie sagen Verena ich habe den Eindruck von Gott dass du ne Sünde in deinem Leben hast die du endlich bekennen sollst.

00:27:24: dann hören die Schmerzen auf.

00:27:26: Andere haben gesagt, du glaubst nicht genug.

00:27:28: Und wenn du endlich mal regelmäßig in der Bibel liest oder mal richtig glaubst dann hast du auch keine Schmerzen mehr.

00:27:34: Gott will dir was dadurch zeigen.

00:27:36: und ich dachte so dass

00:27:38: Dann muss ich ja wirklich verdampft sein wenn ich da schon die Hand hab die kaputt ist.

00:27:43: Dann noch das mit diesen diesen schmerzen wo ihr damals nicht wusstet dass es eine Krankheit ist.

00:27:48: Da muss sich er wirklich ein schlimmes Kind sein und ich wusste nicht was ich gemacht habe was ich war so schlimm ist.

00:27:56: Es kam dann soweit, dass ich überlegt habe.

00:27:58: Ja, hab' ich zu wenig Respekt meinen Eltern gezeigt.

00:28:01: Hab' ich so oft... Nein!

00:28:02: Ich will das nicht machen.

00:28:03: gesagt oder hätte ich öfter daheim meine Mama und im Haushalt unterstützen müssen.

00:28:08: Also es sind dann wirklich superale Sachen gewesen wo ich gedacht hab', also wenn das der Gott ist an den ich glauben sollt dann nicht.

00:28:16: Kann ich nicht vorstellen?

00:28:17: Das hat mir nicht so zudem gepasst wo ich eigentlich angenommen hab'.

00:28:22: Dass das Gott isst habe dann erst mit dem Wegzug in die Schweiz, das war dann fast zehn Jahre später.

00:28:32: Habe ich dann eben so ein Restart gemacht wie es halt ist wenn man mal Kraft zu das Land verlässt und hab dann gemerkt okay der Gott an den ich glaube der ist gut für mich so wie ich das auch damals schon geglaubt habe und Menschen sagen einfach Dinge die manchmal auch nicht stimmen.

00:28:55: Ich habe für mich dann gelernt, ich prüfe die Sachen, die man mir sagt.

00:28:59: Ich prüfere auch meine Worte, die ich sage und es gelingt mir nicht immer alles richtig zu sagen aber so Mutmassungen zu stellen.

00:29:08: das ist mir ganz wichtig gewesen dass sich das nicht so mache und Dass ich vor allem wenn jemand Schmerzen hat wenn jemanden leid hat in dem begegnen und sag hey Wenn Gottes will dass du geheilt bist wirst du gehelt.

00:29:27: Sonst soll er dir einfach die Kraft geben, damit umzugehen und dir die Gewissheit geben, dass er das sieht wo du drinstehst.

00:29:35: Und mir hat immer der Vers von Corinta mega die Stärke gegeben, wo es heißt, dass Gott niemals eine Prüfung geben wird, die über deine eigene Kraft hinausgeht.

00:29:51: Es gibt Schicksalsschläge, die sind fürchterlich.

00:29:53: Da passen Bibelpferde auch nicht drauf.

00:29:56: Man kann sich auf jede Lebenssituation übertragen meiner Meinung nach.

00:29:59: Aber für mich in meiner Situation hat mir das ganz viel Kraft gegeben und ich wusste ... Okay, ich werde daran nichts zerbrechen!

00:30:06: Ich werde daran nicht sterben sozusagen... Und mit der Krankheit umzugehen zu besiegen wäre noch viel schöner.

00:30:16: aber genau es geht halt nicht alles.

00:30:19: Ich werde die Kraft haben, einen Umgang mit dieser Erkrankung zu finden.

00:30:23: Oder auch mit meinen Schmerzen und dem Arm.

00:30:27: Und du hast dich an diesem Gott festgehebt?

00:30:29: Dass du hebst schon im Fest bis heute?

00:30:30: Weisst du wie bringst das zusammen das Liede?

