Überlebt, aber plötzlich gefangen im Rollstuhl: Marianne Ringli

Shownotes

Marianne Ringli ist eine junge Frau mit starkem Willen. Bereits als Teenager setzt sie sich durch: Sie will studieren und Primarlehrerin werden – ein Beruf, den damals nur wenige Frauen ergreifen. Dank Stipendien kann sie sich diesen Traum erfüllen. Sie lernt ihren heutigen Mann kennen, gemeinsam gründen sie eine Familie und bekommen vier Jungs. Sie bauen ein Haus. Das Leben ist intensiv, wild und gleichzeitig genau so, wie Marianne es sich immer gewünscht hat. Marianne und ihr Mann sind aktiv und lieben den Sport – ob Tanzen, Joggen oder vor allem Bergtouren. Diese Leidenschaft lässt sie nicht mehr los. Schon mehrere 4000er haben sie bestiegen, als sie sich im Wallis auf eine weitere Tour begeben. Sie sind gut ausgerüstet, das Risiko scheint überschaubar. Doch dann passiert, was nie hätte geschehen dürfen: Ein Schneebrett löst sich und reisst Marianne, ihren Mann und ihre Geschwister sowie weitere Seilschaften in die Tiefe. Sie stürzen mehrere hundert Meter ab. Mehrere Menschen sterben noch am Unfallort. Mariannes Geschwister und ihr Mann überleben – und auch Marianne überlebt. Ein Wunder, mit dem niemand mehr gerechnet hat. Doch ihr Leben steht von einem Moment auf den anderen still: Sie kann ihre Beine nicht mehr bewegen. Für die aktive Frau ist das ein schwerer Schicksalsschlag. Marianne ringt darum, diese neue Realität zu akzeptieren, und kämpft sich ins Leben zurück – denn zuhause warten ihre vier Söhne, damals zwischen 3 und 10 Jahre alt. Inzwischen lebt sie seit 44 Jahren im Rollstuhl. Eine Realität, an die sie sich gewöhnen musste – auch wenn es mit zunehmendem Alter nicht einfacher wird. Doch dieser Unfall bleibt nicht der einzige tiefe Einschnitt in ihrem Leben: 14 Jahre später stirbt auch ihr zweitjüngster Sohn bei einem Unfall. Marianne Ringli ist eine Kämpferin. Und so stark ihr Wille ist, so tief ist auch ihr Glaube an Gott. Trotz schwerer Rückschläge hat sie ihr Leben immer wieder mutig neu angepackt.

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Autorin & Host: Ruth Stutz

Transkript anzeigen

00:00:00: Sie haben mir etwas gesagt, dass ich die Querschnitte lehnte.

00:00:04: Ich hatte null Ahnung, was das heisst und konnte mich das überhaupt nicht vorstellen können.

00:00:10: Was ist deren langen Prozesse?

00:00:12: Das zu lernen ... Ich habe ein Gefühl, das kann ich nie akzeptieren.

00:00:18: Nicht spüren von einer Fliege auf meinen Beinen gesehen.

00:00:23: Ich spüre sie nicht.

00:00:24: Ich kann auch nichts machen, um sie vertreiben.

00:00:29: Bei uns

00:00:29: erzählen die Menschen

00:00:31: ihre Geschichte.

00:00:32: Ein Podcast von Ehrenmedienschutz.

00:00:35: Herzlich echt und ungeniert!

00:00:39: Plötzlich ist alles anders, und man kann nichts mehr verändern.

00:00:43: Marian Ringli hat so einen Schock gerade zweimal ihrem Leben

00:00:47: verkraften müssen.

00:00:48: Ihre grosse

00:00:49: Leidenschaft ist als junge Frau aus Berg steigen.

00:00:52: Wo es ein Riss gibt in Schneebrett stürzt sie ab, mehrere hundert Meter weit.

00:00:59: Sie überlebt, aber weiterleben wie bis dort her ist nicht mehr möglich.

00:01:03: Marianne, die bis dort so aktiv und sportlich war, kann plötzlich ihre Beine nicht mehr bewegen.

00:01:10: Sie sitzt im Rollstuhl.

00:01:11: Zu Hause brauchen vier Buben zwischen drei und zehn ihrer Mami.

00:01:17: Marian Ringli geht heute auf die Achtzige zu.

00:01:20: Als Leben im Rollstuhl mussten sie sich gewöhnen, und wo ich sie besuche, erzählt sie mir auch, dass es mit dem Alter nicht einfacher werde.

00:01:29: Es beeindruckt mich, wie sie ihr Leben trotz Rückschläge immer wieder mutig neu angepackt hat.

00:01:36: Sie nimmt uns mit ihrer Geschichte in Visaville – und ich freue mich, dass du dabei bist!

00:01:40: Ich bin Troutstutz.

00:01:44: in dieser megaschönen Wohnung, wo die Sonne richtig von allen Seiten ist.

00:01:52: Das ist ein richtig erholsamer Tatentisch für dich!

00:01:56: Danke vielmals!

00:01:57: Geht es dir gut?

00:01:59: Ja jetzt genieße ich es auch wenn es so schön und hell ist.

00:02:03: Und weil wir haben sehr viele auch Nebel... Und dieses Jahr waren wir ganz gut bei diesen Appletagen.

00:02:11: Darum sind jetzt die Besondersten genossen.

00:02:14: Das ist richtig gut!

00:02:15: Was ist es für ein Gefühl, wenn man zu Hause ist und weiss, dass jemand mit dem Mikrofon und allem drinnen kommt und will so viel von einem wissen?

00:02:25: Wenn ich vorbei bin, ist es ein bisschen das Gefühl, das mich etwas nervös macht.

00:02:30: Ich denke ja, ich möchte sie natürlich gut machen.

00:02:33: Auf der anderen Seite kann man schon damit anfangen... Überall, jeder hat sein eigenes Leben.

00:02:42: Es ist gerade eine Situation, in der ich denke, dass es heute etwas häufiger ist.

00:02:48: Aber wir arbeiten das auch.

00:02:49: Ich freue mich mega auf das, was du erzählst.

00:02:51: Du hast nämlich ein sehr bewegtes Leben hinter dir.

00:02:54: Was man jetzt gar nicht sieht, wenn wir hier wissen wie ihr hockt, dass du nicht auf einem normalen Stuhl sitzt, sondern du bist im Rollstuhl und zwar seit forty- vier Jahren.

00:03:04: Also es ist eine richtig lange Zeit ... Es gab einen ganz schlimmen Einschnitt in deinem Leben.

00:03:10: Das reden wir später noch.

00:03:12: Wünscht man sich an den Zustand?

00:03:14: Weisst du, nach forty-f vier Jahren?

00:03:17: Dass man sich nicht mehr erinnert, wie das vorher war vielleicht auch?

00:03:21: Ja es ist schon sehr weit weg, wie es vorher war.