00:30:34: Wo du ja immer noch drin steckst zum Teil.

00:30:39: Puh!

00:30:40: Ja... Es ist manchmal gar nicht so einfach das zusammenzubringen.

00:30:44: Es gibt auch oft Phasen wo ich es sehr frustriert brennen muss.

00:30:49: Was darf doch einfach auch mal aufhören?

00:30:51: Ich sag jetzt mal, ich will nicht immer kämpfen müssen.

00:30:55: Ich will nicht so oft geschwächt sein.

00:31:01: Es gibt viele Tage in der Woche oder auch Phasen wo es mir... Wo ich wochenlang Schmerzen habe und keine Schmerzmittel helfen, wo ich einfach fix und fertig bin.

00:31:11: Und das ist so ein Zustand mit dem kann ich ganz schlecht umgehen.

00:31:15: Weil für körperliche Schwäche, weil der Körper permanent am Am Schaffen ist innerlich gegen Entzündungen, für das gibt es keine Tablette.

00:31:23: Es gibt Schmerztabletten, es gibt Antidepressiva ... Es gibt ja hunderttausend Tabletten.

00:31:30: aber für eine grundlegende Schwäche die existiert weil der Körper selbst an den Grenzen ist dafür gibt es nichts und das finde ich recht schwierig.

00:31:42: Weil mein Alltag geht trotzdem weiter.

00:31:45: meine Patienten haben auch das Recht wenn sie da sind, dass ich auch da bin.

00:31:50: Dass ich präsent bin und es mir gut geht.

00:31:52: Und das ist immer sehr intensiv für mich dann die Kraft zu haben, dann auch parat zu sein.

00:32:00: Bisher hat das immer gut geklappt.

00:32:03: Wenn's nicht klappt, dann bin ich krank.

00:32:04: Dann ist das so ja?

00:32:06: Aber außerhalb meiner Arbeitszeit habe ich dann Zeit, mich zu erholen.

00:32:15: Im Moment ... Vom Behandlungsaspekt her ist es auch jetzt so auf dem Weg, dass ich sagen kann... Ich sehe langsam ein Licht am Ende vom Tunnel.

00:32:25: Also mir kostet doch irgendwie viel Hörndle!

00:32:29: Also heilen kann man's nicht.

00:32:31: Es gibt einfach verschiedene Möglichkeiten wie Hormonenpille.

00:32:35: die vertrage ich aber nicht.

00:32:36: Dann gibt das die Spirale, die man bekommt gerade bei der Adenummiose weil ja die Herde in der Gebärmutter drinsitzen und da ja dir der Ursprung eines der schaubenden Schmerzfelder ist bei mir.

00:32:48: Und dann gibt es noch viele Methoden, die jetzt nicht von der Schulmedizin her kommen sondern vom Komplementärbereich mit Ernährungsanpassung und viele Physiobekkenboden, Physiotherapie, Ergotherapie – was auch immer?

00:33:03: Nein, nicht Ergotherapie, das ist für die Hand!

00:33:06: Aber die letzte Station ist tatsächlich die Entnahme der Gebärmutter.

00:33:15: Jetzt nicht gerade eine fixe Planung, aber es ist schon mal in meinem Hinterkopf wenn sich der Zustand jetzt nicht verbessert durch die nächsten Behandlungsschritte, die geplant sind.

00:33:23: Und dann ist das halt eine Option, die wir in Betracht sehen ja?

00:33:29: Was sehr schwierig war für dich auch, dass man dir gesagt hat du und dein Mann werden Mühe haben, gerade wegen dieser Erkrankung oder wegen der Erkränkung, wo dein Mann hat, dass ihr wahrscheinlich kein Kind werdet überkommen.

00:33:41: also es war noch einmal so ein Schlag ins Gesicht.

00:33:46: Richtig, richtig schwierig wahrscheinlich das zu verdauen oder?

00:33:50: Ja.

00:33:51: Aber andererseits muss ich sagen es war in mir schon irgendwie wusste ich dass das schwer sein könnte.