00:03:24: Wir haben gerade die letzten wieder einmal ein Fotoalbum angeschaut und ... Ich habe mich immer noch wehmut.

00:03:34: Nach der seiberen Zeit, wo man so einfach beweglich war und da konnte machen was einem gerade angemacht hat und gewinnt.

00:03:45: Es wird eine Art erneuernde Realität aber wegen dem auch nicht immer eine einfache Realität und mich darum zähler ich werde um so aufwendiger und anstrengender.

00:04:01: empfinde ich diese Realität

00:04:04: Herr Schaumus, weisst du immer so wie der Drang zum Aufstehen und gerade schnell etwas erledigen?

00:04:10: Oder ist das schon lange verflogen?

00:04:13: Ja, dass ich zum Spontan aufstehe.

00:04:15: Hier habe ich mich daran gewöhnt, dann einfach zu fahren.

00:04:21: In dieser Wohnung, in der wir jetzt sind, sind wir auch recht gut eingerichtet.

00:04:25: Wir konnten hier selber mitreden, wo sie gebaut wurde.

00:04:29: Und das ist natürlich ... Dann schon auch eine grosse Erleichterung.

00:04:32: Hier haben wir vorher die ersten Jahre, wo wir nachdem ... eigentlich bis jetzt in den Wohnungen sind.

00:04:41: Aber vorher waren wir immer im Haus.

00:04:44: Eigentlich war es für den Rollstuhl nicht so geeignet.

00:04:47: Wir mussten einen Treppelift einbauen und das ist sehr langsame Sache.

00:04:55: Am halben Jahr standen wir da und mussten hier evakuieren.

00:05:01: Also es ist eine Erleichterung.

00:05:04: Aber dass ich jetzt sagen würde, ja, das kommt eigentlich... Ich habe schon Rollstuhlfahre gehört, die gefunden haben.

00:05:11: Es ist etwas so gut wie Sander und das würde ich nicht unterschreiben.

00:05:16: Auch was vermissen, das einfach immer noch da ist?

00:05:17: Ja.

00:05:18: Eine Sehnsucht nach Freiheit oder Spontaneität.

00:05:23: Und es kommt auch darauf an, was man viel vorlieben hat, wenn jemand so gerne malet ... nur gerne Liste und sich gar nicht so gern bewegt.

00:05:35: Also ich weiss, da ich einmal mit einer Kollegin gekriegte, sie hatte ein Häuschen-Dessint.

00:05:39: Und dann hat sie gesagt – ach, mein Mann geht hier mal auf die Berge hinauf.

00:05:44: Ich sitze halt am liebsten vor dem Häuschchen und lisse.

00:05:47: Warum können wir nicht tauschen?

00:05:52: Du warst so eine Aktivität, gell?

00:05:54: Eine Sportlerin!

00:05:55: Eigentlich haben wir auch gerne Sport gemacht.

00:05:58: In

00:05:58: der Freizeit war das das, was mich froh gemacht hat.

00:06:02: Ich ging noch in eine Skriptik und tanze gut.

00:06:06: Wir sind miteinander mit meinen Magenrennen auf die Bienenbahn, wo wir noch kleine Kinder hatten.

00:06:12: Da haben wir es manchmal beim Start ein bisschen stahlen lassen oder spielen lassen, seit dann unsere Runden drehen gehen.

00:06:20: Wir haben angefangen und gemerkt, als gemeinsames Hobby das Bergsteigen uns eigentlich würde Freude machen.

00:06:28: Was findest du?

00:06:29: Was sind die grössten Herausforderungen im Rollstuhl?

00:06:33: Für mich sind es schon diese Herausforderungen aber das ist eigentlich eine Freizeitbeschäftigung.

00:06:41: Ich würde zum Beispiel sehr gerne mal so einen Fluss Schifffahrt machen, weil ich mir dann vorstelle.

00:06:47: Dann hätte man die Unterkunft immer bei sich und könnte gleich für jedes Koalagen.

00:06:51: Und bis jetzt habe ich bei allen Unternehmen, die mich angefragt haben, gesagt, nein, mit dem Rostol geht es nicht.

00:06:59: Das sind für mich eigentlich mehr Enttäuschungen aus den Forderungen.

00:07:05: Ja ist halt der Aufwand von den Körperräumen fordert?

00:07:10: zeitlich und kräftemäßig.

00:07:12: Und als Jung mag man ja das nach.

00:07:15: Es ist sehr vieles auch möglich, ich kann dann ihren Auto fahren und selber den Stuhl einladen, wo wir eine Verladevorrichtung, auch Hilfs-Vorrichtung eingerichtet haben.

00:07:31: Dann habe ich selbst eine gewisse Freiheit.

00:07:37: Und als Rollstuhl-Fahrer gibt es eben auch nicht eine pauschale Antwort, weil je nachdem warum du im Rollstall bist und wie alt du bist und was du für Möglichkeiten hast ist das viel einschränkender als wenn du jung bist.

00:07:53: Du kannst Prüfstätik sein und in dem Rollstrahlsport mitmachen können.

00:08:03: Ja, aber das Abhängige war von anderen stelle ich mir mega auserfohren vor.

00:08:07: Du hast gesagt du musst in deinem eigenen Haus evakuiert werden oder musst dir nicht mehr so angeweisen dass andere sich um einen kümmern?

00:08:14: Ja und das hat jetzt im Alter noch sehr viel zugenommen weil eben ich fahre nicht mehr selber Auto.

00:08:22: Ich muss jetzt gleich wieder an der Testsprache gehen Das bestande ich sicher.

00:08:27: also das ist eigentlich kein Problem Aber ich komme ja schon fast nicht ins Auto rein.

00:08:31: Auf der Beifahrer-Seite haben wir jetzt mit Piltrikli und Brettli ein Eingricht, das ich einigermassen reinkomme.

00:08:41: Aber eben von daher die Abhängigkeit macht mir am meisten.

00:08:48: Zum Beispiel sind wir sehr verschieden in den Interessen.

00:08:53: Er hat immer noch gerne ins Berg gestiegen.

00:08:55: Das ist sein Hobby, das macht er einmal ... In der Woche will er gerne einen Tag gehen und es klingt auch vielmehr.

00:09:04: Es ist gut, dass er das macht.

00:09:06: Das ist eine Psycho-Hygiene.

00:09:11: Aber das macht ihm Freude.

00:09:13: Und ich muss meine Bereiche ändern.

00:09:18: Ich würde das auch sehr gern, aber ich gehe gerne in ein Konzert oder ich schaue gerne einen Film ... Ich leise gerne oder gehe immer noch etwas Gutes essen.

00:09:30: Das sind alles Sachen, was ihm eigentlich nichts bedeutet und das tunke mich.

00:09:34: das, was mir am meisten fehlt in der Ehe zum Thema Ehe ist die gemeinsame Freude.

00:09:43: Mein Mann will mir keinen besseren Wunsch.

00:09:48: Er macht eigentlich alles, was nötig ist ohne Szenen, ohne irgendetwas aber ... dass ich merke, das würde ihm mit Freude machen.