00:33:59: man hat mir das jetzt zu dem Zeitpunkt noch nie ganz klar gesagt aber Ich habe mich ja auch ein bisschen eingelesen.

00:34:04: man liest und hört ja auch von Betroffenen.

00:34:08: Und dann hab ich so gedacht ja okay Dann soll das halt nicht sein.

00:34:13: und Es gab auch Momente wo ich mich nicht freuen konnte, wenn Kollegen von mir Kinder bekommen haben.

00:34:18: Wo ich gedacht habe ja... Es wäre auch schön, wenn es einfach so klappen könnte ohne mal Schmerzen oder irgendwelche Diagnosen.

00:34:29: Und für uns war das ein langer Prozess.

00:34:32: Wir haben das schon früh besprochen.

00:34:35: Ich hab das von Anfang an noch meine Mannin gesagt dass es sein kann, dass es schwierig sein könnte aber dass es jetzt gar nicht geht.

00:34:41: davon habe ich jetzt nicht gesprochen Weil das gar nicht gibt es nicht oder geht

00:34:47: nicht.

00:34:51: Und dann haben wir uns wirklich lang auseinandergesetzt mit dem Thema von der Kinderlosigkeit, wie gestalten wir unser Leben?

00:34:58: Wie wollen wir auch trotzdem prägend sein für andere Kinder, für andere Familien?

00:35:04: und dann haben weh ein Jahr dafür gehabt und haben gesagt okay wenn Gott das für uns nicht so vorgesehen hat, wird er sich was dabei denken.

00:35:13: Für uns ist das in Ordnung.

00:35:15: Wir können damit gut umgehen, oder in dem Moment wo wir das Jahr dazu hatten und ein halbes Jahr später war es plötzlich schwanger.

00:35:26: Das

00:35:27: war ein bisschen krass weil... wir haben uns der erste entschieden also entschieden!

00:35:32: Wir haben uns voll mit dem Gedanken befasst wir können keine Kinder kriegen und das war irgendwie auch so boah krass und sich die Welt offen.

00:35:41: Also nicht alles machen, aber wir können so vieles machen.

00:35:45: Und dann auf einmal schwanger und jetzt müssen wir noch mal kurz unser Konstrukt vom Leben überdenken und neu ausrichten.

00:35:53: Wir haben uns trotzdem sehr gefreut über das Wunder weil es wirklich ein Wunder ist.

00:35:59: eine Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden war unter einem Prozent Weil die Indomitriose meine Eierstücke angegriffen hatte Und die Adenomyose so ausgeprägt war, dass ich fast nichts einsetzen konnte.

00:36:14: Dass das dann trotzdem ging und es unglaublich war.

00:36:20: Krass!

00:36:20: Mega schön.

00:36:21: Du strahlst über alles.

00:36:24: Genau der kleine Zwerg ist jetzt zweieinhalb und er bringt ganz schön ein Leben in den

00:36:31: Boden.

00:36:31: Definitiv ja.

00:36:35: Ja, und gleich.

00:36:36: Dass er hier ist und du noch da bist, das ist auch ein Wunder.

00:36:40: Da kommt nochmal so eine heftige Geschichte, die ich schon anmigse.

00:36:44: Beim Lesen von deiner Geschichte musste ich ein paar Mal leeres schlucken.

00:36:47: Manchmal dachte ich, es kann ja gar nicht sein, dass ein Mensch so viel Müsteur machen muss.

00:36:53: Du bist fast gestorben bei der Geburt.

00:36:55: Das hat natürlich auch wieder mit dieser ganzen Verwachsung zu tun, nehme ich an?

00:37:01: Ja ... man geht davon alles, ja!

00:37:04: Genau.

00:37:05: Ich habe bei der Geburt, ich wurde eingeleitet weil unser Sohn noch nicht so ganz raus wollte und lag dann vierundzwanzig Stunden in den Wehen.

00:37:16: Lästig?

00:37:17: Ja!