00:09:59: Das würde er in Initiativen ergreifen.

00:10:01: Das sollte nicht und ... Ja?

00:10:05: Das tut schon weh!

00:10:08: Kommen wir mal schauen, wie du aufgewachsen bist.

00:10:10: Du bist ja die älteste von sechs Geschwistertein.

00:10:14: Also eine richtig grosse Familie.

00:10:17: Arbeiterfamilie hast du gesagt am Zürichsee.

00:10:19: Dein Vater war Werkzeugmacher.

00:10:21: Ähm... So viele Erinnerungen hast du nicht, gell?

00:10:25: Aber du weisst einfach noch, dass da ganz viel Geschwisterte recht schnell auf die Welt kommen können und dass du auch viel Verantwortung übernehmen

00:10:34: musst.

00:10:35: Ja das denke ich so ein bisschen im Nachhinein.

00:10:37: Ich habe es dann nicht unbedingt so erlebt.

00:10:40: aber eben ich habe dann zum Beispiel mich erinnert... Mal ein kleineres Geschwisterte im Sessel, hier im Esssitzel war.

00:10:53: Und offenbar das Gashärmchen vom Kochherd konnte aufmachen und ... Das habe ich, glaube ich, realisiert, dass es jetzt nach innen Gas schmückt und dann das abstellen könnte.

00:11:07: Ich musste einfach so schauen ... Das mag ich mir eigentlich nicht so erinnern.

00:11:15: Wir mussten einfach auch in einem Anteil an mitarbeiten, im Haushalt und das ist klar als Älteste.

00:11:20: Man muss dann vielleicht sicher mehr als die Jüngeren.

00:11:26: Aber sonst mit den Hütten... Es sind mehr diese Erinnerungen, die ich später habe.

00:11:33: Das waren schon viele Mal meine Mutter, wenn sie etwas überfordert war.

00:11:39: Ich war die älteste und bin hier relativ mit der dicken Haut offenbar ausgestattet.

00:11:52: Ich mache jetzt das und ...

00:11:54: Kann ich mir irgendwie vorstellen?

00:11:56: Ja, also wir haben wohl auch Schwester gesagt.

00:11:58: Ja du hattest mit der Mutter einmal deine Knetsche gehabt.

00:12:03: Und danach war sie fertig und dann bist du gegangen und dann mussten wir schauen wie wir noch ... Wir mussten dann brav sein, weil wir nicht auch noch können.

00:12:16: Also du hast deine Meinung gehabt, bist auch ohne gestanden für das du schwimmen musst.

00:12:21: Also das Mami war dann am Rand, hat vielleicht mal etwas ausgeruft oder was man halt so macht.

00:12:27: Ja ich

00:12:27: habe

00:12:27: es mir

00:12:28: nicht mit allem einverstanden gesehen oder ich nicht bei Tieren.

00:12:30: Ich weiss es.

00:12:31: Ich mag mich nicht an konkrete Sachen erinnern.

00:12:35: Aber es ist einfach schon ... Ich bin sicher auch zum Beispiel, wo jüngere Geschwister, die noch zu Hause waren, bin ich schon nicht mehr zu Hause gewesen und äh... Es ist mir geblieben den Satz von meinem Vater am Hoch.

00:12:48: Er sagte, er hat es eigentlich schon als Detail sehr positiv erlebt.

00:12:53: Aber ich musste sagen nachher, dass das an seiner Seite war.

00:12:57: Meistens hat sie erreicht, was sie hat wollen.

00:13:00: Also so jetzt eben Punkt und Beruf oder Punkt und ... Ja?

00:13:06: Bist du ein starker Charakter, würdest du sagen?

00:13:08: Ja, ein starken Wille!

00:13:10: Ja ja, wahrscheinlich mehr dieses und einen gewissen Egoismus.

00:13:13: also einfach so... Ich wette jetzt das und habe mir dort sicher noch viel weniger Gedanken gemacht, wie es dann echt für einen anderen ist.

00:13:23: Mit dem ja.

00:13:25: Ja und ich meine deine Ausbildung zeigt eigentlich auch du hast eine Primarelehrerin gelernt d.h.

00:13:31: du hast gestudiert und das war uns aber eine Zeit noch nicht so ging und gäbe gewesen oder dass man das macht also dass wir jetzt als Frau vielleicht auch das studieren.

00:13:39: oder ist das heute normal?

00:13:43: Nein es ist schon.

00:13:44: Er hatte schon wenig.

00:13:46: Ich erinnere mich, dass wir aus meinem Jahrgang in der Schule als Zweite waren und noch an eine Aufnahmeprüfung sind.

00:13:55: Und es ist sicher v.a.

00:13:57: auch aus den Kreisen, die ich drin gelebt habe.

00:14:00: beim Vater-Werkzeugmacher war ein Bauernsohn.

00:14:04: V.a.,

00:14:06: einer Ebenbauer, einem Schmied, einer Reiner ... Da war ja auch so etwas zu überzeugen.

00:14:13: Sie könnten jetzt auch arbeiten.

00:14:16: Wenn man schon so wenig Geld hat, kommt man dann wenigstens in den Lohn über.

00:14:21: Das habe ich meinem Vater sehr hoch angerechnet, dass sich das hat dürfen und dass er, dass man sich damit bemüht umstehen kann.

00:14:31: Und noch nicht so lange haben wir wieder einmal gelosen den Auftrag, an dem er am achtzigsten Geburtstag aus seinem Leben erzählt hat – und das war ja noch ein Punkt auf Finanzen total anders.

00:14:45: Aber dann hat er eben auch gesagt, aus dieser Zeit mit der Familie und als Arbeiter, als Werksübmacher.

00:14:52: Die Stipendien haben ihm oder ihn als Familie wirklich wesentlich geholfen, besser über die Runde zu kommen.

00:15:02: Dass er sich nicht stolz vorkommt, dass man das fragt.

00:15:09: Du hast primare Lehrung gelernt.

00:15:11: Wie man gesagt hat, war dein Traumbrief, warum?

00:15:14: Warum willst du das lernen?

00:15:17: Das weiss ich auch nicht.

00:15:18: Ich bin fasziniert mit Menschen.

00:15:21: Ich habe mir eine Büroarbeit immer so trocken vorgestellt, dass es sich gefunden haben würde.

00:15:27: Ich hätte dann noch sonst verkäuferi werden können.

00:15:30: Das hat etwas zu tun mit Menschen und das könnte man vorstellen.

00:15:34: Und mit Kindern.

00:15:36: Es hat mich schon immer noch ... oder fasziniert, etwas verständlich zu machen.

00:15:46: Oder nicht nur Kinder.

00:15:48: Ich habe gemerkt ... Wenn ich in den Kindern mitgeschafft habe, war etwas vom Faszinierendsten Alfa-Life-Kürs-Helfe-Leiten.

00:15:59: Und dort auch Leute, die manchmal keine Ahnung haben und was es dann hier geht, mit einfachem Wort oder Bildern probieren, etwas verständlich zu machen.

00:16:14: Was sind das für Kürse?

00:16:16: Alfa Live-Kürs kam von England her.

00:16:23: Alfa ist der erste Buchstabe des Alphabets und die Leute, die eigentlich Nullahnung haben um was es im christlichen Glauben geht ... die wichtigsten Grundsachen erklärt.

00:16:41: Und mit ihnen im Gespräch auch, was haben sie dann für Fragen?

00:16:47: Welche Probleme treiben sie um und was hat denn der Glaube damit zu tun ... Also es ist eigentlich schon ein Fist.

00:16:56: Ein bisschen keine Lehre.

00:16:58: und versuchen, ein Leben unter den Glauben zusammenzubringen.

00:17:02: Der Glaube war etwas, das dir wichtig war in diesen jungen Jahren?

00:17:08: Ja, ich denke es ist etwas von dem, was mein Leben als Kind geprägt hat.

00:17:15: Das ist auch etwas, was uns die Eltern mitgegeben haben.

00:17:19: Sie sind beide ... Christi war, und es ist für sie und für mich da damit, wo ich so aufgewachsen bin.

00:17:25: Normaler war, dass man zu einer christlichen Gemeinde gehört hat.

00:17:29: Und wir haben es von gellisch-methodistischen Gemeinden gehört...

00:17:34: Das ist eine

00:17:35: Freicheile, die sehr nahe bei den Landeskeilen der Theologie herrscht.

00:17:41: Mein Vater hat dann zum Beispiel eine ganze Gruppe Kindesundengeschwoll gegeben.

00:17:47: In unserer Stube hatten wir eine Siedelsundengschuhe, aber er hatte auch in den Landeskilen vom Wohnort eine Sonntagsschule gegeben.

00:18:00: Von daher ist Kilen oder die christlich gemeint für mich immer eine grosse Familie.

00:18:08: Wir hatten einen Jugendgruppen, der IB.

00:18:14: Für die Eltern nach der Sonntagsschule war man dann kompromiert und da gab es Lager.

00:18:22: Skilager oder Lager in Soferienhäuser.

00:18:27: Das waren meine Freizeit ... So wie die Jungen heute in den Ausgang gehen.

00:18:34: Und Disco und all das Zeug, das haben wir nicht gekannt.

00:18:37: Das hat es auch nicht so gegeben.

00:18:38: Nicht einmal Kino, das war dann der erste Ganzen.

00:18:41: Es war gerade neu, wer das für mich kommt.

00:18:47: Da hatte man auch Kollegen und Freunde dort.

00:18:50: Ich habe das von den Älteren gelernt, dass man sich auch beteiligt mit der Mitarbeit, mit den Finanzen.

00:19:01: Ja, dass das auch ein Teil des Lebens ist.

00:19:06: Natürlich merkte ich dann irgendwann mal einfach so als Mitläufer.

00:19:10: Aber dann bin ich selber zur Überzeugung.

00:19:14: Doch, finde ich, das lohnt sich.

00:19:18: Das ist wirklich auch Wahrheit und es ist meine Überzeugungen.

00:19:25: Also mache ich das persönlich.

00:19:29: Der Glaube hat sich dann immer wieder auf die Brut gestellt worden in deinem Leben.

00:19:34: Auf das können wir noch.

00:19:37: Ich tu mir schnell etwas zusammenfassend, du hast dann Küraten ... Du hast schon von deinem Mann erzählt im einen Siebentzigerjahr und dann haben dir vier Püben überkostet.

00:19:46: Das klingt nach richtig viel extra in deinm Leben, in den siebentzeigern Jahren!

00:19:50: Ich habe viel umgezogen und konnte dieses Haus bauen.

00:19:54: Du hast dort ein Leben gelebt, so als junge Familie, in der du dachtest, dass du das Leben vorstellst.

00:20:01: Es war viel Arbeit, aber ich habe es gerne gemacht.

00:20:04: So schöne Vorstellungen.

00:20:06: Moni, so habe ich es mir vorgestellt!

00:20:08: Das ist sehr schön, oder?

00:20:09: Dass du das dort dachten konntest.

00:20:13: Ja, wir haben auch wirklich ... Man hatte optimale Randbedingungen, man hatte einen guten Lohn.

00:20:20: Bei diesem Haus haben wir ein Doppelhaus gebaut, weil so ist es zu teuer gekommen wäre.

00:20:28: Man hätte nur ein paar zellen Land kaufen müssen.

00:20:30: Aber nicht weniger können wir sagen.

00:20:35: und dann haben wir gemerkt ... Es ist viel für uns, denn wir sind beide ohne.

00:20:41: Kapitalität, die alles zusammensparen mussten.

00:20:46: Und dann hat der Architekt gedacht, es wäre gross genug für ein Doppelhaus und man könnte ihn eins vermieten.

00:20:53: Dann haben wir das tatsächlich gemacht und hatten einen riesigen Glück mit den Nachbarsfamilien, die wir nicht gekannt haben und uns über einen Tipp gegeben haben, dass sie auch in die Kielen gehen, wo wir ... noch am alten Ort waren.

00:21:13: Dann haben wir uns schon gut überlegt und gefunden, es wäre schön, wenn man sich gut versteht.

00:21:20: Aber es ist blöder, wenn ich in die gleiche Kirche gehe und nicht gut verstehe, sondern dass man sich dort auch auf den Nerven geht.

00:21:29: Das war für mich ein Geschenk von mir lieber Gott.

00:21:31: Es war so eine urtige Berner-Oberländerung mit drei Kindern ... Und eine völlig unkomplizierte Frau, die ... Unsere Kinder sind als Grossfamilie mit sieben Kindern aufgewachsen.

00:21:48: Das ist mega viel

00:21:49: wert!

00:21:49: Sie konnten auch bei diesen Häusern unten durchgehen.

00:21:52: Wenn ein Familien am Hotel der Mal vorgesehen war, war es klar, dass wir sagen können, ja, das Regeln sind zu Hause oder die anderen zu Hause.

00:22:04: Wirklich?

00:22:04: Und bis heute eigentlich?

00:22:07: Ein Freundin.

00:22:09: Also, ihr ging es dort gut?

00:22:11: Ihr habt ein lebungs- und fröhliches Leben, glaube ich.

00:22:14: So kommt's mir vor!

00:22:16: Bis zu dem Tag der ersten August, die Nachzehntag, was ist dort passiert?

00:22:21: Nehmen wir uns mal etwas mit.

00:22:24: Wir waren im Walis.

00:22:26: Wir haben eine Vierergrüppe mit einem Bruder an einer Schwester.

00:22:32: Das war übrigens lustig.

00:22:33: Ich war mit fünf Mädchen und einen Buben.

00:22:39: Wir hatten vier Buben.