00:37:18: Und ich hab auch gedacht, eingeleitet zu werden ist schon nicht so mega schön.

00:37:24: Also ich habe es jetzt nicht so als angenehm empfunden.

00:37:27: die Ärzte sind ... Die haben super... ich wurde sehr gut betreut und so ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt.

00:37:33: Und dann am Abend, nachdem ich schon über vierundzwanzig Stunden dort war und wen hatte, wurden die Herztöne von unserem kleinen Schwächer.

00:37:43: Weil es halt auch stressig war für ihn.

00:37:46: Der Muttermund hat sich nicht weiter geöffnet als Kabingeburtstillstand.

00:37:50: Dann haben sie gesagt dass Sie unseren fehlenden Kaiserschnitt zu machen.

00:37:55: Dann wurde ich in den OP gebracht, wurde vorbereitet das sie es dann bekriegen.

00:38:02: Es dauert eine halbe Stunde ungefähr, dann kann der Tobi ja während ich quasi wieder zusammengefliegt werde.

00:38:10: Kann er bei mir bleiben?

00:38:11: Meinen auch!

00:38:12: Also das ist alles gut damit auch Bonding und alles stattfinden kann.

00:38:16: Und dann kam der Moment wo unser Sohn aus dem Bauch kam und die Ärzte haben ihn untersucht.

00:38:23: Das war alles okay.

00:38:24: und dann hat er auch bei mir gelegen.

00:38:30: Hier hat eine Ärztin gesagt, hier ist auf jeden Fall so viel Blut.

00:38:32: Und ich dachte, okay ... kann ja sein!

00:38:37: Das ist ja ... Bauch-OP und alles hat mit Blut zu tun.

00:38:42: Dann hab' ich gemerkt die sind ein bisschen unruhig.

00:38:46: Und dann hat die Ärzte gesagt das hört nicht auf zu bluten es kommt noch mehr Blut.

00:38:51: wir müssen jetzt doch andere Ärzten dazu holen, dann wurde das immer schlimmer.

00:38:58: Dann hieß es ja, Mann und Kind müssen den OP verlassen.

00:39:00: Und dann wusste ich das ist nicht gut.

00:39:04: Da habe ich gedacht, dass kann jetzt nicht sein.

00:39:05: Durch alles

00:39:06: mitbekommen?

00:39:07: Ja, alles mit bekommen, ja!

00:39:09: Und dann kamen zehn weitere Leute noch in den OP.

00:39:15: Ich hab über ... Boah, was war das jetzt?

00:39:18: Fünfzehn Liter Ringerlösung bekommen als Ausgleich zum Blutverlust.

00:39:28: Sie wollten mir eigentlich Fremdblut geben, aber das haben sie versucht zu vermeiden auch wegen dem stillen und wegen dem Antikörper die entwickelt werden können weil ich die dann dem Kind übertragen kann.

00:39:40: Das ist halt nicht so günstig.

00:39:42: Und dann Haben sie halt gesagt ja es kriegt die Blutung nicht gestillt.

00:39:47: Dann haben sie die Gebärmutter mit den Händen versucht zu massieren, dass sie sich selbst wieder zusammenzieht.

00:39:53: Weil sie ist nicht zusammengegangen.

00:39:54: Das war das Grundproblem selbstständig die Arterien vom Bauchraum in die Gebärmutter, die haben alle weiter geblutet.

00:40:01: und dann haben die Ärzte gesagt, eventuell müssen wir sie in die Vollnerkose verlegen aber wir versuchen das zu vermeiden.

00:40:08: Und ich habe in der Zwischenzeit ganz viele Krämpfe gekriegt vom Schmerzmittel und dann hab' ich auch viel gezittert und dann habe ich in der Zeit soviel Blut verloren dass die Manchette, die Blutdruckmanchette nicht mehr messen konnte von meinen Vitalwerten her.

00:40:25: Dann musste man mir einen anderen Zugang legen.

00:40:27: das hat saumäßig weh getan.

00:40:30: also ich habe voll geschrieben das weiß ich noch.

00:40:32: es hat so weh getan.

00:40:35: Also da hat man quasi den Zugang in eine wenige legt um ihr intravenös quasi den Blut druck zu messen Und die Ärzte und so, ich hab keine Vitalwelt.

00:40:44: Ich bin schon noch am Leben aber ...

00:40:46: Scheiße!

00:40:46: Wieso haben wir dich denn nicht?

00:40:48: Ich weiß nicht, Basic-C-Folner-Krose.

00:40:51: Man hat mit dem Körper eigenen Widerstand geschafft weil wenn du in die Vollnarkose gelegt wirst dann gehen alle Wienenklappen auf.

00:40:57: Achso... Dann hieß es der Restblut.

00:41:02: Das wäre

00:41:03: wirklich lebensgefährlich gewesen.

00:41:07: Genau, nach zweieinhalb Stunden war ich fertig.

00:41:10: Ich bin zwischendurch aber eingeschlafen oder weggedöst, oder unmächtig geworden je nachdem.

00:41:19: Und ich habe die Augen zu gehabt und ich wusste... Also es war eigentlich mega schön weil ich wurde so müde!

00:41:24: Und ich wurde sehr müde wegen dem hohen Blutverlust und ich war eingeschlafene und dachte okay, eigentlich kann ich jetzt einfach schlafen und ich weiß wo ich hinkomme Bei Gott bin das es.

00:41:42: Das ist eigentlich mega schön so,

00:41:44: also wie ich ruhig sehe.

00:41:45: Ja ja Ich war sehr ruhig schon und dann habe ich aber gedacht Dann habe ich mit Gott eine rechte Diskussion geführt hab dann gesagt dass Also einerseits kann das jetzt nicht sein Dass du uns ein Wunderkind schenkst Und dass sich jetzt Eigentlich somit meinem Leben kämpfe und dass ich meinen Sohn vielleicht gar nicht kennenlernen darf dass.

00:42:05: Also ich war hier bis an ihn recht tolerant Mit Dingen die ich nicht verstehe und sie annehmen kann.

00:42:10: Aber Jetzt hört's denn schon auf.

00:42:13: Und hab dann gesagt, ich will einfach meinen Sohn kennenlernen.

00:42:19: Das kann nicht sein dass das jetzt hier fertig ist und so tragisch enden soll.

00:42:25: Ich bin eingeschlafen und dazu mal habe ich den Song von Brenton Lake gehört Creditude wo es im Refrain drum geht gegen Komma eine Seele lasst Dein Lied hören, du hast einen Löwen in deiner Lunge der irgendwie rauspolte.

00:42:43: Also das Original ist sehr englisch.

00:42:46: Es kam mir dann in den Sinn während ich weg war und ich dachte so ja Okay, dann mache ich jetzt die Augen auf und atme

00:42:54: Also wie eine entscheidige Führerslage!

00:42:56: Das

00:42:56: war wirklich ne Entscheidung.

00:42:57: Ja Und genau, da bin ich wieder zurückgekommen Bin dann oft die Auferstation gekommen.

00:43:06: Unser Sohn war dann auch Bei mir, das weiß ich aber nicht mehr.

00:43:10: Nur noch von Hörensagen und Bildern.

00:43:13: Und dann habe ich einen unheimlichen Durst gehabt.

00:43:17: Das hatte auch ein OP.

00:43:18: Ich hab gedacht, ich verdurste.

00:43:19: Das lag aber am Blutverlusten so.

00:43:21: Eine ganze Zeit war das richtig schlimm für mich nach dem Wochenbett, wo ich wieder fit war.

00:43:28: Immer wenn ich Durst hatte, dachte ich, ich muss jetzt was trinken, ich sterbe sonst!

00:43:33: Und das war wie eine Folge von dem Ganzen, weil sich das

00:43:36: so...

00:43:38: Genau.