00:22:41: Meine jüngste Schwester war die Einzige, wo ich auch in die Kinder geholt habe.

00:22:46: Da hat es völlig gewechselt und dann waren wir mit meinen Brüdern und unseren Schwestern im Wallis.

00:22:51: Wir wollten Bergtouren machen.

00:22:57: Ich hatte ein paar wenige Viertausende hinter mir.

00:23:01: Ich wusste, dass sich diese Höhe vertragen.

00:23:03: Das macht mich nicht gross aus.

00:23:07: Und da gab es an diesem Dom im Wallis ein Schneebrett.

00:23:12: Es war Gewitterschnee, das sich auf dem alten Schnee nicht verbunden hat und in einem sehr steilen Hang weit oben über viertausend Meter.

00:23:24: Also wie sind denn dann die Offen?

00:23:25: Wie muss man sich das vorstellen?

00:23:28: Speziell ausgerüstet oder spezielle Schuhe?

00:23:32: Am Seil schon, dass wir zusammen und zum Glück hatten keine Steigeisen.

00:23:40: Wenn es nicht so easy gewesen wäre, hätte man eine Steigeise haben müssen.

00:23:44: Aber wir hatten sicher noch sehr rudimentäre Ausrüstung.

00:23:49: Alle die Speziale Sachen, die man heute hat ... Wir haben das auch noch nicht so lange gemacht.

00:23:55: sich ein wenig besser ausrüsten müssen.

00:24:01: Wir haben in der Nacht vorher in den Dom heute geschlafen und das machen wir hier in zwei Teilen.

00:24:09: Von der Ausrüstung her war es kein Problem, aber es ist einfach sehr ein steilen Hang gewesen.

00:24:19: andere Seilschaften hatten ich in diesem Hang.

00:24:21: Also ein Bergführer mit vier Frauen am Seil, die einen erfahrenden Mann waren und mit diesen Frauen auch schon mehrmals war.

00:24:30: Und eine deutsche Seilschaft.

00:24:33: Irgendwann gab es einen Riss in den Gewitterschneiden.

00:24:36: Das ist wie ein Teppich.

00:24:38: Man muss sich das vorstellen hat alle zwölf Personen mit runtergerissen und ein paar hundert Meter alt.

00:24:44: weil es sehr in steilen Höhen war und dann ist er weiter unten ein wenig ausgelaufen.

00:24:50: Und dort hat man den Fall von selber gestoppt, verschüttet, das war eigentlich niemand gewesen, denn es war nicht eine grosse Schneemengung, die dort oben ist, sondern einfach das Schleifen auf dem Alten.

00:25:07: Und die vier Frauen von diesem Bergführer waren alle vier tot, weil es auf ein paar Säher darauf ankam, wo man gefahren ist.

00:25:18: Ob sie an einem Felsbrücken nahmen oder einfach nur quasi fast freie Falle und mich hat es offensichtlich mit der Werbe-Wirbelsäule an einen Felsen geschlagen Dann hatten wir noch keinen Nattel.

00:25:38: Wenn nicht die Leute, die am Aufsteigen waren, weiter unten, das gesehen hätten und wieder abgestiegen werden, Hilfe organisieren, wären wir alle verfroren dort oben.

00:25:49: Magst du dich daran erinnern, wie sich diese Decke gelöst hat?

00:25:52: Weisst du, dass sich das mitreißt an den Sturz?

00:25:57: Weißt du es noch?

00:25:59: Oder ist das weg?

00:26:00: Nicht

00:26:00: gross.

00:26:01: Der einzige Gedanke, bei dem ich mich daran erinnere ... Wir haben vorher auch Jugend- und Sportlager geleitet oder Ausbildungen gemacht selber.

00:26:13: Da lernt man ja, wenn wir in eine Lawine kommen, dann muss man versuchen, die Stöcke vorzurühren und oben zu bleiben, also rudern.

00:26:22: Und der Gedanken, den ich mich noch erinnern habe, kann mir gar

00:26:30: nichts machen.

00:26:32: Es nimmt einem einfach so schnell mit.

00:26:34: Und eben, es war nichts zum Schuhen.

00:26:36: Es hatte ja gar keine Masse.

00:26:39: Mein Mann sagt, er möchte sich noch an Gedanken erinnern, was ist mit uns den Kindern?

00:26:48: Und auch so an diesem Wunsch, später ich will, dass die Aufgaben quasi selbstständig werden können.

00:27:00: Das hat dein Mann gedacht.

00:27:03: Ist er auch recht mutig oder so etwas zu machen?

00:27:06: Ist ja schon etwas gefährlich, das haben ihn gar nicht gefragt vorerst.

00:27:09: Wenn

00:27:13: man heute mit dem Auto auf die Strasse geht ist es mindestens so gefährlich.

00:27:18: Eigentlich wenn man Bedingungen anschaut und ... Sie richtet sich nach dem Wetter.

00:27:28: Ich meine, der Bergführer hat eine Polizei geklärt das nachher ab.

00:27:32: Ob man hier jemandem vorgesehen machen kann?

00:27:36: Und für den Bergführern war es natürlich eine ganze Krise.

00:27:40: Das ist sein Beruf gewesen.

00:27:43: Aber er wurde auch nicht verurteilt.

00:27:47: Hast du denn die toten Frauen gesehen oder bist du weggekommen?

00:27:53: Ja ja ... Es muss ein komischer Zustand sein, weil ich weiss von nichts.

00:27:59: Aber meine Schwester, die bei Bewusstsein war, sagte, du hast Furchtbar geschraubt?

00:28:08: Nein!

00:28:09: Ich habe das nicht mitbekommen.

00:28:11: Das Erste, was ich nachher wieder weiss, ist, dass ich zu Basel aufs Rintensiv erwachen bin.

00:28:20: Sie flog erst die Leute ins Wallis runter und dann ... Bei mir sah es, dass das nötig ist für sie und hat von Basel ... Die Wille gab es noch nicht.

00:28:31: Es gab ein Problem in dem Zentrum.

00:28:32: Da kamen die Helikola mit der Crew an.

00:28:37: Als ich später zu einem Arzt sagte, ja... Ich glaube auch, dass es Wunder gab.

00:28:43: Hatte gesagt ja, das Wunder haben wir aber jetzt gehabt und hat dann nie mehr wirklich damit gerechnet, dass sie ihn einmal bewachen.

00:28:49: Das war so?

00:28:50: Ja,

00:28:51: offenbar schon.

00:28:53: Nach solch einem Sturz?

00:28:55: Also ihr Mann hat das einfach überlebt?

00:28:57: Ja er hatte ein verstieftes Fussgelenk, weil sein Fuss gelenk ist ein Zuckerbuck gewesen.

00:29:03: Dass man dann das Jahr später verstiefe.

00:29:07: Es gibt immer Probleme.

00:29:09: Und er war immer Spital mit Diakonissen und ihm wollte es gar nicht sagen, wo ich bin.