00:43:39: Und als ich aufgewacht bin im Aufwachraum respektiv wieder so fit war, dass ich was sagen konnte, habe ich zur Ärztin gesagt ... Sie hat nämlich ein Computer dokumentiert und mit einer Assistentin die dabei war am OP hat sie dann gesagt Ja!

00:43:55: Wie viel Blut hat sie denn jetzt verloren?

00:43:56: Hat sie jetzt zwei Komma sieben?

00:43:59: Zwei Komma acht oder doch drei Liter mit den Tüchern, weil da ist ja dann auch Blut aufgesagt worden in den Bauch-Tücheren und so.

00:44:07: Ja wir schreiben zwei Komma achten das sollte ungefähr passen.

00:44:10: Dann habe ich gesagt zum Glück hab ich ja vier Liter Blut sagt sie.

00:44:15: Sie haben dreieinhalb Liter wenn es hochkommt.

00:44:19: Und da dachte ich oh das ist aber sehr viel Blutverlust im Vergleich, weil ich dacht ein halben Liter Blutt ist jetzt, verlieren ist nicht so schlimm Genau, und das war recht heftig.

00:44:36: Und ich bin drei Tage auf Intensivstation gekommen... ...und die drei Tage nach der Geburt waren noch ein kritischer Zustand.

00:44:44: Dann bin ich aber auch vier Tage später

00:44:46: heimgegangen.".

00:44:48: Du sagst, du hattest Nord- oder Labni-Scrow?

00:44:54: Ja, ich glaube in gewisser Weise schon.

00:44:56: Vor allem so die Entscheidung fand ich eindrücklich so okay.

00:45:01: Ich kann jetzt eigentlich entscheiden ob ich jetzt mich entscheide, reinzuschlafen und gefühlt den Weg zu gehen vom Tod sozusagen oder mich fürs Leben entscheiden.

00:45:16: Ob es dann wirklich so gekommen wäre, dass die Ärzte haben ja immer noch ein paar Optionen offen um einem Leben zu erhalten aber vom Gefühl her war das schon eine.

00:45:29: Was hat denn das jetzt mit dem Glauben gemacht, dass du da so eine Ruhe gespürt hast?

00:45:36: Hat das etwas verändert.

00:45:39: Also ganz ehrlich ich wünschte mir es hätte mehr und länger verändert.

00:45:45: also am Anfang hat es schon sehr viel verändert.

00:45:47: Ich war mega bewusst und viel dankbarer wie sonst sozusagen Und hab gedacht, jetzt habe ich so eine Revolution in mir.

00:45:59: Eine Glaubensrevolution, eine Revolution vom Leben.

00:46:01: Ich weiß jetzt was es heißt, kurz vorm Tod zu stehen und das zu überleben.

00:46:08: Aber gelb wenn der Alltag kommt dann kommt der Alltag wieder

00:46:11: sowieso mit Kind

00:46:12: genau.

00:46:13: Also ich bin immer noch sehr dankbar fürs Leben und ich bin auch dankbar um das, was passiert ist und dass ich das überlebt hab.

00:46:21: Auch um die kompetenten Ärzte.

00:46:23: Das ist wirklich unglaublich!

00:46:27: Aber diesen Frieden in mir, den ich auch während der OP hatte und allem, den kannte ich vorher schon.

00:46:32: Also dass das was wo mir nicht unbekannt ist Und wo ich aber wie eine Art Richtung hatte wenn ich...wenn er weg war oder wenn ich so unruhig wurde Dass ich ihn nicht mehr gespürt habe dann weiß ich okay Ich muss wieder mehr Den Fokus auf den Glauben setzen Mehr wieder an der Gegenwart von Gott sein und Wieder mit ihm enger unterwegs sein weil das einfach Das Einzige ist, was den inneren Frieden für mich so zu sagen ausmacht.

00:47:02: Jetzt hat man dir zugelassen hier im Vis-à-Vis und habe gehört, dass du alles erlebt hast.

00:47:08: Was für Tiefschläge, Schwierigkeiten mit dem du schon gekämpft hast.