00:29:15: Er fragte ihn dann noch, weil man weiss ja von nichts mehr ... Sie wollten ihm das auch nicht sagen.

00:29:28: Ich wäre vor allem für Freude.

00:29:30: Es ist einfach mega cool gewesen.

00:29:33: Er hat schon gesagt Er hatte nie mehr im Leben so das Gefühl, er konnte überhaupt nicht mehr verworben wie dort in einem Spital.

00:29:44: Und auch meine Schwester, die bei Bewusstsein war, die hat noch jedes Mal wenn sie eine Heli zu Türe gehört hat, hat sie gefroren.

00:29:52: Ja sicher und sie ist unbeschadet davor gekommen?

00:29:56: Ja, also nicht beiebene Schatten.

00:29:58: Sie hat schon beim Steißbein ... Ja, ohne irgendetwas ist niemand davongekommen.

00:30:07: Aber nicht bleiben.

00:30:08: Und dann bist du dort in dem Spital und verwachst?

00:30:12: Hast du gerade gemerkt, dass dein Körper nicht gewohnt

00:30:17: funktioniert?

00:30:18: Nein!

00:30:18: Das ist ein langsamer Prozess.

00:30:21: Sie haben mir etwas gesagt.

00:30:23: Ich habe keine Querschnitte und ich hatte null Ahnung, was das heisst.

00:30:29: Und konnte mich das auch überhaupt nicht vorstellen.

00:30:34: Und das habe ich dann erst.

00:30:35: Was ist der langen Prozess, das zu lernen und ... Ich hatte ein Gefühl, das kann ich nie akzeptieren.

00:30:45: Nicht spüren von einer Fliege auf meinen Beinen gesehen.

00:30:52: Ich spüre sie nicht.

00:30:53: Ich kann auch nichts machen, um sie zu vertreiben.

00:30:57: Einfach ... Oder später im Rollstuhl sitzen.

00:31:01: Jetzt kann ich nicht auf die Weisen abliegen!

00:31:04: Jetzt muss ich einfach da drinsitzen, der Rest von meinem Leben.

00:31:10: Gibt es so wie eine Panik?

00:31:11: Oder irgendwie das ... Ich muss hier raus?

00:31:14: Ja, also schon so ein bisschen ... Einfach das Gefühl, dass halte ich nicht aus.

00:31:20: Es gab dort Bücher, Joni Ericsson von Amerika als Tetraplägekrieg und wir haben seine Bücher überkommen zum Lesen was die nachher alles so gut gemacht hat.

00:31:35: Und ich habe einmal gefunden, lieber Gott ja, Johnny ist alles gut aber nicht ich.

00:31:40: Ich bin nicht geeignet, mich kannst du nicht nehmen für so etwas.

00:31:43: Ich wollte einfach wieder ... wieder laufen können.

00:31:48: Wie hast du es danach gleich ausgehalten?

00:31:49: Oder wie hast du das irgendwann akzeptieren

00:31:52: können?

00:31:54: Ja, es bleibt ja gar nichts anderes übrig.

00:31:57: Es

00:31:57: ist keine Wahl!

00:31:59: Es ist dann einfach so und... ich denke auch Man kann sich am Anfang nicht vorstellen, was man alles lernen und verbessern kann.

00:32:11: Dass es nicht mehr immer so bleibt wie am Anfang.

00:32:17: Das ist ganz schwerfällig.

00:32:19: Ich erinnere mich mal auf ein Physiotisch-Geläge dort und habe mich abgerampfen bis zugehend nicht mehr zum Bauch auf den Rücken gekommen.

00:32:28: Irgendwann habe ich nur noch geholen und dazu dieser Appäutung gesagt ... Ich habe doch so nichts.

00:32:36: Das geht doch nicht, es lässt sich nicht

00:32:38: vereinbaren.".

00:32:40: Und das dann sich das schon noch eben verbessert ... Aber dass es aufwendig und mühsam ist... Wenn ich denke, v.a.

00:32:49: man das ganze Blasen- und Darmmanagement, denn das ist ein

00:32:55: Thema für

00:32:56: sie.

00:32:57: Ja, und deine Kinder waren zwischen drei und zehn.

00:32:59: Also eine Zeit, in der es einem noch extrem fest braucht?

00:33:03: Wie haben sie das gemacht?

00:33:05: Wie hast du es gemacht, wie haben

00:33:10: Kinder's gemacht?

00:33:11: Die Kinder oder uns haben das gut gemacht und sind auch so, als ich als Kind halt war.

00:33:19: Ich kümmerte gar nicht so gross, was das für Probleme ist von den Grossen.

00:33:25: Man muss schauen, dass man selbst durch die Welt kommt.

00:33:30: Es ist dann auch für Sie ... Einfach so gewesen.

00:33:35: Und sie mussten gewisse Sachen übernehmen.

00:33:40: Ich denke, es kann in Teilen auch hilfreich sein, weil sie sehen ja dann, dass ich das nicht habe und wenn man ihnen einfach so schwer zur Mitarbeit ein bisschen erzielen, ist es immer

00:33:52: mega schwierig.

00:33:53: So einfach?

00:33:54: Ja,

00:33:55: sehr gut!

00:33:57: Ich merke, je nachdem wie ich umgehen kann.

00:34:04: Umso mehr ist es auch für sie so.

00:34:07: Es brauchte schon eine Überwindung, ein Geburtstagsfest zu machen und wieder ein paar Einladen.

00:34:16: Aber dann sehen Sie, wer das ist!

00:34:18: Und da gibt's gleiche Kuchen und Spiele.

00:34:23: Wenn ich ... Wenn ich es wagen, auch in die Schule zu gehen oder das Kind zu uns nach Hause zu kommen, dann ist es jetzt, dass man gewöhnt sich einfach daran.

00:34:35: Hättet ihr dein Stärke geholfen?

00:34:38: In dieser Phase?

00:34:40: Ja,

00:34:41: glaube schon ein wenig.

00:34:42: Es hat noch nicht so lange.

00:34:44: jemand gesagt, du warst immer eine Gewährung.

00:34:48: Ich fühle mich manchmal nicht mehr so wie Zass-Gewährungen.

00:34:52: Mag nüben.

00:34:55: Aber sicher war ein Stück weit Hilfe, aber auch dass mein Mann und ich zusammen eigentlich ein gutes Leistungsteam sind, sage ich jetzt.

00:35:12: Und er hat auch durch sein Beruf als Lehrer relativ viel daheim gewesen.

00:35:18: Er konnte seine Arbeit manchmal zu Dachten machen.

00:35:22: Und er ist sehr entspeditiv.

00:35:25: Er hat seine Sachen normalerweise bereit, wenn die anderen anfangen zu machen und sich Gedanken darüber zu machen.

00:35:34: Das hat sicher geholfen, dass man dann auch organisatorisch überhaupt über die Runde gekommen sind.

00:35:41: Und gewisse Dinge haben wir einfach sagen müssen ... Als der Eltern wollte ich nicht ins Eis ok.

00:35:47: Da haben wir eben gesagt, du hast noch drei Brüder.

00:35:51: Mit dieser iso-key Ausrüstung muss man bei diesem Alter die Leute immer mit einem Auto fahren.

00:35:56: Das können wir jetzt einfach nicht und dann matchen auch noch.

00:35:59: Du musst etwas anderes machen.

00:36:03: Ja, ja... Das war ja nicht der einzige grosse Schicksalsschlag seit dem Leben, vierzehn Jahre später, gell?

00:36:11: Hast du nochmal, hattest ihr als Familie nochmal so was ganz Heftiges verarbeiten müssen?

00:36:18: Dein dritten Sohn

00:36:20: gell?!

00:36:20: Ja, der zweite Jüngste.

00:36:22: Ja,

00:36:22: es ist in den Sechsen und Neunzig mit dem Velo tödlich verunglückt.

00:36:30: Wie alt war er?

00:36:31: Sechszehn?

00:36:32: Nein, es waren drei Wochen vor seinem zwanzigsten Geburtstag.

00:36:36: Wenige Tage oder je nachdem...

00:36:39: Keine Ahnung!

00:36:40: Wie geht man damit um?

00:36:41: wieder so etwas aus dem Nichten?

00:36:45: Und ein Mensch, das man so wahnsinnig liebt, oder?

00:36:53: Einmal mehr etwas, das man nicht mehr verändern kann.

00:36:58: Das ist so.

00:36:58: Mein erstes Schrei, der mein Mann nach Hause kam und sagte, er sei tot, war es.

00:37:04: Nein!

00:37:04: Ich konnte einfach nichts sein.

00:37:09: Und dann ist es auch ein Stück Kampf, um das akzeptieren zu können.

00:37:20: Es ist eine neue Realität.

00:37:23: Ich habe manchmal etwas mit Gott gestritten und fand, ich verstehe es einfach nicht.

00:37:29: Und warum nimmt man das nicht mich?

00:37:31: Mit meinem Strampeln kann ich überhaupt einigermaßen durchs Leben kommen.

00:37:36: Der, der so viel Power, so viele Möglichkeiten und auch so viele gute Sachen macht, könnte noch so viel erreichen.

00:37:45: Das ist doch sinnlos in meinen Augen sinnlos!

00:37:50: Aber Gott hat immer irgendwie auf ein paar Immer wieder andere Rechnungen.

00:37:55: Also du hast dich glauben wie nicht verloren, obwohl es so viel Schwieriges erlebt hat?

00:38:00: Ja das haben schon auch andere gefragt.

00:38:03: und aber da habe ich auch müssen sagen wenn ich nichts über den Ort habe wo ich wirklich eine Art weiss es wird gehört oder Und ich bin verstanden.

00:38:14: Ich muss nicht bis ins Detail erklären was ich jetzt meinen und bis jetzt ist sondern Da kam mich wirklich bis seiner Stein, er hat mich ja gemacht.

00:38:26: Dann hätte ich mir einen Anstatt gesagt, den ich darauf gesessen habe bei diesem Baum, dann wäre ich auch einfach untergegangen und habe das Gefühl oder verbittert.

00:38:43: Das war auch eine Erfahrung, in der ich denke, wo längstens nicht alle ... Es gibt viele Leute in diesen Situationen, die sich ihm verlieren.

00:38:54: Und das nicht haben, was wir dann erleben können, was aus dem Tod geworden ist.

00:39:02: Er war ja eine, die so viele Kollegen hatten in der Musik im Sport in den Kielen.

00:39:12: Über fünfzehn Junge machten miteinander ein Musical über das Leben.

00:39:17: Das wäre eigentlich sein Plan gewesen, ein Musical zu machen.

00:39:22: Man kann nicht so etwas kaufen, das bringt nichts.

00:39:28: Man muss etwas von sich bringen, was auch mich interessiert und ich konnte mir nie vorstellen, was die Leute daraus werden können.

00:39:40: Und dass etwas daraus sein könnte, was irgendjemand anderes, also weit über den Bekanntenkreis hinaus interessiert.

00:39:51: Aber die haben das gemacht und was daraus geworden ist, ist für mich einfach schlichtes Wunder.

00:39:59: Das hat dermaßen ein Eko ausgelöst, dass wir es weiterführen müssen.

00:40:04: Nicht nur diese fünf Aufführungen, die man eigentlich geplant hatte.

00:40:09: Am Schluss wurde in der ganzen Deutschsprachung in Schweiz verteilt über vierzehnmal aufgeführt und normalerweise vorvollig.

00:40:19: eine volle oder überfüllte Säle, die die Jungen einfach das haben wollen hören und sehen.

00:40:27: Also ist es ums Leben gegangen von ihm?

00:40:29: Ja, es ist übers Leben von ihm.

00:40:32: Das war dann die Idee, die zuerst einmal bei meinen Brüdern und nachher mit diesen Paaren wollte sich eigentlich engagieren für dieses planete Musical.

00:40:44: Sie sagten, dass wäre eine Idee über sein Leben, über das was ihm wichtig sei ein Musical zu machen.

00:40:52: Darum haben sie alle die Bekannten angeschrieben und sich mit der Aufforderung überlegen, wo ich ihn erlebt habe?

00:41:04: Was gibt es für Szenen aus dem Leben, in dem ich ihn erlebte?

00:41:09: Einer hat zum Beispiel gesagt, er fahre mit ihm einfach von Zürich auf Bülach und fragte den Hegerin.

00:41:19: Du, ich muss noch einen Andach machen für deine nächste Woche und habe immer eine Lautstärke gekriegt.

00:41:25: Dass er so gedacht hat ... Aber das sei irgendwie völlig gleich gewesen!

00:41:32: Einen anderen, der ein Schinkenbrot ist, kümmern sich auch nicht darum wie das Spög bei dir ist.

00:41:37: Also er war auch ganz fest mit dem Glauben an Jesus unterwegs.

00:41:42: Und das ist auch etwas, was ich zum Beispiel an diesem Glauben erlebt habe.

00:41:47: Das verändert einfach Menschenleben, weil er ein sehr anstrengendes Kind war mit seinem Power und seinen ausgefallenen Ideen manchmal.

00:41:57: Seine Schlauheit konnte er ebenso nutzen zu einem Reglerumgang und immer wieder etwas Neues erfinden.

00:42:06: Ausreden war er ein König.

00:42:08: Man sagte, man könne nicht in den Finken voraus.

00:42:12: Es war erst mal ein Socken draussen, und dann konnte ich sagen, dass man die Ficke nicht rauskommt.

00:42:19: Also wirklich

00:42:19: ... Das Schlitzor?

00:42:22: Ja, das Schlitz-Sor.

00:42:23: Es war schlecht, über ihn ins Mietzelpacken zu machen oder Weiz hineinführen zu bringen.