00:47:12: Und jetzt gibt es dir so viel, das spürt mir richtig wenn du Menschen helfen kannst mit deiner Musik?

00:47:20: Warum ist das so ein Wunsch?

00:47:22: Du könntest dich auch zurückziehen in die Schneckenhaus und dich bemitleiden, um bitter zu werden.

00:47:27: Aber du möchtest so anderen helfen!

00:47:30: Warum ist es so einen tiefen Wunsch von

00:47:32: dir?!

00:47:34: Also manchmal bemitläide ich mich schon selbst.

00:47:36: Und ich muss... Ich muss auch echt aufpassen je nach Themen welcher Phase ich bin.

00:47:44: Also ich möchte nicht mich selbst bemitlegen permanent und wenig in dieser Abverhaltung bleiben weil bringt leider gar nichts.

00:47:51: Man kriegt zwar Mitleid oder Selbstmitleid, was man wahrnimmt aber das macht nicht gesund und mir hat so mein Leben bisher auch das, was gut funktioniert hat, wo ich jetzt gesund bin, hat mir so gezeigt dass wenn man den Fokus richtig setzt in die richtige Richtung versucht zu lenken.

00:48:18: Ich habe immer noch die Entscheidung, gesund zu denken.

00:48:22: Wenn ich mich nur dadurch definiere was ich alles nicht habe oder was ich nicht kann... ...ich erlebe das auch mit Krebspatienten, die voller Krebs sind, die wissen dass sie sterben werden.

00:48:34: Die kommen zu mir und wir arbeiten vor allem an den Anteilen, die gesund sind weil es gibt in jedem kranken Mensch auch gesunde Anteile und die finde ich gilt es zu stärken und hervorzuheben Weil heilen kann ich leider nicht.

00:48:47: Verena, meine letzte Frage.

00:48:50: Was gibt dir Hoffnung?

00:48:52: Was hörst du sagen?

00:48:55: Musik!

00:48:56: Ehrlich?

00:48:58: Ja zum einen... Doch Musik gibt schon Hoffnungen und Musik kann ja sehr vieles auslösen auch Hoffnung.

00:49:05: Einfach der Glaube so das Wissen.

00:49:08: da ist eine höhere Macht die weiß wo wir uns bewegen was gerade in unserem Leben stattfindet was gut für uns ist Und vor allem zu wissen Was passiert mit mir, mit meinem Liebsten?

00:49:24: Wenn irgendetwas Heftig ist, dann weiß ich einfach, wo wir aufgehoben sind.

00:49:29: Ja zu wissen Gott hat das im Griff auch wenn sich das für mich manchmal nicht so anfühlt.

00:49:35: Danke vielmals Verena Barbera fürs Zählen und fürs Vertrauen, dass du es mitgenommen hast in deine Geschichte.

00:49:42: sehr beeindruckend.

00:49:43: Danke dir vielmals!

00:49:47: Verena Barbera, Musiktherapäutin mit

00:49:50: Herz

00:49:51: und Seele.

00:49:52: Ihre Arbeit verlinken wir dir noch gerne in den Shownotes.

00:49:55: Danke auch vielmals für deine Unterstützung!

00:49:58: RF Media ist ja ein Medienunternehmen,

00:50:00: der auf

00:50:00: Spendengelder angewiesen ist.

00:50:02: Nur so können wir Podcasts mit so tollen Menschen überhaupt produzieren.

00:50:07: Wenn du mithelfst, dass viele Sorgegespräche entstehen können, dann findest du alles zu spenden über unsere Shownots.

00:50:15: Danke viel, viel mal!

00:50:17: Dafür ist sie bei dem Vis-a-Vee.

00:50:19: Ich bin die Rutschstutz.

00:50:20: Vis-A-Vees.

00:50:21: Bei uns erzählen

00:50:23: Menschen ihre Geschichte.

00:50:25: Ein Podcast

00:50:25: von RF Media Schutz.

00:50:28: Herzlich echt und ungeniert!

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