00:42:30: Und wo sich der anderen Evangelisation mit etwa zwölf entschieden hat, dass er sein Leben auf den Gott und Jesus Christus will ausrichten.

00:42:41: Es gab also sehr spürbare Veränderungen.

00:42:47: Er hat einfach einen Lebensstil gefunden, der völlig natürlich war.

00:42:53: Er ist schon sehr begabt gewesen.

00:42:56: Aber der Glauben war ebenso ein Teil.

00:43:01: Man wusste bei dem Uni-Hockey, dass er Christi ist und über das können wir reden wie sonst irgendetwas.

00:43:12: Ja, es war immer sauber.

00:43:13: Das war auch meine Vorstellung, dass ich gedacht habe, er hatte wirklich das Gefühl zu einem missionarischen Leben und aus den Szenen, die man dann auch ... Sie haben das wahnsinnig gut gemacht.

00:43:30: Fragen gestellt, die jemandem, der jetzt mit dem Glauben nichts anfangen kann, geschaut hat.

00:43:37: Also ist das der Preis für ein Leben mit diesem Gott?

00:43:42: Und wenn er doch allmächtig ist.

00:43:44: Also wieso hat er dann nicht bewahrt?

00:43:49: Ich finde, sie sind in einer wirklich guten ehrlichen Art umgegangen mit solchen Fragen und darum hat es wahrscheinlich auch so viel Junge interessiert.

00:44:00: Da habe ich gemerkt, dass der Tod durchaus ein Thema ist, das Junge im Leben beschäftigt.

00:44:06: Man meint manchmal, sie sagen einfach etwas über die Alten Aber es war dann wie eine legitime Plattform, in der man über das Thema reden konnte.

00:44:18: Das hat wirklich viel Leben verändert auch.

00:44:23: Jahre später wollte ich noch Leute kommen und gesagt haben, dass habe ich dort gehört.

00:44:27: Und das hat mein Leben verändert.

00:44:29: Auch schon mit dem Geld, bei diesen Musikalaufjährigen, bei den Vierzigstüten, wo zwar gesammelt wurde, gab es alles für die Projekt.

00:44:40: die geholfen haben, hoffentlich zum Beispiel Bulgarien eine Suppe-Küche oder ein Beamer für den Jesus-Film zu zeigen.

00:44:48: Oder ein Projekt, das wir dann mal einen Wochen lang ansehen konnten ist in Mumbai ein Kinderheim, der heute gebaut werden konnte und auf ihn jetzt ganz andere Zukunft hat.

00:45:02: So schön!

00:45:02: Das ist

00:45:03: ein grosser Trost,

00:45:04: oder?

00:45:05: Ja, eben.

00:45:06: Darum denke ich, so ein Wunder erleben.

00:45:08: Das war dann auch eine besondere Gnade und ein besonderes Geschenk, das viel ohne so etwas bin, wenn der Tod von einem Kind verkraft.

00:45:19: Aber wie ist es für mich heute noch?

00:45:22: Schon, ja einfach in dieser Art ... Er hatte sehr eine fröhliche Art mit viel Musik und eben viel Witz und so.

00:45:33: was mir diese Art nicht so hat, haben wir das einmal gut hier.

00:45:40: Das vermisst sich jetzt mehr, wenn das Leben schon allgemein etwas langweilig geworden ist.

00:45:51: Und es würde mich interessieren, was er dann so gemacht hat und ob er auch eine Familie hat oder ein Kind hat.

00:46:00: Es ist sowieso ein besonderes Erlebnis, wenn die eigenen Kinder zu vateren werden.

00:46:05: Wenn man dann anfängt zu sehen wie sie es jetzt brach ... Auch ein bisschen kannst du munteln bei den Teilen der Sachen.

00:46:14: Ja klar!

00:46:15: Jetzt hast du gesagt, dass du heute auch merkst, es fordert dich ausser deine Kreffle-Nase.

00:46:21: Du sagst jetzt das Leben wird langweiliger, du hast eigentlich geheim, wenn's läuft und hast das geliebt früher dir das Lebendige gerade von deinen Söhnen.

00:46:30: Und jetzt sagst du, hast du mir voraus gesagt, du siehst klicke Kampfesmütte nach diesen vierzehn Jahren.

00:46:38: Was hebst ich?

00:46:40: Du bist fester, du weisst jetzt.

00:46:41: Jetzt kannst du nicht mehr gleich leisten.

00:46:44: Was hilft dir und was hebst du?

00:46:48: Im letzten Jahr war es wahrscheinlich schon auch an dem, dass ich eine Zukunft habe, dass das nicht alles gewesen ist, sondern dass gut unsere Zukunft versprochen hat in einer neuen Art Leben.

00:47:05: wo es einmal keine Fragen, keine Leid, keine Schmerzen, keine Tränen gibt.

00:47:12: Wo es einfach gut wird sein.

00:47:14: und ja auf das freue ich mich schon.

00:47:18: Also da habe ich auch schon vor Jahren gemerkt, dass es für mich irgendwie eine Wichtigstigkeit hat, weil unsere Jüngste während des Studiums waren die Intern.

00:47:32: Und die Studenten mussten auch mitarbeiten in diesem Betrieb.

00:47:40: Dann hatte sie ein T-Shirt, kam einmal mit einem T-Shirt, der darauf gestanden ist ... Weisst du, wo du hingehörst?

00:47:50: Das finde ich jetzt einen coolen Spruch.

00:47:52: Da ging es darum.

00:47:53: Weißt du, weil er eine Arbeitsgruppe hat, dass du nicht etwas zu tun hast?

00:47:59: Aber ich dachte, es ist eigentlich eine gute Lebensfrage.

00:48:02: Weisst du, wo du hingehörst?

00:48:05: Und da habe ich gefunden ja... Für mich ist das wirklich etwas tragendes, dass ich das Gefühl habe, bei gut habe ich ein Heimat.

00:48:14: Ich komme von dort, ich bin nicht einfach ein Zufall und ich werde einmal wieder dort herangehen.

00:48:22: Ja, Marian Ringli, danke vielmals für all dieses Verzellen.

00:48:26: Dass du uns mitgenommen hast in deinem Leben und in allen Aussen-Vorträgen.

00:48:30: Und einfach so ehrlich erzählt hast, danke dir vielmals!

00:48:36: Marian Ringli hat uns mitgenommen in ihre Lebensgeschichte und hat mit uns zusammen geschaut.

00:48:42: Danke, dass du uns dein Ohr gelähnt hast hier im Vis-à-Vis!

00:48:46: Und danke auch vielmals für deine Unterstützung.

00:48:48: Ehe von Medien, die den Podcast produziert, ist nämlich ein Spendenwerk und wir sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

00:48:56: Danke vielmals fürs Mitdrehen.

00:48:59: Wie du spenden kannst, siehst du in unseren Shownots.

00:49:01: Dort haben wir der Link dir heran.

00:49:04: Ich bin Ruth Stutz.

00:49:05: Bis gleich wieder.

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